Experiment - Stop Einkauf - Teil 2

Nun, 2 Wochen sind vergangen seit meinem letzten Erzählen. Und die Zeit war spannend. Einerseits war da ein Ausflug mit meinem Mann nach Wien, wo "Shopping" immer auf unserem Programm stand - zumindest der Anteil für mich fiel dieses Mal flach. Ich hatte mir stattdessen Zeit für einen Besuch in einer Kirche, auf den Turm des Stephansdoms und einen Spaziergang durch die Stadt reserviert. Da war plötzlich so viel "Raum" für Nichts .. Genuss pur.

 

Was konnte ich noch beobachten in den 2 Wochen? Etliche Muster die beinahe unbemerkt zugreifen, schnell mal eine (weitere) Zeitschrift gekauft, ganz nebenbei - oder eine interessante Buchrezension gelesen und schon online in den Warenkorb gelegt .. und wieder rausgeholt.

 

Aber ganz ehrlich, ich hab mir auch was gekauft, zwar mit mir ringend, aber dann doch beschlossen "ich brauche .." diese Bluse und jene Hose - ganz bin ich mit mir noch nicht im Reinen, denn der Maßstab des "ich brauche" ist ja sehr relativ ansetzbar. Der postive Affekt meines Experiments, und das genieße ich sehr, zu bemerken wieviel mehr da noch möglich ist, dem bewussten Dasein Raum zu geben - auch wenn man dachte schon sehr bewusst - z.B. einzukaufen.

 

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Carmen (Mittwoch, 15 Februar 2012 07:06)

    Zitat "Der postive Affekt meines Experiments, und das genieße ich sehr, zu bemerken wieviel mehr da noch möglich ist, dem bewussten Dasein Raum zu geben "
    *~~~~~~~~~~~~~*~~~~~~~~~~*
    Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.
    Es bringt mich mal wieder zum Überdenken meines eigenen Tun und ich genieße die Erfahrung, was doch tatsächlich unnütz ist und ich nicht brauche.Auch viele Internetseiten wo ich oft so viel Zeit verbrachte,habe ich von meinem PC gelöscht. Plötzlich habe ich Zeit für mich ;-) ♥
    eine herzliche Umarmung


  • #2

    Andrea Györy (Sonntag, 04 März 2012 17:37)

    Ich habe es zum ersten Mal gemacht als ich mir überlegt habe, wie kann ich fasten. Ich rauche nicht, ich nasche nicht,also was fällt mir schwer? Nichts zu kaufen. Am Anfang ist es schwer, doch dann wird es immer leichter als ob ein Druck von einem abfällt. Ich brauche nicht in jedes Geschäft zu laufen um noch schnell ein Schnäppchen zu erwischen. Und wenn ich etwas in die Hand nehme die Frage:"Brauche ich es wirklich"? Es entsteht ein Leerraum den man für seine eigenen Bedürfnisse nutzen kann, denn Samstag gibt es jetzt kein shoppen.
    Ich umarme Euch

  • #3

    alex (Montag, 12 März 2012 21:17)

    oh ja...bei den büchern werde ich auch schwach...komm eh kaum dazu, sie zu lesen...u das widerum stresst mich dann wieder, weil ich doch so gern NEUES lernen möchte *grins*
    danke fürs anstupsen, beim buchprojekt "nix kaufen" mach ich somit mit...denn das gibt mir raum fürs NATUR geniessen ...thx:)