06.01.2023 - Die HeiligenDrei Könige und die Königinnen .. auch

Rauhnächte Mondmonate Neumond Vollmond Ritual

 (c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe 

Heute ist der letzte Tag aus dem Rauhnachtszyklus, wenn auch keine eigentliche Rauhnacht mehr
, dennoch ist der heutige Tag ein besonderer, es wird  das Fest der heiligen Drei Könige gefeiert, in der katholischen Kirche werden sie als Heilige verehrt.

 

Es gibt viele Geschichten rund um die heiligen drei Könige. Und die landläufige ist wohl jene, die von der christlichen Kirche sehr geprägt worden ist. 

 

In der Überlieferung gelten sie als Könige, wohl aber sind sie auch als Philosophen, Sterndeuter und Magier beschrieben. Für viele repräsentieren sie die Kontinente Asien, Afrika, Europa. Selbst die genannte Zahl ist unterschiedlich, so gibt es in den alten Abbildungen zwei, drei oder vier der Könige zu sehen. Es gibt sogar eine syrisch-aramäische Version, die von 12 Magiern erzählt.  (und wie gut passt das wieder zu den Rauhnächten ?)

 

So lädt uns der heutige Tag abschließend nochmals dazu ein, den vergangenen Rauhnächten ihre Philosophie, ihre Be-Deutung, ihre Magie zu geben.

  • Wie könntest du dies hin zu deinem Alltag benennen - ist ein "roter Faden ersichtlich"?

Mein ganz persönlicher Zugang zu den Geschichten der Bibel ist jener der Gleichnisse und so gefällt mir die Deutung von 3 Königen - die drei Lebensalter des Menschen repräsentieren (Jugend - Erwachsenenzeit - weises Alter), und die "dem Licht folgen";  auch das Geschenk der Myrrhe (die Jesus gebracht wurde) trägt ein schönes Symbolbild in sich:  Myrrhe ist eine Heilpflanze; und "Heilung wurde gebracht, indem wir das göttliche Licht (in uns) erkennen". 

 

So könntest du den heutigen Tag auch dazu nützen, ein stückweit mehr zu sehen als nur letzte Rauhnachtszeit. Spanne den Bogen deiner (bisherigen) Lebensgeschichte:

  • Jugend -Erwachsenenzeit ... weises Alter
    Kannst du darin ein Licht sehen, dem du stets gefolgt bist?

  • Das göttliche Licht IN dir ....... kannst du es sehen? Benennen?

Vielerorts gibt es viele Gebräuche des Brauchtums. In der Schweiz, Spanien, Frankreich und England wird der Königskuchen gebacken. In den Kuchen werden traditionellerweise Glücksbringer eingebacken und wer drauf beisst, ist für einen Tag der König. 

 

Der bekannteste Brauch ist vermutlich jener, dass Kinder (mancherorts auch Erwachsene), verkleidet als heilige drei Könige und mit einem Stern, singend und mit Geschichten von Haus zu Haus ziehen. Früher haben sie sich so ein kleines Zubrot (im wahrsten Sinn des Wortes) verdient, heut wird meist für einen caritativen Zweck gesammelt. Die Sternsinger werden von der jeweiligen Pfarre ausgesandt. Und über so mancher Haustüre kann man dann C-M-B zusammen mit der Jahreszahl lesen, dies wird mit Kreise raufgeschrieben und ist ein Segensspruch: "Christus Mansionem Benedicat" - "Christus segne dieses Haus". Auch die weiße Kreide hat "Funktion", die Geister (Dämonen) können weiß nicht sehen, deshalb "trifft" sie der Segen dann umso heftiger.

  • Welcher deiner Erkenntnisse der letzten Rauhnachtszeit verankerst du nun mit deinem Segen hin zum Leben .. dein Leben als dein *Zuhause deines göttlichen Seins, die/der du bist* ?

C-M-B .. K-M-B .. Kaspar-Melchior-Balthasar oder auch .. Katharina-Margaretha-Barbara .. als die drei heiligen Frauen aus dem Team der 14 Nothelfer, die uns selbst die Kirche so vermittelt. Dieses Bild, das sich hier zeichnet selbst trägt für mich damit das Weibliche & das Männliche, Yin & Yang.

 

Der Kreis schließt sich, der Kreis als symbolhaftes Bild der Heilung. Heilung geschieht im "gesamten Bild" das sich uns zeigt, gerade jetzt am Ende der Rauhnachtszeit.

  • Was durfte in dir "rund" werden die letzte RauhnachtsZeit?
  • Worin erkennst du das "gesamte Bild"?
  • auch darin dass es "heil" werden darf?

 

die heiligen Madln oder die heiligen drei Könige?

Es war die Kirche, die den Dreikönigsbrauch eingeführt hat um den alteingesessenen Rauhnachtskult zu verdrängen.  Die dreigestaltige Percht wurde durch die drei Könige ersetzt.

In manchen Gegenden des Alpenraums zogen im Brauchtum an diesem Datum drei Frauen umher, zurückzuführen auf die Naturrituale der Menschen.

Es waren die drei Schutzgöttinnen, die die alte Zeit geprägt haben: Ambeth, Wilbeth und Borbeth, sie bilden die göttliche Triade als Erd-, Mond- und Sonnenfrau. Es ist davon auszugehen, dass die Kirche sie *unter den neuen Namen übernommen haben*, denn von der Energie sind sie ähnlich zu spüren wie  "Margaretha mit dem Wurm", "Barbara mit dem Turm" und "Katharina mit dem Radl" - die "heiligen drei Madl" - so lautet der entsprechende Merkspruch, den man im Alpenraum dazu kennt.

Im ländlichen Raum kennt man sogar den Spruch "Cathl mach's Bett" - und das Wort "Bett" liefert wieder einen Hinweis auf die "Bethen".  So sind es "Frauendreiheiten" die als Dreifrauenkult kulturgeschichtlich miteinander wohl verwandt sind - als Schicksalsgöttinnen, Schicksalsfrauen,  Segensbringerinnen, Berggöttinne, Muttergöttinen und über die Jahre von der Kirchen nicht nur "verchristlicht", auch "vermännlicht" wurden. 

 

Dort und da sind am 6. Jänner nochmals  die "wilden Gesellen" (Perchtenlauf, Glöcklerlauf u.a.) unterwegs um die Geister, die während der Rauhnächte unterwegs sind, zu jagen und zwar zurück in ihre Welt. Symbolhaft zeigt uns das, dass "die Tore sich schließen", darüber dass in diesen Tagen die "Schleier gelüftet" sind habe ich ja während dieses Rauhnachtszyklus täglich geschrieben. Aber in früheren Zeiten war ganz wichtig, dass die Geister in ihre Welten zurückkehren, denn sie galten als Ursache für das Unglück, schlechte Ernte, Krankheit und Tod.

 

der 6. Jänner ist ein "RauchTag"

Deshalb ist es im alpenländischen Raum der Brauch, dass an diesem Tag nochmals geräuchtert wird. Die Bauern ziehen mit einer Räucherpfanne durch ihr Haus, die Stallungen, das Grundstück. Hier wird mit Weihrauch und Kräutern aus dem Kräuterbusch, der am 15. August gesammelt und geweiht wird, geräuchert. Dies soll den Hof und alle Menschen und Tiere vor Unheil schützen.

  

In meinem Zugang zu den Rauhnächten ist der 6. Jänner ein wichtiger Tag, auch wenn er selbst nicht mehr zu den Rauhnächten zählt. Es ist der Tag an dem die Energien, die im vergangen Zyklus aufbereitet wurden verankert werden, "geschützt" werden und eine gute Basis für's neue Jahr ist. Und nun geht's los ins neue Jahr.

mehr über die Rauhnächte lesen, >> hier


Kreiere deinen Abschluß zu den Rauhnächten:

10.01.2023 - 20:00 h (mit Aufzeichnung)


 

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Fotocredit: joerg haeken

 


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Ich hoffe, meine Impulsreihe während der Rauhnachte hat euch inspiriert und ich wünsche Euch nochmals ein hervorragendes neues Jahr.

 

Mögen all Eure Träume und Visionen wahr werden - denn sie sind Erinnerungen eurer Seele an dein ganz persönliches Me(e)hr vom Leben.

 

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Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), „Mach dein Leben hell“ (2015), "Das Yin-Prinzip" (August 2016) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013) und "Karten der Weiblichkeit" (2017).

 

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Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen.

Das waren die Rauhnächte 2022/23...

Danke für Euer Feedback ...

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Kommentare: 6
  • #1

    Anja Steigerwald (Freitag, 06 Januar 2023 08:40)

    Vielen lieben Dank für diese wundervolle Begleitung. Mir sind ein paar Lichter aufgegangen. Herzlichen Dank Anja

  • #2

    Wiebke Schnebel-Hindermann (Freitag, 06 Januar 2023)

    Ich sage DANKE!
    Mein drittes Jahr, was durch Dich begleitet wurde, liebe Daniela.
    Sie alle waren so anders - wie kann es auch anders sein, wenn sich die Räder der Jahre, des Lebens, weiterdrehen.
    Und dennoch empfinde ich es als so spannend, immer wieder.
    Ich bin zutiefst dankbar für die Impulse, die mich erreicht haben und bin neugierig, wie sie sich in das kommende Jahr hinein weben werden...
    Ich freue mich auf den Cosmic Circle...
    Von ♡ zu ♡,
    Wiebke

  • #3

    Christiane (Freitag, 06 Januar 2023 12:10)

    Von Herzen Danke, liebe Daniela! Es ist immer Genuss und Inspiration zugleich, von dir zu lesen und begleitet zu werden. Ich freue mich sehr auf das Jahr. Alles Liebe für dich und all die wunderbaren Menschen, die an der Begleitung teilgenommen haben ❤️

  • #4

    Sigrid Kraus (Freitag, 06 Januar 2023 12:28)

    Von Herzen ein großes Dankeschön, Daniela, für Deine Begleitung & Deine vielen wertvollen Impulse. Es ist meine erste Erfahrung mit dem Rauhnachts-Zyklus & es war & ist MAGISCH. Danke!

  • #5

    Karin Mühle (Freitag, 06 Januar 2023 14:17)

    Ein großes Dankeschön für deine Inspirationen und deine Begleitung durch die Rauhnachtszeit. Danke, dass du an deinem Wissen so großzügig teilhaben lässt. Ich freue mich auf den Cosmic Circle zum Abschluss dieser magischen Zeit. Alles Liebe für das neue Jahr.

  • #6

    Wiebke Spitczok von Brisinski (Freitag, 06 Januar 2023 21:37)

    Herzlichen Dank Daniela für dieses Rauhnachtstage-Geschenk!!
    Es war für mich das erste Mal die Rauhnachtstage so durch zu arbeiten und es war sehr schön, auch spannend, tiefgreifend und einige Erkenntnisse kamen zu lichte.
    Ich freue mich sehr auf dieses neue Jahr 2023!
    Liebe Grüße Wiebke

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