Antwort braucht ihre Zeit

Der Podcast von Daniela Hutter, das YIN-Magazin. Dort erfährst du mehr über weibliche Spiritualität, Lebenskraft und ein erfülltes Leben. Aktuell: Das Bewusstseinsmodell nach Hawkins.

Das letzte Jahr, die Monate und Wochen waren von viel Ungewissheit begleitet. Das Coronavirus veränderte für viele von uns die Rahmenbedingungen des Alltags. In dieser Veränderung tauchen natürlich Fragen auf: 

 

Wann wird das Leben wieder wie früher sein?

Wird es wie früher sein?

Will ich das Leben so wie früher?

Was hat sich in mir verändert?

Will ich Veränderung?

 

„Frage und Antwort öffnen einen Raum

für den Prozess der Entwicklung, den es braucht.“

Wenn uns das Leben derart vor den Kopf stößt, dann kom- men Fragen hoch. Jeder kennt das wohl aus seinen großen und kleinen Lebenskrisen – man beginnt zu hinterfragen: 

  • Bin ich glücklich in meinem Leben?
  • Wie ist es mit meinem Beruf?
  • Wie steht es um meine Beziehung?
  • Braucht es Veränderung? 
  • Und nicht selten führt es uns zur Kernfrage nach unserer Existenz: Hat mein Leben so, wie es gerade ist, einen Sinn?

Das sind Fragen, die Menschen mitbringen, wenn sie mein Coaching buchen. Und dies tun sie immer dann, wenn sie meinen, selber keine Antwort zu finden. Oder sie sind sich nicht sicher, ob die Antwort, die sie für sich gefunden haben, auch richtig und akzeptabel ist. Oft scheuen Menschen sich, sich auf eine Antwort festzulegen. Denn Antworten, die man sich selbst gibt, nehmen einen besonders in die Pflicht. Sie üben dann oft großen Druck im Leben aus. Umso wichtiger ist, dass Antworten uns nicht in die Irre führen. 

Unsere Fragen und Antworten begleiten und bestimmen unseren Alltag

 

Wann also beginnen wir, Fragen zu stellen?

 

Doch meistens dann, wenn wir uns auf irgendeine Weise nicht wohlfühlen, etwas in unserem Leben unrund läuft. Doch es ist nicht nur schwierig, Antworten zu finden, es ist vorher schon schwierig, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen. Denn auf falsche Fragen wird es nie richtige Antworten geben. Manche Menschen gehen oft viel zu verkrampft und angestrengt in diesen Selbsterkundungsprozess. Sie verlaufen sich dann im Irrgarten der eigenen Fragen und geben irgendwann verzweifelt auf.

 

Das kenne ich schon auch aus meinem eigenen Leben. Denn ich bin eine leidenschaftliche Selbsterforscherin, suche immer nach mehr Tiefe und mehr Erkenntnis.

 

Ich will einfach verstehen, was das Leben mir sagen will, und da ergeben sich Fragen wie von selbst. Manchmal begebe ich mich etwas ruhelos und ungeduldig auf die Suche und stelle mir Fragen, die ich mir eigentlich gar nicht stellen müsste. Ja, so erfahre auch ich, wie man sich das Leben unnötig schwer machen kann.

 

Ist es dann vielleicht empfehlenswerter, auf die ganze Frage- rei zu verzichten? Ich gebe zu, auch ich hab mir des öfteren schon gedacht: „Warum mache ich es mir eigentlich so schwer? Wäre es nicht einfacher, nur so dahinzuleben, gerne etwas oberflächlicher, wie so viele um mich herum es tun? Warum fordere ich mich eigentlich ständig selbst mit so vielen Fragen?“

 

Auf solche Fragen antworte ich mir unverzüglich selbst, mit großer Gelassenheit und einem Schmunzeln im Gesicht: Es liegt einfach in meinem Naturell, so zu sein, wie ich bin. Fragen gehören einfach zu meinem Leben.

 

Deshalb möchte ich an dieser Stelle ein Sprichwort zitieren:

„Weise ist nicht derjenige, der die besten Antworten hat, sondern derjenige, der die besten Fragen stellt.“ 

 

Und dich, liebe*r Leser*in, möchte ich ermutigen, dich den Fragen deines Lebens zu öffnen. Vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, was ich tue, wenn ich vor vielen Fragen stehe – und die Antworten sich nicht zeigen wollen.

 

Alles hat seine Zeit, jede Antwort auch.

 

Wir leben einer Gesellschaft, wo Zeit zwar ein Gut ist, aber doch gestehen wir sie uns nicht zu – und wir haben es uns angewöhnt, alles „sofort“ zu haben. Auch Antworten, kaum ist eine Frage da – will man die Antwort dazu haben, und wenn wir sie nicht selber parat haben, genügt möglicherweise der Blick ins Internet. Oder wenigstens das Weiterreichen an einen Experten. Die Antwort muss „jetzt“ sein.

 

An dieser Stelle mag ich erinnern: Frage und Antwort öffnen einen Raum für den Prozess der Entwicklung, den es braucht. Und du kennst bestimmt den Satz: „Am Gras kann man nicht ziehen, damit es schneller wächst“ – so ist es mit dem Prozess der Antwortfindung eben auch. Und die Zeit der Nicht-Antwort ist am Ende durchaus auch ein Geschenk.

 

Innere Sabotagemuster - warum wir nach Antwort drängen

Fehlendes Vertrauen. 

Fehlt die Antwort, drängt es danach, dann zeigt es uns auch auf, wie schwierig es für uns ist, das auszuhalten. Ganz oft geht es an diesem Punkt um Vertrauen. Vertrauen in die Zeit, in uns selbst, in die richtige Lösung.

 

Fehlende Selbstsicherheit. 

Zu oft meinen wir, wer anderer weiß es besser als ich selbst – gerade weil es (scheinbar) so viele „Experten“ gibt, einerlei für welches Thema. Aber: Wer, wenn nicht du, ist Experte für dein Leben und nur du spürst es, wie es sich anfühlt, in deinen Schuhen zu gehen. Wenn du dich an andere Personen wendest, dann sollten sie nur deinen Prozess der Antwortfindung unterstützen, dir diesen Prozess aber nicht abnehmen. 

 

Unbewusste Schmerzverdrängung.

 Jede Veränderung und jeder Wandel ist wie eine Geburt eines neuen Lebens(abschnitts).

Ein Geburtsprozess ist manchmal durchaus schmerzhaft. Und dann wollen wir ihn vielleicht vermeiden, verdrängen oder abkürzen. An der Stelle: Dann, wann es am meisten schmerzt, keine Antwort zu haben, ist meist auch der Wendepunkt erreicht und die Antwort zeigt sich am Horizont. Hab Geduld!

10 Affirmationen um den Prozess der Antwortfindung zu unterstützen:

  • Ich erkenne mich selbst an.
  • Ich wende mich mir zu.
  • Ich vertraue dem Leben.
  • Ich vertraue mir mehr und mehr.
  • Ich vertraue darauf, die zu mir passende Antwort zu finden.
  • Ich erlaube mir die Zeit, die es braucht.
  • Ich bin Geduld und Zuversicht.
  • Alles geschieht zu meinem Besten.
  • Ich achte auf die Botschaften meiner Seele. 
  • Ich entspanne mich und lasse das Leben mit Leichtigkeit durch mich hindurch fließen.

Der Text erschien im Original im Engelmagazin

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(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe

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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

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Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.



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Kommentare: 1
  • #1

    Sabine (Montag, 02 August 2021 21:51)

    Habe gerade im Frauengesundheit Kongress das Interview mit Daniela gehört und bin total begeistert. Endlich mal eine Frau, die das Frau sein nicht als Schwäche versteht �� Bitte weitersagen und vor allem Leben! Danke für diese wertvolle Arbeit �