Die heilige Barbara

Die heilige Barbara ist wohl eine der bekanntesten Heiligen der Geschichte. Dennoch gibt es verschiedene Erzählungen zu ihrem Leben. Zur Heiligen macht sie, wie zumeist die Geschichten der christlichen Kirche, dass sie den Tod einer Märtyrerin starb.

 

Die Legende erzählt, dass Barbara – selbst bildhübsch – ihre zahlreichen Freier zurückwies. Ihr Vater, ein gewisser Dioscuros, sah das nicht gerade gerne. Er war ein roher Kerl – so will es die Legende – und zudem ein fanatischer Christenhasser. Als er erfuhr, dass sich Barbara regelmäßig heimlich mit einer Gruppe von Christen traf, ließ er einen Turm bauen, um seine Tochter darin einzusperren. Da bekannte Barbara ihrem Vater, sie habe sich taufen lassen. Das war für Dioscuros eindeutig zuviel: Er ließ Barbara brutal martern und schlug ihr schließlich eigenhändig den Kopf ab. Doch die Strafe folgte auf den Fuß: Kaum hatte Dioscuros das Schwert beiseite gelegt, wurde er von einem Blitz erschlagen, heißt es in der Barbara-Legende.


Barbara bildet mit Katharina und Margareta die Gruppe der „drei heiligen Madeln” (Bauernpatroninnen) unter den 14 Nothelfern. Ergänzt um die heilige Dorothea bilden die vier Frauenheiligen die „quattuor virgines capitales”, also die vier besonders heiligen Jungfrauen. 

 

Die Verehrung der Hl. Barbara hat sich weit verbreitet. Weil sie lange in einem Turm in der Finsternis eingesperrt war, wurde sie auch u.a. zur Schutzpatronin der Bergleute, die ihre schwere Arbeit auch zum größten Teil in der Finsternis des Berges verrichten müssen. Sie wird auch besonders bei uns von den Bergleuten heute noch hoch geschätzt und verehrt. 


Außerdem gilt sie auch für die "dunkle" Stunde des Todes als Patronin der Sterbenden. Wer die heilige Barbara anruft, wird nicht ohne Sterbesakramente sterben. Die heilige Barbara war die Garantie für den Eintritt in das himmlische Paradies.


Und welche Geschichte bringt uns nun diese Legende?

Zunächst ist da der Name: "Barbara" bedeutet "die Fremde", anders ausgedrückt, die Andersartige, nicht Eingegliederte, die die auf die Menschen fremd wirkt. Als Fremde ist sie zugleich die freie Frau und die unverstandene Frau.

 

Barbara wird mit oft grünen Gewändern dargestellt. Grün ist die Farbe der göttlichen Schöpferkraft. Der Kelch, mit dem Barbara auch dargestellt wird, erinnert an den Kelch, den ihr der Engel gereicht hat. Der Kelch ist ein altes weibliches Symbol. Die Frau ist die nährende Mutter. 

 

 

So ist es die heutige Zeitqualität,  die uns einlädt nachzufühlen:

  • "Wo fühle ich mich fremd" - oder andersrum, wo "passe ich mich zu sehr an, um nicht Fremde zu sein". Womöglich aus Angst, alleine zu sein.
  • Aber auch die Frage, "fühle ich mich fremd in der Welt?" Warum? Und was macht das mit mir?

  • Welche Aspekte meines Lebens wollen genährt werden? Vielleicht ganz konkret auch jene aus dem Bild des Turmes, welches wir in der Legende sehen. Der Turm symbolisiert die festen Fundamente, die wir im Lebben wählen. Hast du sie für dich definifert? Schenkst du ihnen ausreichend Aufmerksamkeit?

    Im Kontext dazu sind es die Qualitäten von "Standfestigkeit", "Rückzug", "Orientierung", "Richtung", "Halt" - unter welchen wir die Themen unseres Weges und Alltages betrachten können.

  • Barbara versteht man aber auch als Lichtbringerin. So könntest auch dieses Licht für das Versteckte, noch nicht sichtbare einladen - auf deine Fragen oder dein (noch)NichtWissen bzw. (noch)NichtSehen.

 

 


Anregung

Das Schneiden von Barbarazweigen (Zweige von Obstbäumen) hat eine lange Tradition und reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Legende nach soll ein Kirschbaumzweig, den die Heilige Barbara auf Ihrem Weg ins Gefängnis in eine Vase gestellt hat, völlig unerwartet an Ihrem Todestag geblüht haben. Somit sollen der Brauch und das Aufblühen der Knospen Leben, Licht und Freude in die dunkle Jahreszeit bringen – in Gedenken an die Heilige Barbara.

 

Nach regionalem Volksglauben bringt das Aufblühen der Barbarazweige Glück im kommenden Jahr. Teilweise ist es Brauch, dass die jungen Mädchen jedem einzelnen Zweig den Namen eines Verehrers zuweisen. Der Zweig, der zuerst blüht, soll auf den zukünftigen Bräutigam hinweisen

 

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönlicheCoachings an.

Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint 2015.

mehr Info zu den Büchern >> hier

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Kommentare: 2
  • #1

    Barbara (Samstag, 06 Dezember 2014 11:51)

    Hallo, ich bin auch eine Barbara. So wie meine Großmutter, die im November sagenhafte 104 Jahre alt geworden ist. Die Fragen zur Zeitqualität finde ich sehr passend. Vor allem das Thema fremd sein und anpassen. Ich kenne das gut. Ich lebe derzeit in der Fremde, in Australien, fern von meiner Heimat Österreich. Ich habe beides, ich fühle mich fremd und gleichzeitig habe ich zu Beginn sehr stark versucht, mich anzupassen.
    Der Begriff Lichtbringerin ist neu für mich. Das freut mich zu hören.
    Barbarazweige habe ich immer geschnitten, jetzt macht dies meine Mutter für mich.
    Danke und liebe Grüße, Barbara

  • #2

    Barbara (Sonntag, 07 Dezember 2014 10:44)

    Für mich ist meine Namenspatronin ein besonderes Vorbild u. ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Namen tragen darf! Ich fühle mich auch oft "anders bzw. fremd", aber das ist alles im positiven Sinne, denn ich lebe aus meiner inneren Überzeugung u. höre auf die Botschaften meiner lichtvollen Helfer.
    Danke an dich liebe Daniela, dass du uns immer wieder mit zu Herzen gehenden Botschaften unterstützt!