Die heilige Lydia - viel mehr als "heilig"

als ich heute morgen auf den Kalender sah, stand da *Lydia* und mein Herz reagierte anders wie auf andere, scheinbar normale Namen - dies ist stets ein Zeichen, dass hinter der Geschichte Bilder sind, die sich mir dann als wertvoll für den Tag zeigen - Geschichten, die mich selbst tiefer führen und mich mit mir verbinden.

 

Es sind für mich die Geschenke der Zeitqualitäten.

Heute ist der Tag der heiligen Lydia. Recherchiert man nur in den Werken der christlichen Kirche erfährt man, Lydia war die erste Christin Europa.

Doch ich erinnere mich, ich sah eine Dokumentation im TV vor einigen Monaten "Jesus und die verschwundenen Frauen" - jene Geschichte hat mich so sehr berührt, ich saß mit Tränen in den Augen vor dem TV und "erinnerte mich" in einer Qualität, die nicht meinen Verstand bediente, mich nicht "wissen ließ", sondern fühlen ließ und dieser Radius ist weit weiter..

Lydia als Name bezeichnet, wie das früher häufig üblich war, eine Herkunft: Lydien (lat. Lydia, auch Mäonien) ist der Name einer Landschaft im Altertum. Sie befand sich an der Mittelmeerküste Kleinasiens in der heutigen Türkei gegenüber den der Küste vorgelagerten Inseln Lesbos, Chios und Samos.

 

In den Schriften erfährt man, Lydia war Purpurhändlerin in Philippi. Sie war eine „Gottesfürchtige“, stand dem Judentum nahe, war aber der jüdischen Religion nicht vollständig beigetreten. Unter wohlhabenden Frauen war der jüdische Glaube damals gerade „in“. Lydia hatte sich mit ihrem Haus und mit anderen Frauen bei der Synagoge versammelt, die sich außerhalb der

Stadtmauern Philippis bei einem Fluss in der Nähe des südwestlich gelegenen Stadttores befand.

 

Sie nahm Paulus in ihrem Haus auf, bekehrte sich mit ihrer Familie zum Christentum und war damit die erste Christin in Europa. In ihrem Haus versammelte sich dann die Christengemeinde von Philippi.

 

So die Geschichte, die uns die christlichen Schriften überliefern. Aber wenn wir hinter die Bilder schauen, dann offenbart sich viel mehr - v.a. die Essenz die wertvoll für den heutigen Tag ist, jenes was die Geschichte anbietet:


Die Historie zeigt, Lydia war Purpurhändlerin und eine wohlhabende Frau. Emanzipiert würden wir es heute nennen. Eine starke Frau und ein weiteres Bild für uns Frauen, so wie es Maria Magdalena auch war (über sie habe ich >> hier << geschrieben).

Und als solche hat sie sich "ohne Zögern" dem Göttlichen geöffnet, sich taufen lassen und *ja* gesagt.

 

So frage ich mich heute ganz besonders - in welchen Aspekten meines Lebens zögere ich denn noch, wo fehlt mein "bedingungsloses Ja" und kann es sein, dass ich mich in diesen Themen zuwenig in das Vertrauen an das Göttliche fallen lassen kann?

Und auch (Achtung diese Worte sind vielleicht nicht "populär" +Augenzwinker+) - den Mut zu haben "einfach beim Göttlichen zu bleiben". Es braucht die vielen Strömung der Esoterik nicht. Das Göttliche / the devine bietet uns alles an.

 

Die Geschichte offenbart auch, dass Lydia "in ihrem Leben blieb" weiterhin mit Purpur handelt, selbst nicht zu einer Predigerin wird, sondern "still wirkte", ihr Haus als Treffpunkt zur Verfügung stand, dies für die Apostel Paulus und Silas und später füri die Gemeinde der philippischen Christinnen und Christen.


Das erinnert mich für viele - es braucht nicht dass Ihr euer Leben zurücklässt, wir können in allen Berufen, an allen Orten, dem Göttlichen dienen und zur Heilung des Allen beitragen. Euer "Haus" ist wichtig, als dass es zur Verfügung steht für das Göttliche. Und als Haus sehe ich dich, mich - die Person. Der Tempel deiner Seele.

 

Ihr seht wie tief sich in diese Geschichte eintauchen lässt. Wie sehr uns die Tage mit uns selbst verbinden, es ist die Energie der Zeitqualität aber auch die Energie jener, die vor uns waren und mit denen wir verbunden sind. Und jene, die wir / die man als Heilige kennt, verstehe ich als (Ver)Mittler zwischen den Welten ...

 

 

 

 

  

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit (2013).

mehr Info zu den Büchern >> hier

 

Ich freu mich über den GedankenAustausch zum heutigen Tag

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Kommentare: 2
  • #1

    Anke (Sonntag, 03 August 2014 22:33)

    Liebe Daniela,
    immer schon fand ich die Geschichten aus den christl. Schriften spannend (wie mag es "damals" gewesen sein/ was sollte mit den Worten wiedergegeben werden...) durch dein "Dahinterschauen" füllen sie sich, für mich, wie ein Mosaik mit mehr und mehr Steinchen und werden zu noch farbenprächtigern Bildern!

    <3 lichen Dank dafür
    Anke

  • #2

    Franz Stermnbald (Donnerstag, 23 März 2017 11:40)

    Wir sind die Basis einer Pyramide!
    Wir sorgen als Produzenten, Konsumenten, als Kunden und Patienten, als Klienten und als potentielle Delinquenten, für den sich beschleunigenden Strom der Waren, Finanzen und Daten, im Stoffwechsel eines 'pyramidalen' Organismus. Nachdem wir das Ertragsnutzenkalkül eines besinnungslosen Fortschritts im Wachstum verinnerlicht haben, empfinden wir den Raub der Selbstbestimmung und Identität nicht mehr als Verlust. Auf die atomare Einheit der Existenz reduziert, reihen wir uns ein, in die weltweiten Ströme der dynamischen Massen. Dabei steht die Isolation im Nahfeld der Beziehungen, in einem krassen Gegensatz zur Identifikation mit einem globalen Bewußtsein. Über die Instrumentalisierung religiöser Bedürfnisse, werden die Menschen zur Opferung der eigenen Identität gerufen, und zum Dienst für einen allumfassenden Welt-Ethos vorbereitet
    Wer sich nicht von Verschwörungstheorien verwirren lassen will, dem hebt sich mit „Das pyramidale Prinzip 2.0“ von Franz Sternbald der Schleier, und gewährt dem Leser einen unverstellten Blick auf das Wesen des Willens zur Macht! Gleichzeitig ist es ein leidenschaftliches Plädoyer für einen aufgeklärten Glauben, der sich, nach Kierkegaard, auch dem fundamentalen Zweifel stellen muß, sowie die Rettung der Würde des Individuums, gegen die kollektive Vereinnahmung, und seiner Zurichtung für die Zwecke eines globalen Marktes. Hier wird der Versuch unternommen, das Bewußtsein von einem Erlösungsbedürfnis aus der ‚Selbstentzweiung’ des Willens in der Natur zu erklären, und die Selbstentfremdung des Menschen aus seiner ‚Seinsvergessenheit’. Dem überzeugten Christen verschafft die Beschäftigung mit der Analyse des Willens zur Macht von Schopenhauer, über Nietzsche bis Heidegger, ein freieres Auge. Deren Aktualität steht nicht im Widerspruch zu einer christlichen Deutung der Weltgeschichte, sondern liefert vielmehr deren Bestätigung. L.G. Sternbald