Ostern & das eigene Erwachen

Ostern ist mit Pfingsten das älteste Fest der Christenheit. Sein Datum richtet sich nach dem Vollmond. Steht im Frühjahr der erste Vollmond am Himmel, so ist der darauf folgende Sonntag der Ostersonntag.

Der Ursprung des Namens scheint in dem althochdeutschen Wort für Ostern, "ostarun" zu liegen. Es bedeutet Morgenröte


Auch die germanische Frühlingsgöttin, Ostara, scheint Namensgöttin zu sein. Im Angesächsischen hieß sie "Eostrea", Im Lateinischen "Aurora". Ihr zu Ehren sei jedes Jahr ein Frühlingsfest gefeiert worden. Es ist ist nicht unüblich dass die Kirche die "heidnischen" Feste in ihre Kultur übernommen haben, um sie "verschwinden" zu lassen.

Es gibt aber auch die Erklärung es sei einfach der "Osten" (Aufgang der Sonne) oder auf das mittelhochdeutsche "Urständ" (= Auferstehung) auf welche der Ursprung der Bezeichnung zurückzuführen sei.

 

In meiner Betrachtungsweise kommt es (mir) viel weniger auf das "Wissen" wie das "innere Bild" an. Dieses hab ich schon in den letzten Tagen als ich über meine "Übersetzung" von den Osterfeiertagen geschrieben habe. (hier nachzulesen>> Gründonnerstag und Karfreitag).

 

Ich fühle als inneres Bild für mich, dass es eben um diese "eigene Auferstehung" geht, die die Qualitäten dieser Tage uns anbieten, all jenes was in uns (noch) ruht, und zum Leben (wieder) erweckt werden will. Das kann man durchaus mit einem nicht lebendigen Schlaf sehen - todesähnlich, wie Dornröschen. Auf Seelenebene haben wir viel mehr  in uns angelegt, als wir heute noch leben. Dies mit dem Zweck des Prozesses es lebendig werden zu lassen, es zu entwickeln, um es zu erwachen lassen - all jenes, das wir an wahrem Sein und vielfacher Größe dessen, was wir im Moment "nur" in uns tragen und noch nicht leben.

 

  • an dieserStelle - reflektiere: Was ist es in dir, dass endlich erwachen möchte? Endlich (mehr) gelebt werden will? 
  • In welchen Aspekten des Alltags bist du (noch) Dornröschen?


So mag ich auch sehr die Tradition des Lichtes. Im volkstümlichen Brauch kennen wir die Osterkerze. Man kennt sie als Sinnbild für den auferstandenen Christus als "Licht der Welt". Meine Kerze gilt mir. Sie begleitet mich durch die Fastenzeit, in der ich mich bewusst "auf mich reduziere", in einen Prozess der Tiefe gehe, um noch mehr von mir erwachen zu lassen. An Ostern wähle ich eine Kerze, die mein "inneres Licht" repräsentiert, und das ich an den folgenden Tagen des Jahres ganz bewusst täglich entzünde mit der Intention, mein Licht zu nähren - täglich. Dies im alltäglichen Tun, eingebettet in die Pflichten und Aufgaben, die der Alltag bringt.

 

  • halte inne: WIE wirst du dein inneres Licht nähren?


Ein anderer Osterbrauch ist jener der Speisensegnung. Am Ende der Fastenzeit werden Speisen wie Eier und Fleisch, gesegnet. Der Glaube des Brauchtums verheißt dass durch diese österliche Segnung diese Speisen besondere Bedeutung und Kräfte erhalten.

 

Dieses Bild benütze ich für mich -

 

  • was wird mich nun nähren?
  • Was wird mein Licht nähren?
  • Was ist es, dass meine innere Auferstehung nährt?

 

Und jene Impulse, die mein Unterbewusstsein mir schenkt - "segne ich ab" - indem ich ein inneres Commitement eingehe, und mir verspreche. "Ja, ich werde" .. mich damit nähren.

 

 

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Fotocredit: shutterstock_315111953

 

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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) „Mach dein Leben hell“ (2015).

 

Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch "Das Yin-Prinzip" (erscheint im August 2016)

 

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Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen

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