Innere Kraftorte - wie wir Stärke in uns finden

Daniela Hutter bloggt über Themen von Weiblichkeit, Frausein, Partnerschaft, Beziehung, Yin-Prinzip

Stärke, Kraft, Energie – dies sind Qualitäten die ich brauche, um meinem Alltag mit seinen vielen Herausforderungen, Aufgaben und Pflichten gewachsen zu sein. „Wie schaffst du das alles nur?“ – eine Frage, die mich dazu ganz oft erreicht. Selten habe ich wirklich eine gute Antwort dafür. Zumeist formuliere ich Sätze wie „ich tu es einfach“ oder „es geht schon“.

 

Doch es gibt auch Tage und Phasen wo es scheint, es geht nicht mehr, wo es an Stärke und Kraft fehlt und die Energiereserven manchmal bedenklich wenig sind. An solchen Tagen braucht es neue Ausrichtung und Besinnung dahingehend „wie finde ich (wieder) zu Kraft und Stärke."  Mein persönlicher Ansatz für mein (er)Leben ist jener, dass ich alles im Innen finden kann. Das macht mich frei und autark vom Umfeld und äußerlichen Bedingungen. Dennoch ist es wesentlich, dass ich mir diesen inneren Raum der Kraft bewusst kreiere und (er)halte. 

Mein innerer Kraftort

Mein innerer Kraftort will atmen können. Das ist nur möglich, wenn ich ihm auch einen Raum der Zeit schenke. Hilfreich ist mir da durchaus, mich an feste Zeiten und Momente zu halten, denn es passiert sonst im Alltag zu schnell, dass mich dieser ganz für sich einnimmt.

 

Der frühe Morgen ist mir ein solches Zeitfenster. Noch ehe ich meine Aufmerksamkeit irgendetwas anderem schenke, gehört die Zeit mir. Noch im Bett fühle ich in mein Inneres und verbinde mich mit meinem Herzen und von dort hin zu meiner Seele.

 

Mein inneres Seelen-Ich ist für mich jene Kraft, „die weiß“. Sie weiß um das Leben das vor mir liegt als Seelenpfad, sie weiß um meine Vorhaben hinsichtlich meiner inneren Zusage an meinen persönlichen Entwicklungsweg.

 

Aus diesem Ansatz heraus vertraue ich auch ganz und gar darauf, dass meine Seele weiß, was ein Tag bringen will. 

 

Morgenritual für den inneren Kraftort

Wenn du das nächste Mal (morgen) aufwachst, dann bleib noch einen Moment ganz bewusst im Bett liegen und fühle wie du auf der Matratze liegst, die dich sicher trägt – so wie es Mutter Erde tut. Spüre bewusst die kuschelige Geborgenheit deiner Decke und begrüße dein inneres Kind an diesem Tag. Lass folgende Botschaft in dir klingen:

  • Ich schenke mich dem Leben jeden Tag aufs Neue – und das Leben schenkt sich mir.

Wenn du aufstehst, stell dich mit beiden Beinen fest auf die Erde und visualisiere die Wurzeln, die aus deinen Füßen in die Erde wachsen und die Botschaft lautet:

  • Ich bin sicher verwurzelt mit Mutter Erde, sie schenkt mir Kraft für einen guten neuen Tag.

Dann strecke die Arme nach oben in den Himmel deiner Träume und die Botschaft lautet:

  • Ich wachse hinein in grenzenloses Vertrauen.

Umarme dich mit deinen Armen und fühle die Worte:

  • Ich liebe mich genauso wie ich bin.

Dann öffne die Arme weit und umarme die ganze Welt und fühle die Botschaft:

  • Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.

So, bereit für den Tag – gehe die ersten Schritte und abschließend formuliere laut oder in Gedanken:

  • Kraftvoll gehe ich durch den Tag, im Vertrauen auf das, was er bringt.

 

Meditation ist für mich die Verbundenheit mit meiner inneren Quelle.

Meditation ist für mich die Verbundenheit mit meiner inneren Quelle. Auch während des Tages richte ich meine Wahrnehmung immer wieder nach innen in meinen inneren Herzensraum aus, um die Verbindung hin zum Dialog mit meinem Seelen-Ich zu nähren. Im Prinzip kann man es durchaus als Momente der Meditation bezeichnen.

 

Meditation ist fester Bestandteil in meinem alltäglichen Leben. Kein Tag beginnt ohne sie, kein Tag vergeht ohne sie. Meditation stellt für mich die Verbindung zwischen innerer und äußerer Welt dar. Meditation ist für mich die Verbundenheit mit meiner inneren Quelle.

 

Mein Anspruch an diese Gedankeneinheit ist nicht, dass ich mich entspannen will, es ist keine Wellnessinsel für meinen unruhigen Geist, sondern Meditation ist für mich die Brücke in meine innere Welt, jene wo ich mir selbst begegne. Mich unterstützt, dass ich mir hierfür zu Hause auch einen äußeren Kraftplatz geschaffen habe. Ein Ort für Stille und Meditation, ein Platz um ganz mit mir zu sein.

 

Alleine das tägliche Zurückkehren hierher wirkt für sich selbst – beinahe automatisch öffnet sich aus dem Verweilen heraus in mir eine innere Quelle der Kraft.

Mein Platz der Meditation

Ich habe einen eigenen Platz für die Mediation. Es ist sozusagen mein Kraftplatz in meinen vier Wänden zuhause und ich nenne ihn Altar, frei von der Begrifflichkeit die wir aus der Kirche kennen. Mein Altar ist mir besonderer Platz, an dem ich das Göttliche einlade und auch mit dem Göttlichen in mir Kontakt aufnehme und ist mir dadurch ein Ort der Ausrichtung und des inneren Dialogs geworden, eine Begegnungsstätte sozusagen, mit mir & mir, mit mir & dem Göttlichen.

 

Mein Altar ist ein kleines Tischchen. Dort finden sich Heiligenstatuen, auch wenn ich keine Buddhistin bin, findet sich da eine Buddha-Statue – sie steht für mich für das Göttliche. Da steht auch eine Marienstatue. Zu Mutter Maria fühle ich mich hingezogen, es mag seinen Ursprung in meiner christlichen Erziehung haben. Und dann finden sich weitere Gegenstände, die die Elemente repräsentieren. Ich schmücke meinen Altar stets mit Blumen oder mit anderen Geschenken aus der Natur. Was immer mir in meinem Leben gerade wichtig ist, findet seinen Platz und seine Würdigung auf dem Altar. Gerne mag ich auch Kartensets, die ich als Orakel verwende, die mir Antworten schenken oder unterstützend für einen Gedanken zur Meditation dienen.

 

Und gerade, wenn es „viel“ ist, mein Tag mir „dicht“ erscheint, achte ich umso mehr auf diese kurzen Zeiteinheiten für mich. Denn diese innere Einstimmung und Ausrichtung ermöglicht meinen inneren Energien „für mein (er)Leben“ zu fließen, mein inneres Selbst unterstützt mich sozusagen mit dem Fluss der Energie an Qualität und Kraft die in der jeweiligen Situation des Tages benötigt wird.

 

Innere Energien wollen unterstützend „für mein (er)Le- ben“ fließen. Das wahre Ich möchte sich von unserem Selbst führen lassen. Da erscheint es direkt paradox, dass es dennoch einen Anteil in uns gibt, der sich dem auch zuweilen entgegenstellt. Es ist jener Aspekt, der sich gegen Veränderung wehrt. Manche bezeichnen es als Ego, das vorzieht, das alles so bleibt wie es ist und in der Komfortzone des Bestehenden verweilen möchte. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Ganz irdisch und menschlich könnte es Bequemlichkeit oder auch Oberflächlichkeit sein, oder aus einer Ebene tiefer sind es Ängste, wo wir es vermeiden wollen, ihnen zu begegnen.

 

Dieser innere Anteil wird von Mechanismen unterstützt, die uns (unbewusst) steuern: die Autoprogramme unserer Glaubensmuster und Prägungen. An dieser Stelle geht es um Persönlichkeitsentwicklung. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Meine Persönlichkeit will sich entwickeln, befreien von dem was mich (noch) zurückhält. Die Energien die ich dafür aktiviere öffnen eine innere Quelle an Kraft, die für mich und mein (er)Leben sprudeln will.

 

Aus dieser Wahrnehmung heraus erklärt es sich, dass die Achtsamkeit gegenüber den Begrenzungen, die wir uns aus den unangenehmen Lebenserfahrungen heraus in unseren Alltag hineinsetzen, auch ein liebender Akt der Vorsorge für den Erhalt und die Pflege meiner inneren Kraftquelle ist. All jenes, was wider unsere wahre Natur ist, begrenzt uns in unserer Lebensenergie. Dem gilt es auf die Spur zu kommen, denn wenn weniger Lebensenergie fließt, spüren wir das in unserer Schöpferkraft. Die Energie reicht dann nicht mehr aus, um aus eigener Kraft he- raus das Leben zu gestalten. 

 

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Niemand kann die Kraft für uns aktivieren, niemand kann das an unserer Stelle tun. Nur ich kann es für mich tun. Dennoch ist auch das Umfeld, das mich umgibt, wichtig. Wenn wir uns widerfinden in einer Gemeinschaft von Menschen die nichts wagen, die stets den sicheren Platz wählen und lieber zufrieden sind mit dem was sie haben, als auf die Möglichkeiten zu sehen, dann hat das auch auf mich selbst Einfluss. Auch ihre unausgesprochenen Botschaften unterwandern mein System, wie Viren. Sie sind dann in mir aktiv. Bewusstes Sein und aufmerksame Achtsamkeit dem gegenüber ist unerlässlich. Es braucht ein bewusstes Ja für sich selbst. Verbindlichkeit die man zugunsten sich selbst wählt. Diese innere Haltung umarmt all das was meinen Raum der Kraft hält, auch äußere Faktoren.

 

Wenn ich zum Beispiel im Alltag einen Lebensstil wähle, der an meinen körperlichen Ressourcen zu sehr zehrt, dann ist es logische Folge, dass mir die Kraft scheinbar ausgeht. So unterstütze ich mich unentwegt mit all den Möglichkeiten für ein gesundes und vitales Leben. Ich achte auf Ernährung, Bewegung, frische Luft. Mein Körper als Kraftort will auf der Ebene der Materie seine Zuwendung erhalten. Wenn Energie in uns „frei fließt“ dann fühlen wir uns nicht nur vital und gesund, auch ausgeglichen und stabil in unserer inneren Mitte, angebunden an die universelle Energie. Diese dient uns als die größte Energiequelle. Auf diese Weise ist mir mein Körper mein Kraftort.

 

Meine Innenwelt ist mein innerer Tempel.

 

Von hier aus schöpfe ich Kraft und Stärke für ein selbstbestimmtes Leben in Leichtigkeit, Glück und Freude. 

 

 

 

Dieser Artikel erschien zunächst als Text im Magazin Visionen

 



(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe

Fotocredit: Canva; Steffi Fischer Photografie

aus meinem neuen Yin-KartenSet:

Verbindung

InspirationsQuelle:

Yin nährt die Kraft. So ist Yin der Ursprung der Kraft und Kraft ist Yin, als eine weibliche Weise der Kraft.Oftmals existiert die Vorstellung Kraft wäre Yang. Diese gibt es auch. Es ndet sich alles in allem. In jedem Yin ein Yang, und umgekehrt. Die yinische Weise der Kraft unterscheidet sich von der männlichen Weise der Kraft. Sie bündelt viele Qualitäten des Yin und in ihrer Summe machen sie die weibliche Weise der Kraft aus. 

 

Qualitäten die nahe sind:

Intuition · Fühlen · Wandlung 

 

den Pfad in die Tiefe fühlen:

Fühlst du dich kraftvoll in deinem Leben agierend?

Wo/wie spürst du deine Kraft?

Wo in deinem Körper nimmst du sie wahr? 

 


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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

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Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.


Kennst du auch solche Situationen aus deinem (er)Leben?

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Kommentare: 2
  • #1

    Karin (Mittwoch, 04 April 2018 10:20)

    Was ist, wenn man immer wieder sein Kraftfeld findet! Doch der „Virus“ vom Umfeld einen immer wieder herunterzieht? Man kann doch nicht sein engeres Umfeld komplett verlassen!? Es ist anstrengend, fühlt sich wie eingeschränkt nicht frei bzw. nach einer gewissen Zeit ist man in dieser Schwingung und muss wieder zu der eigenen Schwingung zurückfinden! Ständiges Auf und Ab!!!

  • #2

    Gudrun (Mittwoch, 04 April 2018 18:43)

    So lange wir noch in Verantwortung mit Kindern und Job sind, ist es immer wieder eine Herausforderung.
    Auch mir gelingt es eher wenig mich dem meditieren zu widmen, in der Zeit der Neuorientierung und Umbruch.
    Die Schlafens- und Aufwachzeit nutze ich deshalb für mich.