Original und Kopie

Es ist für mich ein großes Geschenk, dass mein Leben es mir ermöglicht hat, schreiben zu dürfen - Bücher, Artikel, für meine Workshops, Onlinetexte und mehr. In regelmässigen Abständen geschieht es, dass "Zufälle" mich dahin führen und ich feststellen darf, dass "meine" Texte von anderen Menschen verwendet werden und als die ihren ausgegeben werden. Was tun? Stets milde darüber hinweg sehen, im Sinne "des höheren Ganzen" und sich freuen, dass die eigenen Worte, wenn auch im Namen anderer, noch mehr Menschen erreichen? Noch dazu wenn es spirituell wirkende Menschen sind, die sich als "Lehrer" bezeichnen? All das bringt mich ins Grübeln .. - ist es wirklich meine Aufgabe, andere Menschen zurecht zuweisen? Ist es mein gekränktes Ego, wenn jemand meine Arbeit "missbraucht"? Geh ich einer Konfrontation aus dem Weg wenn ich nicht für mich einstehe?

 

All die Gedanken hab ich in mich sacken lassen, um eine Antwort zu finden - und mein Herz hat sich mir bald mitgeteilt: Ich bin wichtig, und es ist wichtig, dass ich gut für mich sein kann, bei mir bleiben kann. Im Außen geschieht nur eine Situation; ich habe die Freiheit, zu entscheiden ob ich mich darin verwickeln möchte, oder nicht, oder ob ich stattdessen bei mir bleibe. Im Außen bietet sich immerwieder eine Lerneinheit an, manchmal auch um zu überprüfen, ob es überhaupt noch eine ist - reagiere ich emotional darauf (dann würde sie als Spiegel dienen), oder kann ich die Situation im Außen als solche sein lassen?

 

Und dann ist da ja noch mein Vertrauen - Gottvertrauen nennt man es umgangsprachlich auch, was besagt, ich vertraue ins Höhere Ganze, auch dahingehend, dass eben das Original Original bleiben wird, und die Kopie stets nur eine Kopie. Das spürt die Welt auch. Insoferne habe ich, werde ich, nichts weiter (zu) tun .. und wirke weiter und erschaffe ... Originale. (◠‿◠)