Warum ich das Wort "Heilung" manchmal nicht mehr hören kann

© Kristin Gründler - Fotolia.com
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Manchmal ergibt es sich ja, dass man eine "Dichte" an spirituellen Menschen um sich hat, dies vor allem wenn man auf einer Veranstaltung ist oder wie ich, als ich zuletzt auf Urlaub war und dort stetig mit Menschen, die gerade ein Seminar besuchten, umgeben war. Oft suchen die Leute meine Nähe um in einem Gespräch mit mir ihre eigene Tiefe zu finden. Diese Offenheit ist mir stets Geschenk und ich genieße die Gespräche.

Ein Wort, das man dabei am öftesten hört, ist das Wort "Heilung". Mit einer Inbrust wird mir erzählt und ich höre die Geschichten, was alles noch "geheilt werden darf, was alles gerade heilt".

Und ich merke, wie mich das Wort "Heilung" triggert. Da ist etwas in mir, das mich erinnert, an mich selbst. Und mit einem Schmunzeln erkenne ich die Erzählenden oftmals aus meiner eigenen Geschichte und erinnere mich auch daran, wie ich so manch Diskussion mit meinem Mann führte, denn da war er es, der oftmals zu mir sagte "Heilung! Sag mal, möchtest du dir einreden dass du krank bist?" - Und ich war es, die ausdauernd darüber referierte, was alles in uns noch nicht heil ist und dass es dabei gar nicht um Krankheit, sondern viel mehr um all die Geschichten geht die man innerlich halt so mit sich herumschleppt. Ehrlich, auf viel Verständnis bin ich dabei nicht gestoßen, ebenso wenig wie mit all den Büchern die in unsere Zuhause zu finden waren, wo im Titel zu jener Zeit das Wort "heil" ganz oft zu finden war.

 

Heute, viele Jahre später, sehe ich das mit Abstand. Es scheint vieles ist in mir "rund geworden". Und damit geschah wohl das, was ich in den Begriff "Heilung" packte. Unwissentlich damals, aus heutiger Sicht sehr wohl.

 

Der Kreis ist das energetische Muster für Heilung. Kein Anfang, kein Ende, stetiger Fluss.

 

Und wenn etwas "rund wird" dann schließt es sich auch zum Kreis. Vermutlich ist das auch der Grund warum die Runde stets als wohltuend betrachtet wird. Ich selbst erlebte den Kreis von Frauen stets als heilsam, da war nichts weiter zu tun - SEIN ist stets völlig ausreichend. Es schließt sich, Energie kann fließen.

 

Doch ich möchte doch noch einmal den Blickwinkel darauf lenken, wo positionieren wir uns - im Feld des Unheilen? im Feld dessen, dass dieses und jenes noch geheilt werden will? Die Erkenntnis ist wohl wertvoll. Doch ich habe in meinem Leben erfahren und gelernt, dass gerade in den "neuen Zeiten" die Leichtigkeit der Wegweiser ist und mit der Leichtigkeit verbinde ich Ausrichtung.

 

Ich platziere mich nicht mehr im Feld dessen, was bei noch "unheil" ist. Ich platziere mich im Feld des Kreises, des Runden, wo ich mich so sehr geborgen fühle. Aus dieser Sicht wage ich manchmal, dann wenn meine Seele mich auffordert, den Blick dahin was möchte noch "integriert werden", eingeladen in den Kreis.

 

Fiel dir das Wort "manchmal" auf? Ja, das meine ich tatsächlich so. Denn prinzipiell fühle ich mich im Kreis wohl und ich genieße das Sein dort, ich genieße all das was rund ist, bin dankbar dafür und fühle den Segen. Es ist so vieles vollkommen in meinem Leben, dass das Unvollkommene als Aspekt des Schattens durchaus SEIN darf. Und im Erlauben des Seins, der Annahme und Akzeptanz, vielleicht der Einladung in den Kreis, geschieht ganz von selbst schon ganz viel ... nämlich Heilung.

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit (2013).

mehr Info zu den Büchern >> hier

Ich freue mich auf unseren Gedankenaustausch

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