Einen Augenblick, ich chante erst 108x OM

Das alltägliche Leben IST wohl ein steter Transformationsprozess und ich erlebe ihn entgegen glorifizierender Beschreibungen, wie es in esoterischen Kreisen manchmal gerne kommuniziert wird, absolut, fern von *Erleuchtung* - ganz praktisch, alltäglich und nervenaufreibend. Es sind die EREIGNISSE, die rund um uns passieren, die BEGEGNUNGEN die sich im Alltag aneinander reihen - Geschehnisse, Kommunikation, unspirituelle Zeitgenossen, *normale* Menschen - LEBEN eben.

Und was dann tun in *jenen Situationen*? Räucherstäbchen anzünden, Mudras setzen, Atemübungen, Essenzen einnehmen, Edelsteine setzen, Heilkreise legen, ein Mantra chanten, Affirmationen rezitieren? Oder besser alles aufeinmal?

 

Doch was macht inzwischen das Ereignis, die Situation, die Person, das Gegenüber?  - "Warten Sie einen Augenblick, ich chante erst ein OM." und  "Darf ich Ihnen inzwischen einen biologischen Detoxtee servieren?" Ganz ehrlich, wenn ich das meinem aufgebrachten Ehemann, der verzweifelten Sekretärin, dem Polizisten mit dem Strafmandat oder dem pubertierenen Kind sage, dann erreiche ich damit allerhand und viel wird passieren -  aber bestimmt keine Erleuchtung.

Dennoch, das Leben geschieht - und zwar exat so und es hat noch viel mehr solcher Situationen parat, stetig. Und wie nun tun, erst auf die Erleuchtung hinarbeiten, sich in spirituellen Praktiken disziplinieren und dann wenn "man soweit ist", serviert das Leben keine Streitgespräche, Strafmandate oder unliebsame Zeitgenossen?

Ich zweifle daran und erlebe mich seit vielen Jahren in einem stetigen Prozess darin. Ein Tanz. Da die Situation, da das Erkennen des Spiels und zugleich das Sich-selbst-wahrnehmen als spirituellen Anfänger fern von Erleuchtung.


Dennoch sind spirituelle Praktiken Teil meines Alltags. Doch alles zu seiner Zeit. Für mich ist diese Zeit morgens und in Pausen zwischen all meinem Tun. Und dieses Tun ist dann eingebettet in das Spiel des Lebens, dort kann ich sozusagen die *Übungseinheiten* absolvieren.

 

Und was nun, wenn *Unangemessenes* passiert? Dann schau ich immer bei MIR und überlege, was kann *ich* dazu beitragen - als dass die Situation für *mich* (und damit auch für andere) sich verändert, erträglicher wird. Ganz unabhängig davon ob das *fair* ist - einfach für MICH. Manchmal reicht ein Lächeln, eine Umarmung des allen im Herzen - aber ganz oft braucht's auch konkretes Tun. Und dieses Tun kann schon mal bedeuten, ich bin aufgefordert über meinen Schatten zu springen.

Und ehrlich, manchmal schaff ich diesen Sprung nicht - und im Angesicht des Schattens *hängen*. Auch das ist Leben, eben.

 

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Coaching ist Begleitung in zu praktischen Lösungen in Situationen des alltäglichen Lebens, die (noch) stagnieren.  Mittels Foto, Geburtsdatum und Wohnadresse und einer kurzen Beschreibung der Situation, um die es geht, nehme ich energetisch Kontakt mit "Ihrem System auf" und eruiere die Blockaden. Gemeinsam sehen wir das Hindernis erneut, arbeiten daran, es Schritt für Schritt aufzulösen und definieren das Ziel. Mehr Info dazu >> hier

 

heilsamer Kreis für das FrauSEIN erleben wir wenn uns die Zeit und den Raum schenken für uns zu SEIN, wenn wir weibliche Rituale nützen um eintauchen in die weibliche Energie und sie erkennen als unser wahres Sein und damit unserem wahren SELBST näher kommen. Mehr Info dazu >> hier

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Kommentare: 1
  • #1

    Anna (Freitag, 11 April 2014 16:55)

    Danke für diesen Eintrag. Ich habe ein bisschen gelacht, als ich das gelesen habe. Und für einen Moment habe ich überlegt, ob es eine Option ist, in der nächsten unschönen Situation zu sagen: "Moment, ich bin gleich wieder für dich da - wenn meine Rescue-Tropfen wirken." ;D

    Ich denke, dass wir immer wieder in solchen Situationen landen werden und die Herausforderung ist es wohl, genau damit umzugehen. Alles andere wäre ja zu leicht. ;)

    Alles Liebe!
    Anna