Botschafter zu sein, hieß es, gehöre zu meinen Aufgaben. Oftmals sind die Botschaften "nur" kurze Anregungen um inne zu halten in sich, in seinem ganz persönlichen Gedankenreich, um zu reflektieren was ist, wahr zu nehmen. Und das lädt ein, im bewussten Sein mehr und mehr die Gedanken reich werden zu lassen. Dennoch, irgendwie widerstrebt es mir, meine Tagesgedanken "nur" via Facebook zu teilen - deshalb schaffe ich hier dafür Raum - im Gedankenreich.
Di
06
Mär
2012
Experiment - Stop Einkauf - Teil 3
Schon wieder sind einige Wochen vergangen, genau vier - seit ich das letzte Mal über meine Erfahrungen geschrieben habe. Wisst Ihr was, ganz ehrlich, ich hab's mir schlimmer vorgestellt. Die
Quintessenz aus diesen Beobachtungen der letzten Wochen ist, dass ich gar nicht so "schlimm" bin, wie ich meinte. Es hat sich gezeigt, dass mein "Drang" mit mir streng zu sein, wohl größer ist.
Tatsache ist, ich kaufe ganz wenig nur an Dingen, die ich nicht brauche - es ist wohl überlegt, und ich bin da ganz bewusst, sowohl mit der Qualität als auch der Quantität der Dinge die mich
umgeben, u.v.a auch wo und von wem ich es kaufe; so freu ich mich über die Geschäfte und Anbieter in meinem Heimatort, genieße das persönliche Verhältnis und Kommunikation .. und ich
muss ja nicht alles "haben" was es bei uns nicht zu kaufen gibt, also wird Onlineshopping drastisch reduziert.
Dennoch schließe ich dieses Erzählen, mit der wertvollen Erfahrung dass ich mir ab und an die Vielfalt des Lebens auch gönnen darf, eine Zeitschrift zusätzlich oder ein
Musikdownload mehr. Möglicherweise war da noch ein altes Gelübde auf Verzicht in mir gespeichert und hat mir mit jedem "Einkauf" etwas mehr als nur schlechtes Gewissen suggeriert ... doch
damit ist jetzt Schluss! ʚ(ˆ◡ˆ)ɞ
Fr
10
Feb
2012
Experiment - Stop Einkauf - Teil 2
Nun, 2 Wochen sind vergangen seit meinem letzten Erzählen. Und die Zeit war spannend. Einerseits war da ein Ausflug mit meinem Mann nach Wien, wo "Shopping" immer auf unserem Programm stand - zumindest der Anteil für mich fiel dieses Mal flach. Ich hatte mir stattdessen Zeit für einen Besuch in einer Kirche, auf den Turm des Stephansdoms und einen Spaziergang durch die Stadt reserviert. Da war plötzlich so viel "Raum" für Nichts .. Genuss pur.
Was konnte ich noch beobachten in den 2 Wochen? Etliche Muster die beinahe unbemerkt zugreifen, schnell mal eine (weitere) Zeitschrift gekauft, ganz nebenbei - oder eine interessante Buchrezension gelesen und schon online in den Warenkorb gelegt .. und wieder rausgeholt.
Aber ganz ehrlich, ich hab mir auch was gekauft, zwar mit mir ringend, aber dann doch beschlossen "ich brauche .." diese Bluse und jene Hose - ganz bin ich mit mir noch nicht im Reinen, denn der Maßstab des "ich brauche" ist ja sehr relativ ansetzbar. Der postive Affekt meines Experiments, und das genieße ich sehr, zu bemerken wieviel mehr da noch möglich ist, dem bewussten Dasein Raum zu geben - auch wenn man dachte schon sehr bewusst - z.B. einzukaufen.
So
29
Jan
2012
Experiment - Stop Einkauf - Teil 1
Das Leben und unsere Erfahrungen bestehen aus Synchronizitäten. So erreichten mich in den letzten Wochen auf vielfältiger Ebene Nachrichten und Informationen über Abfall, gedankenloser Konsum, Ausbeutung der dritten Welt und es berührte mich wie immer sehr, dieses Mal aber ganz besonders, und irgendwie anders.
In einer Meditation erhielt ich völlig unvorbereitet ein Bild von mir selbst beim "Genusseinkaufen" - ja, ich gebe zu, ich kaufe gerne ein. Ich bin zwar kein Shopaholic und selten auf Schnäppchenjagd, dennoch verwöhn ich mich gerne mit schönen Dingen.
Dass sich die Themen synchron nun in einer Meditation treffen, verstehe ich als Aufforderung an mich selbst - genau hinzuschauen. Warum? Brauche ich es? Bin ich wirklich frei? Wo lange ich zu?
Ist es ein Ersatz? Belohnung? ... und um diese Fragen zu beantworten, hab ich mir zunächst für einen Monat, mit der Absicht dies auf zumindest drei Monate auszudehen, auferlegt
"NICHTS zu kaufen - nicht was außerhalb der Grundbedürfnisse ist wie Ernährung" und wenn es etwas anderes ist nur dann, wenn etwas wirklich leer/aus ist und immer mit der Frage "brauche ich
es WIRKLICH" ?
Eine Woche ist nun vorbei - parallel dazu bestell ich alle Newsletter ab, die ich im Laufe der Zeit über "schöne Einkaufsquellen" sei es für Bekleidung, Geschäfte aus der Gegend, Tees, schöne
Dinge usw. gesammelt habe.
Und das Fazit? Die Zeit ist wohl zu kurz für ein erstes Fazit .. außer dass ich eine "Zögerlichkeit" beobachtet hab, beim Abbestellen der Newsletter, die beinah eine innere Unruhe beschreiben, als dass es sein könnte, dass ich ja "Informationen über etwas Besonderes nicht mehr mit bekomme". Das lässt mich sehr schmunzeln ...
Mi
21
Dez
2011
Original und Kopie
Es ist für mich ein großes Geschenk, dass mein Leben es mir ermöglicht hat, schreiben zu dürfen - Bücher, Artikel, für meine Workshops, Onlinetexte und mehr. In regelmässigen Abständen geschieht es, dass "Zufälle" mich dahin führen und ich feststellen darf, dass "meine" Texte von anderen Menschen verwendet werden und als die ihren ausgegeben werden. Was tun? Stets milde darüber hinweg sehen, im Sinne "des höheren Ganzen" und sich freuen, dass die eigenen Worte, wenn auch im Namen anderer, noch mehr Menschen erreichen? Noch dazu wenn es spirituell wirkende Menschen sind, die sich als "Lehrer" bezeichnen? All das bringt mich ins Grübeln .. - ist es wirklich meine Aufgabe, andere Menschen zurecht zuweisen? Ist es mein gekränktes Ego, wenn jemand meine Arbeit "missbraucht"? Geh ich einer Konfrontation aus dem Weg wenn ich nicht für mich einstehe?
All die Gedanken hab ich in mich sacken lassen, um eine Antwort zu finden - und mein Herz hat sich mir bald mitgeteilt: Ich bin wichtig, und es ist wichtig, dass ich gut für mich sein kann, bei mir bleiben kann. Im Außen geschieht nur eine Situation; ich habe die Freiheit, zu entscheiden ob ich mich darin verwickeln möchte, oder nicht, oder ob ich stattdessen bei mir bleibe. Im Außen bietet sich immerwieder eine Lerneinheit an, manchmal auch um zu überprüfen, ob es überhaupt noch eine ist - reagiere ich emotional darauf (dann würde sie als Spiegel dienen), oder kann ich die Situation im Außen als solche sein lassen?
Und dann ist da ja noch mein Vertrauen - Gottvertrauen nennt man es umgangsprachlich auch, was besagt, ich vertraue ins Höhere Ganze, auch dahingehend, dass eben das Original Original bleiben wird, und die Kopie stets nur eine Kopie. Das spürt die Welt auch. Insoferne habe ich, werde ich, nichts weiter (zu) tun .. und wirke weiter und erschaffe ... Originale. (◠‿◠)
Mo
28
Nov
2011
Der Schlüssel in dir
manche Worte sagen < alles > aus, denen gilt es nicht viel hinzuzufügen:
♥ ••• In dir selbst ist die ganze Welt verborgen, und wenn du weißt, wie man schaut und lernt, dann ist die Tür da und der Schlüssel ist in deiner Hand. Niemand kann dir diesen Schlüssel geben
oder die Tür zeigen, nur du bist dazu in der Lage. ♥ (Jiddu Krishnamurti)
Do
24
Nov
2011
Jeder Tag ein Geschenk ..
Oftmals passiert es mir, dass ich den neuen Tag wie eine Störung wahr nehme. Der Wecker läutet und mein erster Gedanke lautet so ähnlich wie "oh, jetzt noch nicht, bitte noch schlafen". Und mit
dieser Haltung mühe ich, als Morgenmuffel, mich aus dem Bett. Etliche Zeit später bin ich dann doch dankbar, dass ich in meinem Leben bereits so viel lernen (und üben) durfte, nämlich auch
Wahrnehmung; und in den Momenten der präsenten Stille, mit der ich einen neuen Tag stets beginne, als Morgengebet, noch ehe ich irgendetwas anderes tu, werde ich mir wieder bewusst - jeder Tag
ist ein Geschenk des Lebens an mich.
So ehre ich den Tag, freue mich ob der kleinen und großen Wunder, der Begegnungen, Augenblicke und über jedes Lächeln und reiche es mit einem solchen weiter ...
Do
17
Nov
2011
Die Schöpfung macht keine Fehler ..
... lautet einer meiner anderen Lieblingssprüche, denn ich bin davon überzeugt, dass alles im Leben seine Richtigkeit hat, so wie es jetzt gerade ist. Auch, dass ich jetzt in diesem Augenblick, an meinem Scheibtisch in der Druckerei sitze und mir ein paar Minuten Zeit nehme um diese Zeilen zu schreiben. Es hat Sinn, warum ich mit all dem was ich bin, auch meine Arbeit hier tue und mich mit XlsTabellen, Controlling, Statistiken u. dgl. beschäftige. Es ist nicht so, dass wir in unserem Leben womöglich die falsche Strasse entlang gefahren sind, sondern sehr wohl richtig gut geführt worden sind - an den Platz , wo's uns braucht - eben auch in unseren Berufen. Und es braucht unser Licht und unser Bewusstsein im Management, auf Ämtern, in Schulen, in Geschäften .. überall dort wo die Menschen sich begegnen.
“Eine Führungspersönlichkeit fließt so natürlich wie möglich mit dem Leben, auch wenn keiner folgt. Die entscheidende Führungseigenschaft ist nicht Charisma, Selbstvertrauen, Ehrgeiz oder Ego, sondern ein sich in jeder Situation ständig ausweitendes Bewusstsein. Ständige Bewusstseinsausweitung beginnt mit Hinschauen und Hinhören. Mit der Seele führen beginnt damit, mit dem Körper, dem Herzen, Verstand und dem ganzen Sein hinzuschauen und hinzuhören." - diese Worte von Deepak Chopra, sind es, die mich beim alltäglichen Sein an diesem Schreibtisch hier inspirieren.
Mi
16
Nov
2011
sich einstimmen für den Tag
Unseren Tag, unser Leben - wir bestimmen selbst wie es sich gestaltet. So lautet einer meiner Lieblngssätze "Da wo ich bin will ich sein" (Jens Corssen), denn selbst wenn ich nicht sofort eine neue Arbeitsstelle, eine neue Wohnung, endlich einen Partner etc. wählen kann - einen Schritt in die Richtung die Veränderung zu finden, kann ich tun, immer. Und somit bin ich in meiner Aktionskraft, der Schöpferkraft. So hab ich es mir seit Jahren schon zum Ritual gemacht, mich jeden Morgen auf diese Kraft einzustimmen, und ich beginne jeden Tag mit Musik - meiner Seele tut's gut, mein Körper bewegt sich und wird bis auf Zellebene "eingestimmt".
Zu meinen Favorits für den Tagesbeginn gehört u.a. Jason Mraz "Life is wonderful" .♫.♫.♫
Mo
07
Nov
2011
Worum's geht
Wie oft sind wir damit beschäftigt, uns darüber zu beschweren, was in unserem Leben fehlt. Wie oft setzen wir den Fokus auf die Dinge die wir noch nicht haben. Wie oft sind wir beschäftigt, mit Zielen, die wir noch nicht erreicht haben, die noch fern von uns liegen. Wie oft gehen wir der Frage nach, was wir werden möchten. Wie oft fühlen wir dem nach, was wir sein könnten.
Auf eine bestimmte Art und Weise trägt all dies dazu bei, dass wir uns gedanklich in die Zukunft und damit in die Ferne, weg vom Hier und Jetzt, und damit von uns SELBST weg begeben. Ganz bei sich zu sein bedeutet, im Hier und Jetzt, ganz IN MIR zu sein. Ein Weg dahin kann es sein, zu fühlen - wer bin ich; wer trägt dazu bei, dass ICH BIN wer ich bin - zB meine Ahnen, Menschen, die mich umgeben, mein Mann, meine Kinder, mein Beruf -
All das was IST, ist Teil des Ganzen, und all das was IST ist Baustein, des Ganzen - dessen was ich BIN - JETZT bin. Und wenn es uns gelingt, uns zu öffnen stetig, für das was aus meinem Inneren und meinem Höheren Selbst im JETZT zu mir kommen möchte, sich im JETZT offenbaren möchte, sodaß zu dem was ich bin, noch ein passender Baustein hinzukommen darf - dann gelingt uns zu leben ich was ich bin und sich damit zu öffnen, noch mehr zu leben, was unserem wahren Selbst entspricht.
