Warum Selbstliebe der Anfang der Liebe ist ... 

Was ist das Wichtigste in Ihrem Leben? – Liebe werden die einen antworten,

Gesundheit bekommen wir von den anderen zu hören. Dass beides ganz nah

beisammen liegt und beide Werte gemeinsam eine Wahrheit ergeben können,

merken wir erst, wenn wir der eigenen Antwort nachfühlen.


Selbstliebe lautet dann das innere Echo.


Selbstliebe bedeutet, wie das Wort bereits sagt, die Liebe zu sich selbst. Das

heißt, dass man liebt, was man selbst ist – selbst mit krausen Haaren, schiefer

Nase oder kurzen Beinen.


Wenn ich als Coach meine Klienten nach dem Ziel unserer gemeinsamen Arbeit frage, antworten die einen ganz oft, sie arbeiten auf Selbstwert hin, andere geben Selbstbewusstsein als Ziel an und wieder andere streben Selbstliebe an. Diese dient dabei als Weg zum Ziel, denn wenn wir uns geliebt fühlen, entwickeln wir ein positives Selbstwertgefühl und damit auch das Gefühl, liebenswert zu sein.


Liebe ist in erster Linie die

Liebe zu sich selbst.

(Deepak Chopra)

 

Es scheint so einfach zu sein. Man müsste nur sein Herz öffnen, um diese Liebe zu spüren, sie annehmen, sie leben und an sein Umfeld weitergeben. Aber so einfach ist es offensichtlich doch nicht.

 

Wir Menschen sind nämlich misstrauisch – sogar der Liebe gegenüber. Der Grund dafür liegt vermutlich in unserer Kindheit. Zu oft haben wir wohl erfahren, dass Liebe und Zuneigung nicht bedingungslos sind: Unsere Eltern konnten uns nicht immer die Zuneigung und Aufmerksamkeit geben, die wir uns von ihnen gewünscht hätten und in der Schule wurde unsere Persönlichkeit an dem gemessen, was

wir leisteten. Auf diese Weise haben wir uns die Überzeugung angeeignet, wir wären so wie wir sind weder liebenswert noch in Ordnung. Also haben wir gelernt, uns anzupassen. Wir lernten,nach Idealbildern, Anweisungen und Normen zu

suchen, denen wir dann entsprechen konnten, um Liebe zu bekommen. Dies tun wir unser Leben lang, zunächst als Kind und später auch als Erwachsene.

 

Wir passen uns an und tun, zeigen und verhalten uns stets auf eine Weise, von der wir glauben, dass sie uns liebenswert macht. Wir haben uns noch eine weitere Taktik angeeignet: Wir lieben, um von anderen zurückgeliebt zu werden.

 

Dieses Muster finden wir in unseren Freundschaften, Partnerschaften, Beziehungen

und Ehen wieder. Doch bereits in der Bibel steht geschrieben „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Und es sind auch unser Herz und unsere Seele, die uns bald aufzeigen, dass diese Wege auf der Suche nach Liebe nur in einer Sackgasse enden können. Wann immer wir uns von unserem eigenen Inneren und unserem wahren Selbst entfernen, erhalten wir Hinweise dazu.

 

Zunächst durch Gefühle und Emotionen. Angst, Frust, Leere und Einsamkeit sind oft die Warnzeichen, die wir dann verstehen. Und im Prozess des Bewusstwerdens erkennen wir, dass wir in der äußeren Welt und in anderen Menschen keine Liebe finden, solange wir die Liebe in unserem Herzen noch nicht befreit haben.

 

Nur wenige wissen, dass die Fähigkeit, andere zu lieben,

erst durch die Liebe zu sich selbst ermöglicht wird.

(Wayne Dyer)

 

An dieser Stelle an den Leser: „Wo oder wie nehmen Sie Liebe wahr?“ – Richtig, Liebe fühlt man ausschließlich in sich. Einerlei, wen oder wie wir lieben, ob unsere Liebe erwidert wird oder nicht. Die Liebe zu fühlen ist der erste Schritt hin zur Selbstliebe: nämlich als Fähigkeit, die Liebe in sich zu fühlen.

 

Auch für mich ist es nicht fremd, an mir herumzumeckern, mich selbst innerlich klein zu halten, kritisch und streng mit mir zu sein und manchmal ist die innere Liste sehr lang: Dies sollte ich, und jenes, das ist noch nicht ausreichend und jenes

gefällt mir auch nicht.

 

Mich selbst (mehr) zu lieben, diesen Vorsatz habe ich schon oft an mich gerichtet. In einer meiner Meditationen hatte ich dann ein Aha-Erlebnis, das mir offenbart hat, dass diese Sehnsucht viel mehr das Bedürfnis ist, überhaupt geliebt zu werden. Mit dieser Erkenntnis wurde mir schlagartig bewusst, dass es dafür einer Ausrichtung nach innen, hin zu mir und meinem Selbst bedarf. Dort gilt es zu lieben und die Liebe auch anzunehmen.

 

Dies war eine weitere Erkenntnis, die ich erlangte. Die Absicht sich selbst zu lieben, ist eine Sache – die alleine für sich aber auch nicht ausreichend ist. Es braucht auch die innere Haltung, es sich zu erlauben, geliebt zu werden. Die meisten von uns haben wohl die Erfahrung gemacht, dass Liebe auch verletzen kann, nämlich dann, wenn wir alleine gelassen werden, wenn wir keine Aufmerksamkeit bekommen und für uns den Schluss ziehen, man habe uns die Liebe entzogen und wir seien ungeliebt. Dann fühlen wir uns verlassen und verletzt. Aus dieser Angst verschließen sich viele Menschen vor der Liebe. Nur wenigen ist bewusst, dass sie sich mit diesem Verschließen vor der Liebe auch vor sich selbst verschließen – und auch davor, sich selbst zu lieben.

 

Aus diesem Bewusstsein heraus scheint es einfach: Wir müssten nur unser Herz wieder öffnen, damit wir die Liebe wieder fühlen können – für uns selbst und für die Welt.

 

 










Artikel erschien in der aktuellen Vita



Fotocredit: shutterstock_148700801

Meditation ... 


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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) „Mach dein Leben hell“ (2015).

Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch "Das Yin-Prinzip" (erscheint 2016)

 

» Mehr Info zu Daniela Hutters Büchern 

 

Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen



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