Das Geld und ich

Diese Woche war ich auf der Bank und hatte ein Gespräch mit dem Chef dort. Als ich zu ihm sagte "Wissen Sie, Geld ist mir einerlei. Es hat für mich keine Bedeutung.Und ob Schulden oder Vermögen, es sind doch alles nur Zahlen, es wechselt lediglich das Vorzeichen". Klar, der Direktor war einiger-massen konsterniert, es passt nicht in sein Bild.

Es ist tatsächlich so, ich hab nicht wirklich Beziehung zu Geld. Natürlich haben wir Schulden, zum einen ist unser Unternehmen sehr investitionsintensiv, zum anderen haben wir erst vor drei Jahren gebaut.

 

Andererseits muss ich ganz ehrlich sagen, hatte ich immer das Glück, dass "für mich gesorgt war". Da war immer ein Job, der mich ernährte und mit dem ich gutes Auskommen fand. Also ist leicht sagen, "Geld hat für mich nicht viel Bedeutung".

 

Dies bedeutet aber nicht, dass ich ihm keine Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenke. Jedesmal wenn ich mein Geldbörsel zücke, um zu bezahlen, kommuniziere ich mit ihm: "Danke, liebes Geld, dass du da bist, wenn ich es brauche." Wenn ich es weiterreiche, segne ich es innerlich "Liebes Geld, sei stets im Fluß und bringe Segen wohin du nun gehst." Und wenn ich vor dem Bankomat stehe und die Geldscheine ziehe, begrüße ich es: "Willkommen liebes Geld, ich freu mich über deinen Besuch".

 

Ich hadere nie mit ihm "Von dir ist zu wenig - oder zu spät". Manchmal wenn es fehlt, oder ich mehr davon brauche (zB rund um Schulanfang, Weihnachten, Urlaub) dann schick ich schon mal eine Botschaft an's Geld: "Liebes Geld, fühl dich eingeladen, ich freue mich wenn du kommst und mein Gast bist".

 

In meiner Berufsleben in unserem Unternehmen hab ich auch mit Geld und Finanzen zu tun, und entscheide auch schon mal, wessen Zahlungsschuld ans Inkassobüro abgetreten wird. Immer schicke ich ein paar Tage zuvor dem Geld das Bewusstsein - "Hallo, da ist jemand, der könnte dich brauchen". Und genau das tu ich auch in meinem Alltag, ich kaufe stets die Zeitung der Arbeitslosen, auch wenn ich sie nicht lese, und ich spende regelmässig in einen Hut oder eine Dose, die ein Bettler vor sich stehen hat. Ebenso wie ich ein Teil meiner Arbeit stehts karikativen Zwecken zukommen lasse. (mehr dazu hier)

 

Aus meiner Arbeit als Coach weiß ich allerdings dass viele Menschen geprägt sind von einem ambivalenten Verhältnis zum Geld, von klein auf erlebten sie in ihren Familien Geld als Anlass zu Streit und Diskussion, Verurteilung von jenen die's haben oder auch ans Geld selbst, wie "Geld stinkt", "leicht verdientes Geld ist nichts wert", "Geld das schnell kommt, geht schnell" usw. - da nützt es dann nichts, wenn ich das Geld zu Menschen "schicke" wenn sie ihre Blockaden errichtet haben oder den Fluss unterbrechen weil sie horten.

 

Mit dem Wandel der Zeit ist es auch an der Zeit ein neues BewusstSein für Geld entstehen zu lassen, und auch hier sind wir alle aufgerufen unseren Beitrag dazu zu leisten. Deshalb frage ich euch - wie ist denn eure Einstellung zum Geld? Was macht es mit dir wenn du an Geld denkst? Stresst dich der Begriff? Ist deine Beziehung zum Geld eine gesunde?

Ich freu mich auf euer Erzählen ..


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