Ein Tagebuch meiner Gedanken während Covid19 (update 29.03.)

 

Nicht alle meine LeserInnen sind auf Facebook oder Instagramm - und auch um mich vom Zwang der Algorythmen der SocialMedia-Riesen zu befreien, kreiere ich hier meinen eigenen Thread.

Ich freue mich wenn du ab und an vorbeischaust, und diesen Gedankenraum für dich nützt um dich in der herausfordernden Zeit innerlich zu zentrieren.

wird laufend aktualisiert


YIN als Antwort auf die "C"-Krise?

YIN steht für das weibliche Prinzip.

All die Jahre wo ich darüber schreibe und spreche war mir fühlbar bewusst, ES IST der ZeitGeist, der Geist der Zeit - das, was die Menschen (wieder) brauchen.

 

Das Bewusstsein für das weibliche Prinzip und die weiblichen Qualitäten: Innehalten, Miteinander, Mitgefühl, das Feld halten, Passivität, Ruhe, Stille, Tiefe, innerer Dialog - aber auch das "weibliche Wissen" um Kräuter und alte (und wieder aktuelle) Heilweisen, die Erdverbundenheit ebenso wie die Verbundenheit mit allem Leben als das schöpferische Prinzip.

 

Aber nie hätte ich gedacht, dass es das Leben so nachdrücklich und vehement einfordert wie jetzt - es scheint der Atemzug zu sein, die unser Dasein atmen will, als (atem)Geist der Zeit. Atmen muß - hin zu einem neuen Bewusstsein, einem neuen Wir und einer neuen Koexistenz mit unserem Planeten. 

Nicht alle haben die Wahl ..

Ich kann - wenn ich WILL - mit euch hier kommunizieren, wenn ich nicht will, kann ich STILL sein und hier nicht erscheinen.

 

Aber da draußen gibt es viele Leute, die ihren Dienst und ihre Arbeit tun - da stellt sich nicht die Frage "will ich", da gibt es dazu keine Wahl. Und diese Menschen bewegen die gleichen Ängste und Unsicherheiten, wie dich und mich.  Aber ihr Auftrag lautet: TUN. DA sein. JETZT.  

 

Das erfüllt mich mit großer Demut und DANKBARKEIT. Ihnen das Feld zu halten bedeutet für mich, dass ich mich an die Vorgaben der Behörden halte und allem voran zu Hause bleibe, ob ich das gerade gut finde oder nicht. (wir in Tirol sind schon seit 16 Tagen in Quarantäne, dürfen auch nicht länger spazieren gehen, in den Wald, radfahren oder joggen - das sind Freizeitaktivitäten und die sind verboten). 

 

Denn die anderen, die für uns da sind haben auch keine Wahl. 

 

Frei oder Unfrei ?

2 Wochen zu Hause. Wir (in Tirol) dürfen außer für kurze Wege nicht raus. Ich war heute das 3. mal auswärts, insgesamt weniger als 1 h. Ausgedehntes Spazieren gehört zu Freizeitaktivitäten, joggen auch - und das ist aktuell nicht erlaubt. Nein, ich juble darob nicht.

Aber so ist es eben - und ich spüre, was es bedeutet, plötzlich nicht mehr FREI zu sein, nicht mehr EIGENBESTIMMT zu sein, scheinbar. Und gleichzeitig spüre ich auch, wie leicht man es "im Außen festmacht", an äußeren Bedingungen, an Personen, Situationen.

Vielleicht dürfen wir auch gerade lernen, was "wahre Freiheit" wirklich ist - nämlich eine Qualität die sich im Innen erfährt, die sich durch mein Wesen ausdrücken will - und in wie vielen Facetten des alltäglichen Lebens wir eigentlich unfrei sind, uns selbst verstricken in Ansprüchen, in Erwartungen, Zusagen, Entsprechungen ... ich für mich fühle gerade sehr, wie sich mir meine Tiefe anbietet, um meiner eigenen Unfreiheit auf die Spur zu kommen.

 

Wie geht es dir mit deiner FREIHEIT ?

Der Auftrag gilt UNS!

Nichts ist außerhalb von uns. Alles ist IN uns (auch). So können wir nicht über "DEN Wandel" sprechen, der geschehen soll, auf DIE Veränderung hoffen, die die Krise bewirken wird oder gar über DIE Zukunft, die (dann) anders sein wird.

Oftmals lese ich sogar, die Leute freuen sich darauf, wie es DANN sein wird. Ich frage mich halt, ist es uns schon auch bewusst dass dies UNSER Auftrag ist? Dass es unser Job ist, all das zu bewirken - so braucht es jeden von uns, der schauen darf auf die "eigenen Baustellen", Eigenehrlichkeit ist das Licht das darauf scheinen will - und dann gilt es zu wandeln, als Individuum.

 

Und das was wir als Individuum wandeln gehört hinbewegt zum Kollektiv, für das neue Wir als Gemeinschaft - und von der Gemeinschaft hin zu unserem Planeten als ein "neues Wir" auch auf dieser Ebene.  

Das ist unser Auftrag, dem gilt der Ruf. Und all die schönen Worte wirken erst, wenn wir sie leben in unseren Gedanken, unseren Worten, Gefühlen und in unserem Handeln. Tagtäglich neu - schon ab jetzt. Und nicht irgendwann.

Wir sind nicht "unvorbereitet"

Was, wenn alles was in unserem Bewusstsein all die Jahre erwacht ist, alles was wir an spirituellen Praktiken gelernt haben, alles was wir an Yoga-Asanas geübt haben, alles was wir an Weisheiten inhalierten - nur den einzigen Auftrag hat/hatte, uns in dieser Situation JETZT zu dienen?

 

Auf einer anderen Ebene haben wir wohl JA gesagt, wir waren bereit als Mensch durch diesen Wandel zu gehen, diese Krise zu durchwandeln und mitzuwirken - in allem. ⁣

 

Wir spürten alle, so kann es nicht weitergehen - irgendwann knallt's. Möglicherweise haben wir nicht damit gerechnet, dass wir selber mitten drin sind - und wie heftig der Knall sein kann. Aber das Leben lässt sich eben nicht "weichspülen" .... jetzt können wir unser Potential "entfalten", uns erinnern, uns der Welt anbieten - indem wir es leben von Mensch zu Mensch, in jeder Situation mit jedem Atemzug neu und mit "all of me".

 

Ich bin DA und bereit & ich halte das Feld.

Mitgefühl hilft - dir und den anderen.

Mitgefühl. Mitgefühl. Mitgefühl  

 

Lasst es uns stoppen, nicht weiter ver- oder beurteilen .. ob die einen Angst haben, die anderen Klopapier horten, die Medien zu viel / zu wenig schreiben, die Nächsten in der Krise das "Geschäft" wittern, schon wieder jemand "eine Gescheitheit postet" - lasst uns aussteigen und fühlen ........... am Ende geht es ums MITGEFÜHL. 

Der (unbewusste) Antreiber ist immerwieder die Angst. Angst um die Existenz, Angst um Nahrung, Angst um die Gesundheit, Angst um die Liebsten, Angst um unsere (bislangen) Selbstverständlichkeiten. MITGEFÜHL für alle. Einatmen, ausatmen. 

 

Ich bin da und halte das Feld. 


Du hast ein Recht auf deine Angst

Du hast ein Recht auf deine Angst.  Die aktuelle Zeit IST eine Herausforderung, ⁣dabei spielt es keine Rolle, welche Haltung und persönliche Meinung ⁣man auch immer zum VirusThema hat.⁣

Seit ein paar Tagen beobachte ich, dass sich ein ganz subtiler Druck aufbaut, hin zu jenen, die ANGST verspüren. Deshalb mag ich uns erinnern: Mit jedem "ich habe keine Angst" oder "habe (du doch) keine Angst" bewirke ich auch etwas im nächsten, der für sich spürt: "Ich habe (aber) Angst".⁣

Kein Mensch wählt die Angst als Vergnügen. Und wenn wir ihnen zuviel von "du darfst keine Angst haben" zumuten,⁣ berühren wir jedes Mal auch etwas von ⁣“mir gelingt es nicht, keine Angst zu haben"⁣ und der andere fühlt sich womöglich sogar als Versager in der Situation,⁣ weil seine Angst gerade übermächtig ist, mal mehr - mal weniger.⁣Es braucht unser Mitgefühl.⁣ 

Die Frage ist nicht, ob du Angst hast oder nicht - es geht darum, WENN du sie spürst, WIE du dann damit umgehst. ⁣ Sie wegzudrücken wird womöglich im Moment vielleicht sogar funktionieren,⁣ aber sie ist dennoch da. Stattdessen, erlaube sie zu spüren und ⁣ allem voran: schenk' dir dazu selber dein Mitgefühl, "ich darf ängstlich sein".⁣ 

Und dann erinnere dich aber an die Kraft aller Menschen, "wir sind KämpferInnen", "wir sind Stehaufmännchen" (-frauchen) - das haben wir alle in unseren Leben schon geübt und bewiesen. Jede/r von uns hat irgendwann schon "ganz viel geschafft".⁣ Und wir schaffen auch das wieder.⁣ ⁣

 

Ich glaube an die Kraft in uns Menschen. Das hat uns Gesellschaft auch schon vorgelebt, alle Generationen. Erinnere dich daran.⁣  Und ich mag dich in diesem Moment erinnern - wo Angst ist, ist auch der Gegenpol nahe: Vertrauen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 15
  • #1

    Sabine (Sonntag, 22 März 2020 19:17)

    Liebe Daniela, ich danke Dir sehr dafür, dass Du Deine Gedanken hier auf Deiner Homepage für uns zur Verfügung stellst. Ich will mich absichtlich nicht, mit den Social Medien vernetzen. Es tut gut, Deine Gedanken und Ansichten lesen zu können...

    Vielen, lieben Dank an dieser Stelle und bleib gesund, liebe Daniela!

  • #2

    Elisabeth (Dienstag, 24 März 2020 14:09)

    Liebe Daniela,
    ich freue mich auch sehr, vielen Dank und alle Liebe!!

  • #3

    Doris (Dienstag, 24 März 2020 18:23)

    Liebe Daniela, du sprichst mir aus der Seele. Alle haben wir gewusst das etwas auf uns zukommt und haben im Prinzip darauf gewartet. Nun ist die Veränderung da und man wird sehen was die Menschen jeder Einzelne daraus machen. Ich wünsche allen dazu Mut und Kraft - Selbstliebe, hinzuschauen zu den eigenen Unzulänglichkeiten, damit dann die Neue Zeit für sie beginnen kann.
    Danke und Alles Liebe Doris!

  • #4

    Annette Neumann (Dienstag, 24 März 2020 18:27)

    Liebe Daniela,
    Ja ich habe Angst, aber ich glaube auch so wie du, dass wir das schaffen.
    Ja, wir haben schon vieles geschafft.
    Ja, wir haben mehr Zeit um Sachen zu erledigen die liegen geblieben sind.
    Ja, wir haben mehr Zeit für uns.
    Aber dennoch hab ich Angst, wir sind selbstständig und wissen nicht wie es weitergeht.
    Aber es kommt immer wieder das: ja!
    Es ist eine sehr intensive Zeit.
    Ich wünsche euch alles gute und viele ja! ;) Annette

  • #5

    Angela (Dienstag, 24 März 2020 18:41)

    Liebe Daniela,

    Ich danke dir von Herzen für deine Worte.
    Ich bin jeden Tag dabei meine Unterbewussten Schatten zu heilen. Aber im Moment fühle ich mich total leer und ausgelaugt, ich tue mir auch sehr schwer wirklich bei mir anzukommen. Werder beim Yoga noch bei der Meditation gelingt es mir mich wirklich mit mir zu verbinden. Es wie ein Sturm in mir. Mein Mann versucht mir so gut es geht zu Helfen aber seit einer Woche erlebe ich diesen Stillstand in mir. Ich weiß das es mir Dient nur sehe ich noch nicht wozu. Aber vielleicht geht es dir oder euch Ähnlich? Ich wünsche euch allen Gesundheit :)

  • #6

    Jenny Burger-Krenn (Dienstag, 24 März 2020 19:27)

    Liebe Daniela,
    danke, dass du mit uns deine Gedanken teilst. Ich bin in Pension, habe einen lieben Mann und einen Hund - danke übrigens für die Geburtstagswünsche. Wir leben in Wien-Hietzing in einem Haus mit Garten zehn Minuten vom Stadtwäldchen entfernt. Bisher ging ich jeden Tag ungefähr um neun Uhr mit unserem Hund dorthin, daran hat sich nichts geändert. Außer, dass ich meine Hundefreunde nicht mehr treffe. Meine Töchter sind erwachsen, eine lebt in Kärnten mit meinen Enkeln,zwanzig und fünfzehn Jahre alt. Die jüngere in Wien mit ihrem acht Monate alten Mädchen. Die sehe ich jetzt nicht, nur übers Handy. Soweit hat sich in meinem Leben nicht viel geändert. Das Zusammensein mit meinem Mann genieße ich noch intensiver als vorher. Angst habe ich jetzt noch nicht, nur ans Alleinsein wage ich nicht zu denken. Die vielen jungen Menschen haben es viel schwieriger, die haben vielleicht Probleme, eine Arbeit zu haben, mit dem Geld, denn die Miete muss gezahlt werden und leben müssen sie ja auch, das sind echte Herausforderungen. Mir ist noch nicht klar, was ich beitragen kann, damit diese Welt eine schönere wird. Außer im Geiste, ich bete seit Jahren dafür. Liebe Daniela, es wird auf mich zukommen. Danke dir für deine berührenden Worte und Gedanken. Alles Liebe. Jenny

  • #7

    Marianne (Dienstag, 24 März 2020 21:25)

    Danke für Deine
    Wunderschöne Meditation.
    ❤️ ❤️ ❤️
    Marianne

  • #8

    Jutta (Mittwoch, 25 März 2020 00:29)

    Liebe Daniela,

    Herzlichen Dank für deinen schönen Impuls das nicht über Facebook ......... und überhaupt uns deine Gedanken zu teilen!!!! Es tut so gut das zu lesen.
    Ich bin bereit!!!! Ich spüre täglich, in jedem Moment in mich hinein - und so gehe ich Schritt für Schritt, voll Vertrauen und mit pochendem Herzen ins Ungewisse, voller Spannung und freudiger Erwartung! Bin ich mal in der Stadt, kriecht doch die Angst in mir hoch, und ich erschrecke, wenn ich die Angst fühle. Aber sie gehört dazu. Und darf dann auch ganz schnell wieder weichen! Bin ich wieder an der "Luft/Natur/auf dem Heimweg" so ist sofort wieder die Hoffnung und Bereitschaft da, an der Veränderung aktiv mitzuwirken. Wunderbar, bewusst zu sein :-)
    Danke Dir von Herzen!!!!! <3

  • #9

    Astrid (Mittwoch, 25 März 2020 05:48)

    Gerade in dieser Zeit darf ich in Zusammenarbeit mit Frauen immer mehr mich selbst und meine innere Wahrheit erkennen und leben. Durch Deine Arbeit trägst Du sehr viel bei.
    Danke für Deinen Einsatz - viel Freude, Gesundheit, Kraft und Energie.
    Namaste

  • #10

    Brigitte Kröplin (Mittwoch, 25 März 2020 14:01)

    Ganz lieben Dank, liebe Daniela.

  • #11

    Christa Kramer (Mittwoch, 25 März 2020 15:55)

    Liebe Daniela,
    Danke für deine guttuenden Gedanken, die Du mit uns teilst .... ich kann sie aufnehmen und weiterspinnen ... und jede/r Mensch für sich und das große Ganze - so werden wir es schaffen!
    Alles Liebe, Christa

  • #12

    Rolly Bühler (Donnerstag, 26 März 2020 06:50)

    Liebe Daniela
    Danke für deine Gedanken. Es ist eine schwierige Zeit. Es ist auch nicht eifach sich ,fernzuhalten, einerseits will ich mich auf dem Laufenden halten, aber ich will auch Abstand. Die grosse Medienflut bringt auch viel Angst mit. Eine globale Angst, eine sehr destruktive Schwingung. Ich denke es ist jetzt wichtig bei sich zu bleiben, in sich zu ruhen. Aber ich weiss es ist nicht eifach. Drum danke für deine Worte. Ich wünsche euch allen viel Mut und Hoffnung und bleibt gesund. Alles liebe Rolly

  • #13

    Birgit Kraxner (Donnerstag, 26 März 2020 09:39)

    Liebe Daniela
    Anfangs bin ich auch in die Unsicherheit, in den Stress eingetaucht...merke ich an meiner Ernährung, ich brauchte Zucker gegen den Stress,habe nicht morgens meditiert,sondern geschaut,ob es News gibt,neue Anordnungen seitens der Regierung.
    Nach einigen Tagen konnte ich das wieder ändern.Jetzt konzentriere ich mich auf mich,neue Impulse kommen.
    Ich schicke positive Texte weiter.Habe einen tollen Künstler unterstützt,einfach mal 8CDs gekauft, ich werde sie verschenken. Es ist schön geben zu können,weil ich auch erhalten habe.
    DANKE MAMA!

    Wir sind in einer Herausforderung, erinnern wir uns wer wir wirklich sind,halten wir das Feld.Vertrauen auf unsere Seelenimpulse.
    Ich freue mich,dass du uns hier ermöglicht zu schreiben.
    Danke,Daniela.
    Auch danke für die wundervolle Meditation, deine vertraute Stimme.
    Namaste'.
    ICH BIN.
    Birgit

  • #14

    Magdalena Pichler (Donnerstag, 26 März 2020 11:17)

    Liebe Daniela!
    Herzensdanke für Alles...
    Ich halte das Feld...
    Umarme dich in Liebe, sei gesegnet,
    Magdalena

  • #15

    Anna Frank (Dienstag, 31 März 2020 09:37)

    Liebe Daniela,
    es tut so gut diesen Widerhall hier zu finden; abseits der nervraubenden Medienwelt.
    Was wir jetzt brauchen ist Zuversicht, und die finden wir nicht im Aussen, sondern in uns. Deine Texte
    führen uns in wohltuender Weise zu uns Selbst, zu unserer Erdung.
    Herzlichen Dank dafür!