Der Segen der Ernährung

Ernährung ist mir mehr als nur etwas gegen den Hunger. Nahrungsmittel, Kochen, Essen ist für mich Teil meiner gelebten Spiritualität. Mein Körper ist Tempel für meine Seele, deshalb ehre ich meine Körper biete ihm beste Zuwendung dar aus - einerseits für meine Seele, andererseits für den Körper selbst aus Dankbarkeit, dass er ist. Kochen ist mir nicht nur ein sinnliches Vergnügen sondern ich bin dabei auch in tiefer Verbindung mit Mutter Erde und der Vielfalt dessen was sie mir offenbart um mich zu nähren.

"Ich koche nicht gerne", höre ich schon mal im Gespräch mit jemandem. Ich kann das zwar annehmen, doch ich möchte diese spirituelle Handeln, gelebt im Alltag, die Verbindung zu Mutter Erde, ihrer Geschenk und des GenährtSeins nicht missen. Für mich ist Kochen selbst wie ein Gebet im Alltag, das mich in den Augenblick bringt, mich erdet und im Hier und Jetzt ankommen lässt. Meine Gedanken sind während meines Tuns in Dankbarkeit für diese Vielfalt und auch bei allen Menschen die dazu beitragen, dass es letztlich bei uns "auf den Tisch kommt". So ist der Akt des Kochens für mich ein spiritueller, Danken und Segnen.

Und weil ich so gerne koche, teile ich diese Freude nicht nur im Alltag mit meiner Familie, sondern lade von Herzen gerne Freunde ein. Nicht nur, weil's ein geselliger Abend wird - sondern v.a. weil ich meinen Freunden die Dankbarkeit ausdrücken möchte, dass es sie in meinem Leben gibt. Ich gestalte jede Einladung nach meinem Möglichkeiten zu einem besonderen Fest um Ehre und Wertschätzung gegenüber jenen Menschen auszudrücken, die mich im Leben begleiten.

 

Zuletzt gestern, zwei befreundete Paare teilten den Abend mit uns. Und ich habe mit Freuden ein Festmahl zubereitet, ein veganes Menü: Als Vorspeise gab's klare Zitronengrassuppe, dann gratinierte Feige auf Auberginen-Limetten-Pürree, dann lauwarmen Rote-Rüben-Salat mit grünem Spargel an Balasamico-Soja-Reduktion, Tofulaibchen mit Papayasauce, Kräuterseitlingen und Wildkräutersalat mit Kiwidressing und als Nachspeise Schokocreme mit Ingwer- und Chiliaroma, Erdbeersalat und Maracujasoße.

Apropos vegan - seit gut einem Jahr habe ich diese Ernährungsform für mich gewählt. Bereits zuvor aß ich schon sehr wenig Fleisch und ich hätte niemals geglaubt, dass diese Ernährungsform so ein anderes Körpergefühl bringt, so viel Leichtigkeit, so stimmig - und auch durchlässig und licht und dies unterstützt v.a. meine feinstoffliche Präsenz. Natürlich es ist Umstellung, und auf eine bestimmte Art und Weise lerne ich neu kochen, damit mein Körper auch all das bekommt, was er braucht.

Es braucht gewisse Flexibiliät, denn meine Familie möchte ich nicht zwangsbeglücken, sie haben andere Prioritäten und Bedürfnisse. Auch halte ich nicht starr und stur an veganer Ernährung fest. Denn wenn man mal auswärts isst, kann es mitunter schon schwierig sein - so esse im Restaurant vegetarisch, und bei Einladungen gerne auch Fleisch - denn wenn Freunde für mich kochen, dann macht ihre Liebe und Zuwendung alles wett, was an Ernährungslehre sonst in meinem Leben Prinzip hat.

 

Vielleicht waren euch meine Worte Inspiration, so wünsch ich Euch Freude bei neuen Wegen - lacht, lebt, liebt - folgt dem Bliss !