Welche Lust auf's Leben ich habe

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Kennt Ihr das? Das Leben spannt uns ein und manchmal folgt man dem Leben wie ein Esel, jenem, der die Karrotte vor der Nase hängen hat. Ich auch. Und manchmal scheint es, da hängt nicht nur eine Karotte, da hängt ein ganzer Bund davon. Vielleicht sogar ein ganzer Bund an Gemüse.

 

Man folgt diesem, man folgt jenem - und man meint sogar es wäre ein Bedürfnis, das ureinzige. Ja. So geht's mir auch. Über viele Jahr bin ich in meinem Tun meinem Leben gefolgt. Das was das Leben mir vor die Nase hielt und es erschien mir erquicklich ihm zu folgen, und es schmeckte sogar, mir.

 

Dennoch, plötzlich hatte ich einen Nachgeschmack. Und den galt es zu ergründen.

Nicht dass ich ihm nicht auf die Spur gekommen wäre. Doch es hat mich ratlos hinterlassen. Es schien als wäre das Leben explodiert, so viel davon war plötzlich da - so viel davon hat mich plötzlich umgeben.

 

Doch all das war nicht unbedingt nur "mein Leben". Das Leben selbst, das Leben aller strömte auf mich ein. Ich begann mich umzusehen, und dabei hätt ich mich beinah verloren. Denn mit dem Umsehen entdeckte ich so viel, was mir gefiel. Selbst wenn sich diese Worte reimen, sie haben mir nicht gut getan. Denn ich wollte auch, dieses und jenes. Und jenes und dieses schien mir stimmig für mich. Von dort und da schien mich das Leben einzuladen und es schmeichelte mir. Von hier und da hatte mich das Leben schon und ich fühlte mich in der Verbindlichkeit.

 

Allen wollte ich es recht machen, nicht zuletzt mir selbst, nicht zuletzt dem Leben, das ich mir mit seiner Vielfalt und dem großen Feld des Möglichen wohl vor die Nase gehängt habe. Und plötzich erschien ich mir, wie ein Sandkorn in der Wüste, verloren unter vielen ... Sandkörnern im vielen des Lebens.

 

Und es galt mich selbst wieder zu ergründen und dabei erinnerte ich mich, an die Sätze die ich selber lehre, der weibliche Weg ist ein Weg in das Innere. Ja, das war es wohl. Denn unbewusst bin ich ins Außen gegangen, hab mich in der Welt des Außens verloren. Ganz subtil ist es geschehen, wohl auch ein Erfahrungsweg, der mich letztlich wieder zu mir geführt hat, mehr denn je. Dem bin ich gefolgt. Unergründlich schien es, tiefer und tiefer. Doch habe ich MICH dabei wieder gefunden, Kontakt mit mir hergestellt. Allem voran mit meinen Werten. Auch mit meinen Bedürfnissen. Ja, und mit meinem Licht. Es scheint von Innen nach Außen und nicht umgekehrt.

 

Ja, und da plötzlich spürte ich MICH wieder und ich spürte die Lust auf ein Leben mit mir, mit meinen Werten, mit meinen Bedürfnissen, mit all dem was ich bin und was ICH habe ... FÜR das Leben - und jetzt bin ich auch (wieder) bereit das alles zu geben. Dem Leben. Und nicht umgekehrt.

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit (2013).

mehr Info zu den Büchern >> hier

Wie geht's denn dir mit dem Leben?

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Kommentare: 1
  • #1

    Angelica (Donnerstag, 13 November 2014 13:09)

    Die Umwelt ist ein super Lehrer, wenn man immer wieder um Gefallen gebeten wird.
    Gefallen: ich falle... hin
    ich gefalle... anderen
    ich bin...Falle
    Hin und wieder brauche ich ein fallen zu meinen Gunsten.
    Durch das Gefallen wollen, werden wir, zu einer eigenen Person.
    VERFALLEN/GEFALLEN/Fallen KANN ICH NUR WENN ICH NICHT GANZ NAH BEI MIR BIN.

    Durch ein Innehalten und schauen passen meine Ziele noch, bin ich wieder nah bei mir.

    Liebe Daniela, vielen Dank für Deine lieben Hinweise