1. Advent und die Geschichte vom Adventkranz

Kaum ein Haushalt, der während der Adentzeit nicht von vier Kerzen begleitet wird, von Sonntag zu Sonntag wird eine zusätzliche Flamme entzündet. Aber wo kommt der Brauch dazu eigentlich her?

Mit dem ersten Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Das lateinische Wort Advent bedeutet Ankunft, die Ankunft Gottes in Jesus Christus. So ist die Zeit des Advents eine Zeit des (Er)Wartens.
Im Jahre 1894 wollte der evangelische Theologe Johann Wichern, der in Hamburg ein Waisenhaus führte, den Kindern mit einem Adventskranz zeigen, wie lange sie sich noch bis Weihnachten gedulden müssen. Dafür nahm er ein großes, hölzernes Rad einer alten Kutsche und setzte 28 Kerzen darauf: 24 kleine rote und vier dicke weiße. Diesen Kerzenkranz hat er anschließend im Waisenhaus aufgehängt.

Bildquelle: Stiftung des Rauhen Hauses Hamburg
Bildquelle: Stiftung des Rauhen Hauses Hamburg

Die weißen Kerzen standen für die Sonntage, die roten Kerzen für die Wochentage dazwischen. Dieses Wagenrad hatte einen Durchmesser von fast 2 Meter, und Jahre später hat Johann Wichern das Wagenrad mit Tannenzweigen geschmückt.

Immer mehr evangelische Gemeinden haben in den folgenden Jahren den Adventskranz eingeführt. Auch die Katholiken haben diesen Brauch für sich entdeckt, 1925 wurde in Köln zum ersten Mal ein Adventkranz aufgehängt. Dieser hatte allerdings nur vier Kerzen, für jeden Adventssonntag eine.

Auch in die Wohnungen der Menschen sollte der Adventkranz Einzug halten, und aus praktischen Gründen wurde auf das riesige Wagenrad verzichtet und seither ersetzt es der gebundene Tannenkranz.

 


Für mich symbolisiert der Adventkranz auch den wiederkehrenden Jahreskreis und das unendliche Leben meines Selbst. Das Grün der Tannen symbolisieren das Leben und die Heilung. Auch der Kreis bildet das energetische Muster für "Heilung".

Das Wort "Heilung" steht für mich in erster Linie in der Begrifflichkeit "Ganz werdens" - und das übersetzt: "Immer mehr ICH werden, immer mehr mein ICH leben, immer mehr ICH sein". Das bedeutet auch sich immer mehr dem eigenen Licht zuwenden, sich immer mehr dem eigenen Göttlichen zuwenden. Und, sich als solches erkennen - wahr_nehmen.

Deshalb ist mir der Adventkranz als klassischer Kranz wichtig, am liebsten mit roten Kerzen und es ist bei uns Tradition jeden Adventsonntag in Besinnung gemeinsam zu feiern.

 

So wünsche ich Euch einen wundervollen ersten Advent.


mehr über traditionellen Brauchtum und zeitgemässe Spiritualität findest du hin zu den Rauhnächten ... >> hier

Follow on Bloglovin

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Waltraud ILG (Dienstag, 01 Dezember 2015 09:28)

    Liebe Daniela,
    herzlichen Dank für Deine für Deine ruhigen und lichtvollen Gedanken zu unserer Zeitqualität.

    Es tut so gut bestätigt zu werden im still bleiben, mit den feinen Energien mitzuschwingen und im tiefen Vertrauen zu leben, dass Liebe für immer die stärkste Kraft ist.
    Mit Herzensgrüßen,
    Waltraud