Wo ich am liebsten meditiere ..

"Alles im Leben ist Meditation." So oder so ähnlich liest/hört man die Hinweise der großen Weisheitslehrer oft. Und dennoch bindet sich unser Bewusstsein oftmals zu sehr an Vorstellungen. Zum Beispiel beim Thema "Meditation". Es braucht ein ruhige Ecke, es braucht vermutlich einen kleinen Altar, es braucht Räucherstäbchen, entspannende Musik oder andere rituelle Handlungen ... - um meditieren zu können, um Zeit für die Meditaton zu haben, um Meditation in den Alltag zu integrieren. Oftmals höre ich sogar von Seminarteilnehmern "Ich würde gerne öfter meditieren, aber ...." und dann kommt eine der Vorstellungen als Erklärung (zur Ausrede) warum's eben nicht so möglich ist.

Das ist einer meiner liebsten Platze meiner Meditation. Tagtäglich beginne ich meinen Morgen hier. - In der Dusche.

 

Eigentlich war es keine Absicht, als dass ich mich hingestellt hätte und gesagt hätte "Ich meditiere ab heute beim Duschen". Nein, vielmehr war es einfach eine Erfahrung, als dass ich feststellte, dass ich beim Duschen ganz präsent bin. Das ich ganz im Augenblick bin und es mir dort gelingt meine Gedanken zuvor abzustreifen wie die Kleidung.

 

Und so geschieht es, dass unverhofft beim Duschen die Botschaften meiner Seele auftauchen. Gedanke, Wege, Lösungen nach denen ich im Alltag schon gesucht hatte oder auch ganz unverhofft ein Impuls wo ich fühlte: "Der ist wichtig, den setz ich um ohne wenn und aber"...

 

Und seit ich die Dusche als "spirituellen Akt" in meinen Alltag bewusst integriere, spare ich nicht nur Zeit, sondern ich habe das Ritual dort etwas erweitert. So reinige ich mit meiner Intention nicht nur den Körper sondern auch meine Energiefelder - so visualisiere ich auch eine Lichtdusche und es geschieht Reinigung auf allen Ebenen.

 

Oftmals geh ich auch mit einem bestimmten Thema in die Dusche, für welches ich um einen Input ersuche. Klappt fast immer, als dass ich die Dusche dann mit einer Idee dazu verlasse.

 

Ich kann dort einfach gut für mich sein. Und außerhalb wartet ein Block und Bleistift, damit ich die Gedanken dann gleich notieren kann, und sie mir nicht während Haare fönen, Körper einschmieren und Schminken dann verloren gehen ...

 

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Und welches sind deine liebsten Meditationsplätze?

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Kommentare: 3
  • #1

    Inge Tabbica (Montag, 13 Januar 2014 20:30)

    Ich habe gerade gemerkt, dass ich fast Meditationsprofi bin, obwohl ich das Gegenteil von mir angenommen habe. Letzten Donnerstag ist aus geplantem Fensterputzen einvorgezogener Frühjahrsputz geworden. Es ist einfach so passiert, ich habe die ganze Zeit gesungen oder gepfiffen, war ganz bei mir und total glücklich, wie bei allem was ich tue. Ich tue es gerne und bin immer ganz bei mir. Aber ich dachte auch immer ich brauche Kerzen, Räucherstäbschen, Ruhe.....
    Ich habe mal von einem asiatischen Weisen gelesen, dass er auch auf Flughäfen im grössten Getümmel meditiert, egal was die Menschen von ihm denken. Das ist es!! Tue was für Dich richtig ist, wann und wo immer das ist!

  • #2

    Daniela Hutter (Dienstag, 14 Januar 2014 13:35)

    es geht nur um bewusstes SEIN .. wo immer wir SIND, liebe Inge

  • #3

    Anita Membier (Mittwoch, 22 Januar 2014 16:37)

    Ich dachte früher auch immer, Meditation bedeutet sich in einen Raum zurückziehen mit Räucherstäbchen und ruhiger Musik, am Boden sitzend... Bis jemand meinte, warum, man könne doch immer und bei jeder Tätigkeit meditieren. Das öffnete bei mir einen Knopf. Denn ich bin liebend gern in meinem Garten, betrachte die Pflanzen und beobachte die Tiere, die sich da tummeln, oder geniesse einfach nur den Wind, der mich streichelt. Das ist für mich Meditation, da bin ich bei mir, fühle mich in meinem Zentrum und ruhig. Oft habe ich dabei gute Ideen.
    Auch beim Handarbeiten oder Duschen gelingt mir das gut.
    Seit ich diese Erkenntnis hatte, dass Meditation viele Gesichter hat, sehe ich das Thema viel entspannter, mache mir innerlich keinen Druck mehr, von wegen "ich sollte mich zurückziehen und meditieren..." sondern es geht oft von ganz alleine.