Was hab ich davon?

Viele von Euch wissen, dass ich zusammen mit meiner Freundin das Netzwerk "WirklichFrau" gegründet habe. Viele Frauen fühlen sich davon angezogen, und beinahe täglich erreichen mich hinter den Kulissen E-Mails mit der Frage "Was habe ich davon?". Nun ja - meine Lieblingsantwortet dazu lautet, ehrlich und ernst gemeint, "Ich weiß es nicht".
Ebenso oft erlebe ich die Frage umgekehrt "Und was hast du davon?", vor allem von Freunden dich mich kennen und oft müde erleben - und auch da lautet meine Lieblingsantwort ähnlich: "Ich weiß es noch nicht".

Spannend empfinde ich, dass ich in meinem "anderen Beruf" ganz viel mit Zahlen, Kosten und Controlling zu tun habe, Prozesse berechne, hinterfrage, bewerte. Das heißt es müsste mir geläufig sein, Kosten-Nutzen-Rechnungen zu erstellen.


Doch das Leben ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung. Das Leben unterwirft sich keinem Controlling. Das Leben wünscht sich von uns Hingabe, das Leben wünscht sich von uns Vertrauen, das Leben wünscht sich von uns dass wir an unsere Visionen glauben und es wünscht sich von uns die Bereitschaft es einfach zu leben. Und ich habe es vielfach erfahren, das Leben belohnt uns stets reich.

 

Wenn ich auf ein bald 30jähriges Berufsleben zurückblicke und resumiere, dann sehe ich, dass all jene Projekte und Unternehmungen, die mir dann ein außergewöhnliches Echo beschert hatten, sich nicht nur annähernd im Vorfeld mit Fragen beantworten liessen, wie "Was hast du davon?" und oft meinen die Leute damit vielmehr "Warum tust du dir das an?" - und meine Lieblingsantwort lautete stets "Ich weiß es (noch) nicht".

 

Der Platz hier würde nicht ausreichen, um zu erläutern "was ich dann, dennoch alles davon hatte" und heute noch lukriere, aus jener Zeit - freilich, in Geld ist es nicht zu bemessen.

Auch in meiner Arbeit mit Menschen höre ich oft deren Probleme wenn sie beurteilen und bewerten, ob der Partner ebenso viel in das Gemeinsame investiert wie sie selbst, ob Freunde nicht weniger einbringen in die Freundschaft - die Rechnung scheint nicht aufzugehen.

Das Leben ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung.

 

Ein Gärtner weiß das. Er pflanzt im Vertrauen, dass die Pflanze wächst. Er pflegt und investiert im Vertrauen, dass die Pflanze wächst. Und wenn Wetter und Umstände sich mal anders erweisen, er seine wohlgemeinte Ernte nicht einfahren kann - das Jahr darauf, pflanzt er wieder im Vertrauen.

Auch das Göttliche kennt keine Kosten-Nutzen-Rechnung. Die Schöpfung hat sich der Menschheit offenbart, als Grund und Boden, als Heimat und Zuhause. Wir werden gehegt und gepflegt, genährt und geehrt. Doch wahrlich zeigt sich Menschheit nicht immer als "reiche Ernte", aus Sicht des Göttlichen. So manches wächst und gedeiht nicht. Doch Schöpfung vertraut und gibt sich uns hin. Stetig und immerwieder.

Warum tun wir das nicht auch? So lasst uns doch verzichten auf "Kosten-Nutzen-Rechnungen" und stetiges Abwägen, wieviel jemand einbringt und ob der andere ausreichend ausgleicht - lasst uns doch ganz nach dem weiblichen Prinzip zusammen die Dinge bewegen, im Vertrauen dass die Zeit und die Schöpfung reifen lässt und bringen wird, was sein soll.

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