Der Christbaum

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Die Verwendung eines geschmückten Baumes findet sich in Bräuchen verschiedener Kulturen. Zweige immergrüner Pflanzen galten schon in der Antike als Symbol für Gesundheit und Lebenskraft. Die Germanen hängten Tannenzweige ins Haus, um böse Geister abzuwehren.

 

Bereits im Mittelalter war es üblich, zu Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken. Den Überlieferungen zu Folge wurde der erste Weihnachtsbaum im Jahr 1419 von der Freiburger Bäckerschaft aufgestellt,  festlich geschmückt mit Nüssen und Früchten. Naschen durften die Kinder allerdings erst an Neujahr, wo der Christbaum abgeschüttelt wurde.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war es im Elsass Brauch,   im Wohnzimmer zu den Weihnachtsfeierlichkeiten einen Baum aufzustellen und ihn mit Süßigkeiten, Nüssen und Äpfel zu schmücken.

 

1730 erhielten die Christbäume ihre ersten Kerzen. Die katholische Kirche wehrte sich anfangs heftig gegen den heidnischen Weihnachtsbrauch und das Schlagen von Weihnachtsbäumen im Wald – nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst im Besitz ausgedehnter Waldflächen war.Die evangelische Kirche erteilte dem Christbaum als erste ihren Segen und etablierte ihn als christlichen Weihnachtsbrauch. Erst Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich der Weihnachtsbaum auch in den katholischen Regionen Deutschlands und Österreichs durch.


Schon in meiner Kindheit war unser Christbaum immer raumhoch, irgendwie gehört das für mich zu Weihnachten dazu. Modische Schmückrichtlinien sind so gar nicht unseres - wir haben es gerne "klassisch", rot und gold. Über die Jahre haben sich viel Kostbarkeiten angesammelt und es ist liebgewordener Brauch in unserer Familie, dass jeder nach seinen Favorits Ausschau hält. Ich selbst bin immerwieder ganz verliebt in die kleinen Weihnachtsmänner und Glasvögel.

Der Christbaum wird bei uns am 24.12. hinter verschlossenen Türen geschmückt, denn es hat immerwieder einen ganz besonderen Reiz, wenn nach dem Essen "das Christkind klingelt" und die ganze Familie das dunkle Wohnzimmer betritt, das nur vom Kerzenschein des Christbaum erhellt wird.

Und dann folgt die Tradition des Festes unserer Familie - es werden Ansprachen gehalten, Reden geschwungen, Lieder gesungen und gerne auch die selbstverfassten Gedichte, mit mehr oder weniger Reim, vorgetragen.

Geschenke sind für uns eine liebgewonnener Brauch. Als die Kinder noch kleiner waren, standen sie natürlich mehr im Vordergrund - doch auch heute lieben wir diese Überraschungen. Meine Geschenke sind auch Ausdruck dessen, dass ich mich mit meiner Familie das ganze Jahr reich beschenkt empfinde und an Weihnachten gebe ich symbolisch ein Geschenk zurück, mit einem Inhalt der sagen will "Ich sehe dich" und so ist ein Geschenk nicht nur einfach "gekauft" oder "etwas für dich gefunden" .. sondern immerwieder die Auseinandersetzung damit "was ich dir gerne geben möchte, weil ich weiß das passt zu dir, das bist auch du".

Und wie feiert Ihr Weihnachten? Ich wünsche Euch ein Fest im Kreise jener die Euch lieb sind. Gesegnete Weihnachten!

 

 

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