Indien - eine spirituelle Reise nach Hause

Da manche wissen, dass ich nach Indien verreist bin und viele nachfragen, ein paar Sätze dazu hier. Die Reise war dieses Mal ganz bewusst nicht vor "spirituellen Hintergrund" gesetzt. Es war einfach eine Reise nach Indien. Ich freute mich auf Kultur und Religion, das Land, die Menschen, die Eindrücke.

 

Wie immer hab ich mich auch auf diese Reise "eingestimmt" (mehr Info wie, findet Ihr hier), denn es gehört zu meiner Grundüberzeugung, dass keine Begegnung, keine Situation, kein Geschehen einfach nur so passiert, alles Erleben im Außen findet seinen Part ebenso im Innen. So wunderte es mich nicht dass in einer Meditation mir vorab die Überschrift gab "Indien - eine spirituelle Reise". Ist doch nahe liegend, oder? Immerhin die vielen Tempel, Gottheiten, Rituale ...

 

Doch es sollte anders kommen und es fällt mir schwer es hier in Worte zu fassen. Meine Eindrücke in Indien, mein Erleben und Beobachten der Menschen, ihres Miteinanders, ihrer Tage haben mich innerlich auch reisen lassen, ja - in meine eigene Heimat. Ich fühle mich immer schon sehr verwurzelt, geborgen und Zuhause hier in den Tiroler Bergen, aber die Reise nach Indien hat mich tief in meine eigene innere Heimat geführt, zum Gefühl "da wo ich herkomm', gehör' ich hin".

 

Lakshmi und Ganesha sind meine Lieblingsgötter. Es erwärmt mein Herz wenn mein Blick im Alltag zu Hause auf ihre Bilder wandern. Doch ich tat mir stets schwer, sie irgendwie "anzubeten" oder sie um "etwas zu bitten". In Indien, in den Tempeln, den Begegnungen dort und den Gesprächen ist mir auch hier klar geworden, mein christlicher Glaube, darin liegen meine Wurzeln und da fühl ich mich Zuhause und mit Jesus, Maria oder den Heiligen in Zwiesprache zu sein, das fühlt sich richtig stimmig an.

Ja, meine Reise nach Indien - eine Reise nach Hause. Welch Geschenk, das so fühlen zu dürfen ...

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Kommentare: 8
  • #1

    Kerstin (Dienstag, 05 März 2013 09:24)

    Liebe Daniela, ich kann das gut nachfühlen, was du - wie du sagtest - schwer in Worte fassen konntest. Erst durch meinen Umzug nach Österreich, konnte ich in vielen klein Dingen erkennen, was die Kultur ausmachte - in der ich aufwuchs, die mich geprägt hat. Ich konnte etwas sehen, was mir vertraut war, was ich aber nicht wahrnehmen konnte. Macht nicht diese Chance unsere Sehnsucht zu reisen aus?
    Liebe Grüße
    Kerstin

  • #2

    Simone, Bechler (Dienstag, 05 März 2013)

    Liebe Daniela,
    danke, dass du mich/uns an deinen Gedanken teilhaben läßt.
    Eintauchen in eine andere Kultur, die fremd und dennoch irgendwie vertraut ist, ist so ein Segen.
    Ich freue mich für dich, dass du dies erleben und erfahren durftest.
    Ganesh ist auch mir ganz wertvoll - schön, dass auch du so fühlst.
    Liebste Grüße,
    Simone

  • #3

    Katja (Dienstag, 05 März 2013 21:58)

    ... muss man erst so weit reisen, um Zuhause anzukommen...Danke für deine , wie immer so schön zu lesenden Gedanken und das Teilen deiner ErFAHRung ( dabei bist du ja eigentlich geFlogen;) )

  • #4

    Melanie Fanzott (Dienstag, 05 März 2013 22:02)

    Wow! Liebe Daniela deine Worte sind Balsam für Augen, Herz und Seele! Es freut mich so sehr, dass du eine wundervolle Reise hattest! Vielen Dank für das Mitteilen :) und die schönen Bilder!
    (Und schön, dass du wieder da bist und meine Timeline bereicherst ;))
    Von Herzen, Melanie

  • #5

    Silvia Gostner (Mittwoch, 06 März 2013 16:16)

    ... danke für Deine wunderschönen Bilder... Du sprichst mir ganz und gar aus der Seele, was den christlichen Glauben, Jesus, Maria, Maria-Magdalena, ... anbelangt. Ich gehe selten in die Kirche (Gottesdienst), aber wenn ich im Ausland bin und eine Kirche, Kapelle o.ä. sehe, gehe ich sehr gerne hinein - bissl wie "daheim"... da ist alles vertraut...
    Licht&Liebe - Silvia

  • #6

    Theresa (Freitag, 15 März 2013 09:18)

    Wie schön es doch ist, festzustellen, dass es zu Hause doch am Schönsten ist. :-) Und dass das eigene für einen eben richtig ist. -
    Ich habe viel in der Ferne gesucht und die Sehnsucht besteht noch immer, doch für mich ist es die wahre Kunst es auch in meiner Heimat zu entdecken und zu leben.

  • #7

    Angela Kaiser (Freitag, 15 März 2013 15:54)

    Liebe Daniela,
    wie wohltuend, sich so angekommen zu fühlen in den eigenen Wurzeln. Ja, die Vertrautheit der eigenen Kultur erlebe ich in zB der Ritualarbeit. Ich liebe die, die sich auf meine Heimat beziehen, auf alles, was aus unsere Kultur kommt, aus den keltischen Wurzeln und früher. Das ist mir vertrauter als Rituale aus anderen Kulturkreisen. Ein kirchen-gläubiger Mensch bin ich nicht, doch das Gespräch mit den Heiligen meiner Heimat, gerade mit Mutter Maria, oder Jeshua, das fühlt sich richtig stimmig an. Ich mag auch zB KwanYin und ihre Energie, oder auch Laksmi, doch ein wirkliches behütet sein empfinde ich hier. Und dann kann ich auch bitten, und ebenso in diesem Sinne leben. :-)
    Alles Liebe, Angela

  • #8

    Cassandra (Mittwoch, 15 Oktober 2014 08:01)

    Ja, eine Reise nach Indien muss ein wunderbares Erlebnis sein - toll beschrieben mit sehr viel Gefühl.