Palmsonntag, Jesus und das Geschenk meines Mannes

Der heutige Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern. Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. 

 

Damals haben ihm die Menschen Palmzweige gestreut. Dies war Ausdruck ob dessen dass sie in ihm den siegreichen König sahen. Palmen wurden vielerorten als heilige Bäume verehrt und galten als Sinnbild des Sieges und der Unabhängigkeit.


Heutzutage wird diesem Ereignis mit dem Brauchtum der Palmweihe und den Palmbuschen gedacht. Doch es gibt auch die Quelle die besagt und erklärt, dass es sich hierbei um einen heidnischen Osterbrauch handelt: die geweihten Zweige sollten nicht nur das Haus vor Blitz und Feuersgefahr schützen, sondern sie werden auch mit den Schalen der Ostereier und den Kohlen der Osterfeuer in den Ecken der Felder eingesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen.

In meiner Familie war es üblich, dass der Palmbuschen einen Platz am Hauseingang bekam. Er war sozusagen ein *Hüter* der nur *die gute Absicht* ins Haus liess. Der Hüter hatte dort lange seinen Platz, bis er unansehnlich wurde, und dann habe ich stets einen "Teil" in die Dekoration des Eingangs "eingebaut" als dass tatsächlich über das Jahr stets der Palmbuschen mit seiner Kraft uns beschützt.

 

In der christlichen Kirche ist diese Wochen nun die heilige Woche. Die gesamte Woche ist geprägt von der Leidensgeschichte Jesu bis hin zu seinem Tod. Mit dem Ansinnen der Kirche, all seine Aufmerksamkeit dem Leid zuzuwenden, fühle ich mich nicht wohl. Es macht mich klein und begrenzt die Fähigkeit meiner Wahrnehmung. Diese Haltung habe ich schon vor Jahren abgelegt und die Freiheit die ich mir damit schenkte eröffnete mir Zugang zu einer neuen Sichtweise in der großen Geschichte.

 

Dieser Tage spüre ich die Erinnerung, dass uns Jesus die bedingungslose Liebe lehrte, dass er es uns vorlebte, diese Liebe zu den Menschen zu bringen, auch wenn der Weg oftmals mühsam ist und ihre Antwort seinem Tun nicht angemessen ist. 

 

Jesus hat gelehrt und mich damit erreicht, was es bedeutet dem Ruf zu folgen, sich seiner Berufung hinzugeben, auch wenn es anstrengend ist und Bequemlichkeit lockt.

 

Die Geschichte erzählt, dass Jesus damit dem Auftrag seines göttlichen Vaters gefolgt ist - und er erinnert mich: es gibt einen Auftrag, direkt vom Göttlichen an mich. Es erfordert die Hingabe und das Vertrauen, bedingungslos. Kein Platz für Plan, Kalkül und Abrechnung. Menschlichem Ego erscheint dies schwerlich plausibel.

 

Deshalb sind es diese Tage, die ich dieser Erinnerung widme und mit dem Bild Jesu mein Ritual zelebriere und meine innere Aufmerksamkeit ganz bewusst lauschen lassen werde:

welches ist der höhere Auftrag, der mir gilt
welches ist der RUF, in dem meine BeRUFung geborgen ist
und wann bin ich versucht, dass mein Ego das Ruder übernehmen will

und mein menschliches Ego, das die große Geschichte, niemals erfassen kann, damit mein wahres Ich möglicherweise kontrolliert, begrenzt und klein hält.

Mein Mann hat mir heute einen Palmstrauß geschenkt.

 

Wir teilen die Liebe zu diesem Tag und auch jene, den Tag zu ehren. So begleitet mich die Liebe nicht nur innerlich zu mir selbst, auch äußerlich mit diesem Geschenk.

 

Und ein Teil dieses Straußes wird seinen besonderen Platz erhalten, bis zum nächsten Ritualtag, den ich meiner Innenschau widme.

 

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