Wintersonnwende - Beginn der Rauhnachtszeit

Daniela Hutter schreibt im YinPrinzip über zeitgemässe Spiritualität und die erwachende Weiblichkeit, Zeitqualität und erinnert die Frauen an Sisterhood

Wintersonnenwende feiern wir heuer am 21. Dezember.
@ all,  die mein Buch für die Rauhnächte haben, mögen sich erinnern, der Mond will von uns einen flexiblen Zugang zum Jahr (so wie zum Leben auch) und hält sich nicht so starr an den Kalender, wie wir Menschen es manchmal tun.

 

Die längste Nacht, der kürzeste Tag.  Mit dem diesem Tag erreicht uns auch die "Wende", das Licht kehrt (dann) zurück - die Tage werden wieder länger, die Nächte kürzer. Doch zunächst kehrt Ruhe ein, absolut. Alle Energien und auch das Leicht verweilen an ihrem Tiefpunkt. Merkur ist noch rückläufig - das unterstützt auch. Aufmerksamkeit geht nach Innen. Das ist der "Sog" den manche wohl schon spüren, in den letzten Tagen.

Dort gilt es zu klären, die Basis (neu) zu festigen. Und auch um  "wieder" zu sehen, braucht's zuvor die Klärung. So wie die Natur, sich im Energielevel dieser Tage "neutral" hält (um dann ab dem 24.12. wieder "nach aufsteigend zu wirken") - so ist es auch wichtig, dass wir selber diese Klärung in unserem Leben einleiten, um dann aus der eigenen Tiefe heraus, das neue Leben erwachen zu lassen.

Die Natur erinnert uns an die universellen Energien und Kräfte, stellt sie uns auch als "nährende Qualität" zur Verfügung.  Sich bewusst in dieser Tiefe einzulassen, um von dort sich zu nähren, so lautet die Einladung der Zeit dieser Tage. 

Nichts (mehr) tun, scheint es uns zuzurufen. Die Stille, die Ruhe lädt ein. Aber nicht zum NichtsTun, wie wir es als Mensch oft (miss)verstehen. Bewusst will nichts getan werden. Als dass wir ebenso bewusst mit den Energien sind - im Nichts. Im Sein. 


Wenn wir uns  auf die Qualität des Tages einlassen, so können wir im übertragenen Sinne dieses Licht auch auf unseren Alltag lenken, denn jeder von uns hat wohl seine Bereiche wo es "dunkel" ist, wo man meint, das Licht, die Antwort, die Lösung, den Weg, das Ende des Tunnels ... nicht zu sehen.

Dies tue ich indem, ich mir selbst die Themen "offenbare", die geistige Welt um Unterstützung bitte in den Bereichen X oder Y (dies könnte sein, Beruf, Partnerschaft, oder andere für Dich wichtige Aspekte deines Lebens). Möglicherweise lege ich an diesem Zeitpunkt schon eine "Widmung" für die Rauhnächte fest, d.h. ein Thema das ich besonders ergründen will, den Fokus setze.

  • Halte inne und reflektiere: In welchem Bereich deines Lebens brauchst du / wünschst du dir Licht.
  • In welcher Form soll es dich erreichen? Als Erkenntnis, als Unterstützung, als nächster Schritt?
  • Hast du vielleicht, genau jetzt, eine konkrete Erkenntnis für ein aktives, gelebtes Tun dazu?

Die Stille der Zeit ruft. Und dennoch will und muß dieser Tage noch einiges getan werden. Besser als letztes Weihnachtsshopping zu erledigen, wäre, wenn wir diese Tage vor dem Heiligen Abend uns selbst Zeit schenken, um "zu klären und zu neutralisieren". Ganz praktisch: aufräumen, zu Ende bringen, bedanken.

Noch praktischer: 'Weihnachtsputz, ungenützte Newsletter abbestellen, veraltete Nummern aus dem Handy löschen, Bücher aussortieren, Schulden (zumindest teilweise) begleichen, ein offenes Gespräch erledigen, einen längst erwünschten Kontakt wiederherstellen, Karten schreiben.

 

Und auf energetischer Ebene mag ich das "Räuchern" - so räuchere ich dieser Tage mit Myrrhe oder reinigenden Räuchermischungen. Ganz bewusst hole ich letzte (Licht)Dekoration ins Haus, zünde Kerzen an  - um diese "dunklen Stunden" zu erhellen und dem Licht "entgegenzugehen" - das am 24.12. mit der Geburt Jesus im christlichen Kontext die Menschen als Geschenk erreicht.

 

Und natürlich stimme ich mich mit (meiner) Meditation auf die Rauhnachtstage ein, aktiviere mein persönliches Schreibbuch um mit der Magie der Schriftlichkeit, der Ausdruckskraft des Schreibens, noch tiefer in mich einzutauchen.


Die tiefste Nacht.

Sie umarmt die längste Dunkelheit. Nicht immer können wir Dunkelheit genießen. Viele Menschen fürchten sich davor, es macht sie unsicher brauchen Licht. Manche Menschen fürchten sich in anderer Weise davor, unbewusst. Sie fürchten sich nämlich vor der inneren Dunkelheit, vor ihrer eigenen Tiefe. Dann wählen sie (unbewusst) die Oberfläche - und verbergen die tiefe eigene Essenz vor sich selbst.

 

  • Halte inne und reflektiere - wann switchst du unbewusst an die Oberfläche?
  • Welche Bereiche deines (er)Lebens, Seins, Wahrnehmens lassen dich vor deiner Tiefe zurückweichen?

Die tiefste Nacht. Diese Bezeichnung kennt man auch für diese Nacht, die die Rauhnachtszeit eröffnet. Die Tiefe und das Dunkle sind der Ruf des YIN. So weiß man aus dem alten Wissen, dass man diese Nacht bei den Kelten auch die Mutternacht nannte, althochdeutsch Modranecht. In dieser tiefen dunklen Nacht gebar, so erzählte die Geschichte, die Muttergöttin, ihr Kind - das Sonnenkind - in der Tiefe der Erde.  Daher kommt auch das Bildnis, dass unser Weihnachten ursprünglich als Fest der Muttergöttin gewidmet ist.

Auch das Bildnis der Mutter mit dem Kind finden wir  in anderen Kulturen. Die meisten Mysterienkulte feierten die Geburtdes „göttlichen Kindes“ an den Tagen um die Wintersonnenwende.


Ebenso wie das Fest hin zum Licht des Mithras-Kult, auch in Ägypten der Isis und die Geburt des Horuskindes.

 


Der Tag der Wintersonnenwende ist auch als ThomasNacht bekannt.

 Er wurde von der christlichen Kirche dem heiligen Thomas gewidmet. 

Thomas war einer der Apostel und ist als der "ungläubige Thomas" bekannt, dies weil er nach der Auferstehung Jesu' seine Zweifel hatte und erst daran glauben konnte als er die Wunden Jesu' berührte. 

Später zog Thomas als Missionar durch den Nahen Osten und Vorderasien. Der Legende nach soll er in Persien gewirkt und dabei mit den heiligen Drei Königen zusammengetroffen sein, die er taufte und zu Bischöfen ernannte. Danach zog er weiter bis nach Indien, wo er vermutlich in Mailapur, einem Vorort der heutigen Großstadt Madras, wo er durch Schwert oder Lanze den Märtyrertod gefunden haben soll.

 

Noch heute steht an jenem Ort, dem Thomasberg, eine Kirche zum Gedenken an den Apostel. In ihr wird das Thomaskreuz aufbewahrt, dessen Inschrift die Geschichte von den Missionsreisen und dem Tod des Heiligen erzählt. Dort kennt man heute noch die "Thomaschristen".

 

In den apokryphen Schriften wird der Jünger Thomas als Zwillingsbruder Jesu bezeichnet. Im Hebräischen bedeutet Thomas Zwilling.

 

Doch wie kann uns diese Geschichte heute als Zeitqualität, im Verständnis der Energiefrequenz, dienen?

Thomas wollte erst sehen, dann glauben. Geht es uns nicht auch oft so? Dass wir erste sehen (und verstehen) wollen, bevor wir zu glauben (und vertrauen) bereit sein mögen.

  • Halte inne und reflektiere und dann benenne für dich, in welchen Bereichen, Situationen und Themen des Lebens fehlt dir Vertrauen?
  • Wann und wo ist es dein Verstand der immer nach Antworten sucht und dich dabei vielleicht auch blockiert?

Mit diesem Bedürfnis war Thomas dem Irdischen ganz nahe. Im esoterischen Kontext würden wir sagen, der 3. Dimension. Je mehr wir an das Licht glauben und uns dem zuwenden, umso mehr erhöhen wir die eigene Schwingungsfrequenz, vom Irdischen hin zum Feinstofflichen, der 4. Dimension. So ist uns Thomas dahin ein sympathischer Begleiter.

 

"Mein Herr und mein Gott" rief Thomas aus, nachdem er die Wundmale Jesu' berührte und Jesus antwortete ihm, "Selig, die nicht sehen und doch glauben".

Wenn wir jetzt noch die Überlieferung hinzu nehmen, dass  beide Erscheinungen am "ersten Tag der Woche" geschehen sind, also an jenem Tag, da sich die frühe Gemeinde zum Gottesdienst zusammenfand - können auch wir die Botschaft erkennen, dass wir im Dialog und dem Zusammenkommen des Göttlichen (in meinem Verständnis u.a. in der Meditation) das Bedürfnis des "Wissen- und Sehenwollen" die Transformation hin zu "Glauben und Vertrauen" finden.

Welch schöner Ansatz und wundervolle Aufforderung jetzt zu Beginn der Rauhnächte. (mehr zu diesen Tagen findest du >> hier)

  • (m)eine Affirmation für dich:
    Ich öffne mich meiner Intuition und vertrauen meiner tiefen Weisheit, die mein Verstand (noch) nicht greifen kann.

  • (m)ein Impuls für dich:
    Meditiere darüber, wo fehlt dir in deinem Leben derzeit (noch) das Vertrauen. Visualisiere das Bild, die Situation, die Herausforderung und dann atme Vertrauen als heilsame Energie in dieses innere Bild.

    Spüre nach, wie sich innerlich deine Wahrnehmung verändert. 

 

 

(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe 

Fotocredit: pexels.com


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Ganz oft werde ich auch nach dem Jahrescoaching gefragt, das ich seit vielen Jahren anbiete. Dazu bin ich mir noch unklar;  ich spüre nur  - hier will sich etwas verändern. So werde ich das Thema mit in meine Rauhnächte nehmen und dann sehen, was sich zeigen will. Zu gegebener Zeit dann dazu mehr.


Buchtipp

Buch-&KartenSet zu den Rauhnächten
[ für heuer ausverkauft; nächstes Jahr wieder :-) ]

Empfehlung

die Meditation zu den Rauhnächten als Download >> hier



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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

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Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.

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