Die Lektion der Zwiebel

Spiritualität geschieht für mich im Alltag. Und so wie zum Beispiel das Reinigen der Dusche eingebettet ist in ein tägliches Ritual der Dankbarkeit (hier zu lesen) und für mich alltägliches Tun ganz oft ein Akt der Meditation ist, begegnen mir meine "spirituellen Lehrer" oftmals in außergewöhnlichen gewöhnlichen Alltagsmomenten.

 

Da zwar zum Beispiel die Lektion der Zwiebel. Sie war es, die mir eine sehr weise Botschaft übermittelt hatte, durch sie geschah Heilung. Klingt schräg? Also lasst mich erzählen .. Ihr kennt das ja vielleicht, man schneidet die Zwiebel, das gehört zum Akt des Essen zubereitens beinahe täglich dazu. Erst versucht man es noch unter Kontrolle zu halten, kämpft innerlich dagegen an, doch letztlich hat man kaum Chance: Es tränen die Augen, Make up verschmiert und alles fließt und zerfließt.

Das mag auch der Grund sein, warum man dort und da Tipps erhält um eben dies zu vermeiden: man mache das Brett nass, das Messer ebenso oder nehme einen Schluck Wasser in den Mund, den man drin behält bis man fertig ist. Es soll auch helfen die Zwiebel selbst nass zu machen oder man soll dafür sorgen, dass sie richtig kalt ist - durch Kühlschrank oder Lagerung am Balkon, in der kühlen Jahreszeit, versteht sich. Oder wenigstens, das Messer sollte sehr scharf sein. Alles Vermeidungstaktiken.

 

All das hatte ich oft in Gedanken, war aber zu bequem es zu versuchen, doch zumindest rezitierte ich stets dies Tipps, während die Tränen fließen mit dem innerlichen Auftrag: "beim nächsten Mal solltest du .. wirst du .."

 

Und dann sprach vor vielen Jahren die Zwiebel zu mir, zumindest kam es mir damals so vor: "Warum willst du deine Tränen verhindern?" Kaum dass dieser Satz in meinen Gedanken da war, fiel es mir wie Schuppen von den Augen oder soll ich sagen "Zwiebelschichten lösten sich". Exakt: das kannte ich bestens aus meinem Leben - keine Tränen. Ich bin stark. Man sah mich nie weinen. Weder wenn es schmerzte, noch in einer therapeutischen Sitzung, ganz geschweige denn in einem Seminar (weder irgendwo als Teilnehmerin und als Seminarleiterin schon gar nicht). Ich erzähl euch sogar eins weiter - ich konnte gar nicht weinen. Ich war gut in Vermeidungstaktiken, hatte da etliches im Repertoire und im Gegensatz zum Zwiebelschneiden, wendete ich das stets auch raffiniert und versiert an.

 

Der Dialog mit der Zwiebel hat alles verändert. Seit ich beim Schneiden ihre Wirkung genieße, Tränen den freien Lauf lasse und mich sogar an ihnen erfreue, denn das Nass tut ja schließlich meinen (von der PC-Arbeit gerne trockenen) Augen gut. Seither dürfen auch in anderen Lebenssituationen fließen. Und das Muster "Ich bin immer stark, ich zeige meine Emotionen nicht" das ganz oft als Blockade wirkte, hat sich ganz von selbst aufgelöst. Dank der Zwiebel. Danke an die Zwiebel.

Und ich weiß es auch zu schätzen, was ich in meinen Seminaren und Coachings stets ausdrücke: Tränen sind Perlen der Seele. Mit ihnen löst sich die Blockade. Energie fließt (wieder). Mehr Lebensenergie ist wieder da.

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