Experiment - Stop Einkauf - Teil 1

Das Leben und unsere Erfahrungen bestehen aus Synchronizitäten. So erreichten mich in den letzten Wochen auf vielfältiger Ebene Nachrichten und Informationen über Abfall, gedankenloser Konsum, Ausbeutung der dritten Welt und es berührte mich wie immer sehr, dieses Mal aber ganz besonders, und irgendwie anders.

In einer Meditation erhielt ich völlig unvorbereitet ein Bild von mir selbst beim "Genusseinkaufen" - ja, ich gebe zu, ich kaufe gerne ein. Ich bin zwar kein Shopaholic und selten auf Schnäppchenjagd, dennoch verwöhn ich mich gerne mit schönen Dingen.

Dass sich die Themen synchron nun in einer Meditation treffen, verstehe ich als Aufforderung an mich selbst - genau hinzuschauen. Warum? Brauche ich es? Bin ich wirklich frei? Wo lange ich zu? Ist es ein Ersatz? Belohnung? ...  und um diese Fragen zu beantworten, hab ich mir zunächst für einen Monat, mit der Absicht dies auf zumindest drei Monate auszudehen, auferlegt "NICHTS zu kaufen - nicht was außerhalb der Grundbedürfnisse ist wie Ernährung" und wenn es etwas anderes ist nur dann, wenn etwas wirklich leer/aus ist und immer mit  der Frage "brauche ich es WIRKLICH" ?

Eine Woche ist nun vorbei - parallel dazu bestell ich alle Newsletter ab, die ich im Laufe der Zeit über "schöne Einkaufsquellen" sei es für Bekleidung, Geschäfte aus der Gegend, Tees, schöne Dinge usw. gesammelt habe.

 

Und das Fazit? Die Zeit ist wohl zu kurz für ein erstes Fazit .. außer dass ich eine "Zögerlichkeit" beobachtet hab, beim Abbestellen der Newsletter, die beinah eine innere Unruhe beschreiben, als dass es sein könnte, dass ich ja "Informationen über etwas Besonderes nicht mehr mit bekomme". Das lässt mich sehr schmunzeln  ...

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Kommentare: 3
  • #1

    Barbara (Freitag, 03 Februar 2012 22:57)

    Liebe Daniela, dein Blog lässt mich auch sehr schmunzeln ... ich kann gar nicht sagen, was mich zur Aktion "Konsumverzicht" motiviert hat, unabhängig von dir habe ich eine ähnliche Aktion gestartet, aber eher aus dem Impuls heraus, dem Wert des Euros einen neuen Stellenwert zu geben ... ich habe es satt, immer wieder mit den Aussagen "alles wird teurer", "ich kann mir dies & das nicht leisten", "viel Arbeit, wenig Geld" etc. konfrontiert zu werden und durchbreche dieses Muster, indem ich dem Euro in meinem Leben mehr Wert geben ... d.h. ich kaufe nur noch ein, was ich wirklich brauche, also keinen 5.Nagellack, weil die Farbe grad so schön ist, ich aber noch 4 andere Farben zu Hause stehen habe oder eine neue Zeitung, obwohl die alte noch nicht ausgelesen ist usw. ... so beobachte ich mich ständig und stelle wie du täglich mehrmals die Frage "brauche ich das wirklich" ... und entdecke manchmal Verhaltensmuster an mir, die mich staunen lassen ... Danke für dein TeilHabenLassen an deinem Experiment ... Umärmel

  • #2

    Carmen (Donnerstag, 09 Februar 2012 10:55)

    Danke für diesen Beitrag.Genau das praktiziere ich auch schon einige Zeit da ich es leid hatte( auch ein schlechtes Gewissen)so viel wegzuwerfen weil es dann doch verdorben war , nicht mehr zu gebrauchen und muss sagen, wie "reich" mein Leben geworden ist.Nicht an Geld,vielmehr an Zeit die ich für mich übrig habe.Aussortieren,was muss - was benötige ich nicht.Schön wenn man es schafft. Das anfängliche unruhige Gefühl geht schnell vorbei und man kann es genießen.Herzliche Umarmung

  • #3

    alex (Montag, 12 März 2012 21:14)

    liebe daniela,
    das mit dem newsletter abbestellen kommt mir so bekannt vor *smile*
    ich hab nämlich auch fast alle abbestellt, aber mir ging's danach besser u ich hab nicht das gefühl, etwas zu versäumen, weil ich's eher als belastung gesehen hab...
    mein mailaccount ist eh täglich schön voll mit ganz wunderbaren mails *dankbar bin*....u wenn mich was interessiert, dann komm ich schon dazu - auch ohne newsletter:)

    umärmel an die erfinderin dieses zauberhaften wortes:)