06.01.2018 - Die HeiligenDrei Könige und die Königinnen .. auch

Rauhnächte Mondmonate Neumond Vollmond Ritual

Heute ist der letzte Tag aus dem Rauhnachtszyklus, wenn auch keine eigentliche Rauhnacht mehr, dennoch ist der heutige Tag ein besonderer - nicht nur weil vielerorts heute Feiertag ist und viele von uns noch frei haben, es wird auch das Fest der heiligen Drei Könige gefeiert, in der katholischen Kirche werden sie als Heilige verehrt.

 

Es gibt viele Geschichten rund um die heiligen drei Könige. Und die landläufige ist wohl jene, die von der christlichen Kirche sehr geprägt worden ist.

 

In der Überlieferung gelten sie als Könige, wohl aber sind sie auch als Philosophen, Sterndeuter und Magier beschrieben. Für viele repräsentieren sie die Kontinenten Asien, Afrika, Europa. Selbst die genannte Zahl ist unterschiedlich, so gibt es in den alten Abbildungen zwei, drei oder vier der Könige zu sehen. Es gibt sogar eine syrisch-aramäische Version, die von 12 Magiern erzählt. 

 

So lädt uns der heutige Tag abschließend nochmals dazu ein, den vergangenen Rauhnächten ihre Philosophie, ihre Be-Deutung, ihre Magie zu geben.

  • Wie könntest du dies hin zu deinem Alltag benennen - ist ein "roter Faden ersichtlich"?

Mein ganz persönlicher Zugang zu den Geschichten der Bibel ist jener der Gleichnisse und so gefällt mir die Deutung von 3 Königen - die drei Lebensalter des Menschen repräsentieren (Jugend - Erwachsenenzeit - weises Alter), und die "dem Licht folgen";  auch das Geschenk der Myrrhe (die Jesus gebracht wurde) trägt ein schönes Symbolbild in sich:  Myrrhe ist eine Heilpflanze; und "Heilung wurde gebracht, indem wir das göttliche Licht (in uns) erkennen". 

 

So könntest du den heutigen Tag auch dazu nützen, ein stückweit mehr zu sehen als nur letzte Rauhnachtszeit. Spanne den Bogen deiner (bisherigen) Lebensgeschichte:

  • Jugend -Erwachsenenzeit ... weises Alter
    Kannst du darin ein Licht sehen, dem du stets gefolgt bist?

  • Das göttliche Licht IN dir ....... kannst du es sehen? Benennen?

Vielerorts gibt es viele Gebräuche des Brauchtums. In der Schweiz, Spanien, Frankreich und England wird der Königskuchen gebacken. In den Kuchen werden traditionellerweise Glücksbringer eingebacken und wer drauf beisst, ist für einen Tag der König. 

 

Der bekannteste Brauch ist vermutlich jener, dass Kinder (mancherorts auch Erwachsene), verkleidet als heilige drei Könige und mit einem Stern, singend und mit Geschichten von Haus zu Haus ziehen. Früher haben sie sich so ein kleines Zubrot verdient, heut wird meist für einen caritativen Zweck gesammelt. Die Sternsinger werden von der jeweiligen Pfarre ausgesandt. Und über so mancher Haustüre kann man dann C-M-B zusammen mit der Jahreszahl lesen, dies wird mit Kreise raufgeschrieben und ist ein Segensspruch: "Christus Mansionem Benedicat" - "Christus segne dieses Haus". Auch die weiße Kreide hat "Funktion", die Geister (Dämonen) können weiß nicht sehen, deshalb "trifft" sie der Segen dann umso heftiger.

  • Welcher deiner Erkenntnisse der letzten Rauhnachtszeit verankerst du nun mit deinem Segen hin zum Leben .. dein Leben als dein *Zuhause deines göttlichen Seins, die/der du bist* ?

 

C-M-B .. K-M-B .. Kaspar-Melchior-Balthasar oder auch .. Katharina-Margaretha-Barbara .. als die drei heiligen Frauen aus dem Team der 14 Nothelfer, die uns selbst die Kirche so vermittelt. Dieses Bild, das sich hier zeichnet selbst trägt für mich damit das Weibliche & das Männliche, Yin & Yang.

 

Der Kreis schließt sich, der Kreis als symbolhaftes Bild der Heilung. Heilung geschieht im "gesamten Bild" das sich uns zeigt, gerade jetzt am Ende der Rauhnachtszeit.

  • Was durfte in dir "rund" werden die letzte RauhnachtsZeit?
  • Worin erkennst du das "gesamte Bild"?
  • auch darin dass es "heil" werden darf?

Nicht unwesentlich für das Bild der Frauen hierzu sind die drei Schutzgöttinnen, die die Kelten kannten: Ambeth, Wilbeth und Borbeth, sie bilden die göttliche Triade als Erd-, Mond- und Sonnenfrau. Es ist davon auszugehen, dass die Kirche sie *unter den neuen Namen übernommen haben*, denn von der Energie sind sie ähnlich zu spüren wie  "Margaretha mit dem Wurm", "Barbara mit dem Turm" und "Katharina mit dem Radl" - die "heiligen drei Madl" - so lautet der entsprechende Merkspruch, den man im Alpenraum dazu kennt.

 

Dort und da sind am 6. Jänner nochmals  die "wilden Gesellen" (Perchtenlauf, Glöcklerlauf u.a.) unterwegs um die Geister, die während der Rauhnächte unterwegs sind, zu jagen und zwar zurück in ihre Welt. Symbolhaft zeigt uns das, dass "die Tore sich schließen", darüber dass in diesen Tagen die "Schleier gelüftet" sind habe ich ja während dieses Rauhnachtszyklus täglich geschrieben. Aber in früheren Zeiten war ganz wichtig, dass die Geister in ihre Welten zurückkehren, denn sie galten als Ursache für das Unglück, schlechte Ernte, Krankheit und Tod.

Deshalb ist es im alpenländischen Raum der Brauch, dass an diesem Tag nochmals geräuchtert wird. Die Bauern ziehen mit einer Räucherpfanne durch ihr Haus, die Stallungen, das Grundstück. Hier wird mit Weihrauch und Kräutern aus dem Kräuterbusch, der am 15. August gesammelt und geweiht wird, geräuchert. Dies soll den Hof und alle Menschen und Tiere vor Unheil schützen.

 

In meinem Zugang zu den Rauhnächten ist der 6. Jänner ein wichtiger Tag, auch wenn er selbst nicht mehr zu den Rauhnächten zählt. Es ist der Tag an dem die Energien, die im vergangen Zyklus aufbereitet wurden verankert werden, "geschützt" werden und eine gute Basis für's neue Jahr ist. Und nun geht's los ins neue Jahr.

(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe

Fotocredit: shutterstock_702680821


Buchtipp - bald lieferbar für 2018/19
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Ich hoffe, meine Impulsreihe während der Rauhnachte hat euch inspiriert und ich wünsche Euch nochmals ein hervorragendes neues Jahr. Mögen all Eure Träume und Visionen wahr werden.

 

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mehr über die Rauhnächte lesen, >> hier

Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

» Mehr Info zu Daniela Hutters Büchern 

 

Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.

Das waren die Rauhnächte 2017/18...

Danke für Euer Feedback ...

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Kommentare: 4
  • #1

    Andrea Brandt (Samstag, 06 Januar 2018 07:08)

    Ich danke dir für die Begleitung in den Rauhnächten . Deine Worte lassen mich noch tiefer blicken in meine Zeit in das was ich bin und was sich in mir zeigen will. Ich danke dir und ich liebe einfach diese Zeit gemeinsam mit dir und den Rauhnächten.

  • #2

    Bernadett Kropf (Samstag, 06 Januar 2018 09:41)

    Deine täglichen Posts waren mir Freude und ein wunderbarer Leitfaden durch diese Rauhnächte.

    Vielen Dank, dass du dir in einer Zeit, die für jeden selbst innere Einkehr bedeutet, diese Mühe gemacht hast.

    Ein wahrer Segen dein Sein.

  • #3

    Iris (Samstag, 06 Januar 2018 19:44)

    Liebe Daniela, vielen lieben Dank für deine Führung durch die Rauhnächte. Ich habe viel dazu und über mich gelernt. Liebe Grüße Iris

  • #4

    Monika Haefeli (Samstag, 06 Januar 2018 23:00)

    Aloha liebe Daniela, von Herzen ein riesengrosses Dankeschön für die wundervolle Begleitung der Rauhnachtszeit. Jeder Tag war so informativ und stimmig mit den Energien, die ich total spüren und fühlen konnte. Auch heute, der letzte Tag, empfinde ich als Krönung und wie Du schreibst als Verankerung und gute Basis für das kommende Jahr. Ich bin erfüllt und voller Freude und natürlich gespannt auf jeden Neumond des kommenden Jahres 2018.
    Durch Deine Begleitung bekommen die Rauhnächte noch mehr an Wert und Tiefe und sind ein unbezahlbares Geschenk!
    Vielen lieben Dank und ein wundervolles, inspirierendes, buntes, neugieriges, abenteuerliches, gesundes NEUES JAHR 2018!
    Monika