Dem Weg der Freude folgen

Daniela Hutter bloggt über Themen von Weiblichkeit, Frausein, Partnerschaft, Beziehung, Yin-Prinzip

 

ICH BIN GENERVT. Rund ein gutes Drittel der Mails, die ich heute Morgen in meinem Postfach fand, hatte die Ab- sicht „mir etwas verkaufen zu wollen“ – hier ein Kurs, dort eine MastermindGruppe, da ein besonderes Special und allesamt sei nur noch bis heute Abend erhältlich.Verknappungstheorie als Köder, wie nervig.

 

Es erreicht mich hauptsächlich die Botschaft „Schau her, wer ich bin und was ich kann. Kaufe, buche ...“

Ja, geht es denn in dieser Welt nur mehr ums Geschäft?

 

Diese Frage bewege ich schon seit einiger Zeit in mir. Sie bröselt mich nahezu auf. Einerseits habe ich Verständnis für das Thema von Beruf und Business, denn auch ich muss mein Geld für mein Auskommen verdienen.

Doch andererseits und darüber hinaus:

  • Wird da nicht etwas übersehen?
  • Muss es denn (scheinbar) unermesslich sein?

Ja, geht es in dieser Welt nur mehr ums Geschäft?

 

Schneller, weiter, höher und immer mehr. Mehr Verkäufe, mehr Besucher, mehr Einkommen?

 

Business allerorts, so erscheint es mir. Vor noch wenigen Jahren war es gefühlt ganz anders. Da erreichten mich Mails, Nachrichten, Briefe – „einfach so“. Die Menschen haben mir von sich erzählt. Sie reichten mir ihre Geschich- ten aus ihrem Leben, erzählten mir von ihren Sorgen und Freuden. Und manchmal erreichten mich auch ihre Rat- schläge und ihr Wissen. Ich mochte dieses Erleben sehr, das gab mir das Gefühl, Grenzen lösten sich auf, Menschen aus der Ferne rücken zusammen, werden sich nah, Freundschaften werden möglich. Facebook & Co, das Internet und E-Mails schienen da wertvolle Gehilfen zu sein. Alles entsprach voll und ganz dem Wassermann-Zeitalter.

 

Doch irgendwann hat es sich verändert. Gefühlt vor wenigen Jahren. An Freundschaften scheinen die Menschen nicht mehr so interessiert zu sein, es geht mehrheitlich nur mehr um Geschäftsbeziehungen. Das „Du“ gaukelt mir noch die Freundschaft vor, das Bild vom Urlaub die persönliche Note, doch dahinter scheint ein anderer Zeitgeist zu stehen, der nur eines will: Kaufe!

 

Und ich selber finde mich mittendrin. Es umarmt mich die Energie eines 􏰀􏰀 Mainstreams.

 

Es ist eine Energie, für die ich selber stehe: mein Mailworkshops, meine Onlinekurse, die Webinare, meine Timelines in Facebook, auf Twitter, Instagram – all das biete ich schon seit mehr als 10 Jahren an. Ich war damit Pionierin.

Kann ich nicht mehr aushalten, wofür ich selber stehe?

Mein Wahrnehmen ist mir selber ein Rätsel: Kann ich nicht mehr aushalten, wofür ich selber stehe? Was bedeutet mir also meine Wahrnehmung aus dem Außen hinein in meine Innenwelt?

 

„Mach‘ weniger“ – ein Gedanke, der mich in dem Moment erreicht. Naja, das wäre schon möglich. „Aber ein bestimmtes Einkommen muss ich auch erzielen“, schicke ich dem Gedanken als Antwort zurück. Doch ich spüre, so einfach ist die Antwort nicht. Es braucht die Tiefe und das Ergründen.

 

MeinWahrnehmen lädt mich zu mir selber ein. Es braucht ein Innehalten und ein Verweilen mit mir selber und meinen Gefühlen – es will der innere Dialog geführt werden.

 

Ich reiche mir die Frage: „Geht es um mich selbst? Bin ich selber zu busy, zu sehr aufs Geschäft oder den Erfolg fokussiert?“ ... Es erreicht mich keine Antwort, aber eine Energie, die mich einhüllt. Ah ja. Mein Verstand hätte gerne konkrete Antworten.

 

Zweifle ich an mir selbst?

Ich wiederhole die Frage an mich und die Antwort kommt prompt:„Zweifelst du denn an dir selbst?“

 

Mein ganzer Körper, mein Denken und Fühlen signalisiert Zustimmung. Zweifel? Mein Verstand wehrt sich, er liebt Klarheit mehr als Zweifel. Und schließlich schenkt mir die Art und Weise, wie ich meinen Beruf aktuell ausübe, durchaus ein Gefühl von Sicherheit. Also reiche ich die Frage an meine Seele weiter: Muss ich etwas verändern? Und was bitte genau muss ich verändern?

 

Die Antwort meiner Seele kommt klar und deutlich: Ja, du musst etwas verändern! 

 

Ich gebe zu, ich hatte Angst vor einer solchen Antwort. Und jetzt?

Nein, Veränderung macht mir keine Angst mehr.

 

Fehlt nur noch die Antwort auf die zweite Frage, was genau ich verändern soll. Mein Körper ist ganz entspannt, als er die Botschaft der Seele vernimmt: Freude. Lass dich nicht beirren. Folge einfach dem Weg der Freude!

 

Fühle Freude, schenke Freude, ganz gleich, wie die Welt um dich herum sich verändert.

Mein Verstand nimmt diese Botschaft der Seele dankbar auf.

 

Und ein tiefes Gefühl umarmt mich: Freude!


Der Artikel erschien zunächst als Kolumne "die Brösel" im Engelmagazin.

(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe

Fotocredit: Canva; Steffi Fischer Photografie


Empfehlung - Webinar  (mit Aufzeichnung)

Das Yang.Dilemma

Die Dynamik des Yang ist uns Frauen vertraut. Erziehung, Schule, Berufsausbildung und die gesellschaftlichen Dynamiken von schneller-weiter-höher haben es uns (an)gelehrt. Wettbewerb, Konkurrenz, Leistungsprinzip, Technik und Digitalisierung prägen nicht nur unseren Alltag sondern prägen (unbewusst) auch uns, unsere Verhaltensweisen und unsere Glaubensmuster.  

Für uns Frauen stellt das ein Yang-Dilemma dar. Denn in der Tat entsprechen diese Mechanismen nicht unserer Natur, nicht unserem Wesen als Frau. Es wäre das Yin, das unseren Weg prägen soll. Doch diese Weise ist uns oftmals nicht in seinem Umfang bekannt und auch nicht vertraut - schenkt scheinbar nicht so viel Sicherheit wie die Mechanismen des Yang.

 

Wie nun einen Ausweg finden?
Welche Ausrichtung für die Themen des Alltags, Beziehung, Beruf wählen? 

 

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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

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Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.


Kennst du auch solche Situationen aus deinem (er)Leben?

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Kommentare: 1
  • #1

    Magdalena Pichler (Dienstag, 26 Juni 2018 20:17)

    Diese "FREUDE" teile ich mit dir, liebe Daniela, mit einem herzlichen DANKE für ALLES!!!

    Herzensumarmung und in Vorfreude auf ganz bald in Tirol!
    Magdalena