Lieben was IST...

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Meine WELT der Arbeit bewegt sich viel im Internet. Das bedeutet, ich nehme dort auch viel wahr. Mehr und Mehr. Es tummeln sich die Angebote, verlockend sind die Formulierungen. Diese kann man lernen, um auszudrücken und "es richtig zu machen" - die Angel so zu platzieren, dass Fisch, viel mehr Mensch, auch zubeißt.

 

Die Beute der virtuellen Fischer scheint immer wieder üppig zu werden.  Das darf so sein, es herrscht freier Markt und freier Wille.


Und dennoch nehme ich mir (wieder einmal) die Freiheit meinen Gedanken Ausdruck zu schenken. Wenn der Fisch an der Angel zubeißt, tut er das auch nicht, weil er weiß dass er auf einem Teller landen wird, seine Absicht war eine andere. Die vielfältigen Angebote können auch bewirken, was nicht in unserer Absicht liegt. Weder in der des Anbieters noch in dessen dessen, der zubeißt, sprich, desjenigen der dann kauft.

Jene die (scheinbar) erfolgreich sind - "zeigen uns wie's geht" - und versprechen es auch, zum neuen Jahr hin einmal mehr, zB: 2015 zeige ich Ihnen, wie sie mit dem was sie lieben Geld verdienen ... 2015 zeige ich Ihnen, wie Sie Ihr den Partner finden, den sie lieben ... 2015 zeige ich Ihnen wie Sie Ihr Leben ändern, als dass sie es lieben .. 2015 erschaffen Sie sich mit meiner Hilfe ein erfülltes Leben

 

Ah ja. Was wird denn den Menschen da suggeriert? Dass all das sie heute leben, tun und Inhalt ihrer Tage ist,  nicht liebenswert und unerfüllend, und nicht ausreichend ist. Zumindest nicht für (ausreichend) Lebensfreude, Lebenslust, Lebensliebe. Das mag sein, dass das (scheinbar) so ist. Das mag sein, dass es sich oftmals so anfühlt.

 

Das kenn ich auch. Selbst diese Arbeit hier in diesem Kreis, die ich so liebe, fühlt sich nicht immer liebenswert an. Selbst meine liebsten Freunde, mein Partner .. es gibt Tage, da scheine ich es nicht fühlen zu können, dass ich sie liebe. Was wäre wenn just in dem Augenblick ich auf ein Programm anspringe: Es geht besser. Es geht mit mehr Liebe. Es geht mit "echterer" Liebe ..?

Deshalb ist mir in meiner Ausrichtung in meinem Leben, und auch in jener für meine Arbeit (mit Menschen) stets so wichtig - sehen was ist, anerkennen was ist, wertschätzen was ist, lieben was ist. Ist dies nicht möglich, dann verweile ich genau dort - (miteinander) lernen (bedingungslos) zu lieben, was ist.

Wenn wir in einer spirituellen (Lebens)Ausrichtung davon ausgehen, dass die Schöpfung einen Plan hat, unsere Seele um ihre Entwicklungsschritte, ihre Herausforderungen weiß ... - warum braucht's das stetige Bedürfnis korrigierend und verbessernd einzugreifen? Liegt es daran, dass wir es "in Händen haben wollen"? Wir es kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren wollen?

 

Sehen wir nicht, dass auch dahinter ein Marketing steckt, dass uns wie bei allem Konsum verlocken will - mache dieses oder jenes, ändere dieses oder jenes, kaufe diese oder jenes ... dann wir dein Leben liebenswert(er) sein und du auch.

Doch lasst uns nicht auf Marketing schimpfen, das ist ein legitimes Werkzeug der Wirtschaft.

 

Lasst uns unserer Aufmerksamkeit gewahr werden - was nähren wir mit unseren Gedanken und Handlungen? Wie platzieren wir unsere innere Ausrichtung? 

 

Lieben was IST, bedeutet annehmen was ist. Sehen, was zum Leben dazu gehört, weil die Seele es auch so gewählt hat, weil es uns "dient" in unserem WerdenWerden.  Das bedeutet nicht, dass nicht verändert werden darf. Doch der erste Schritt soll sein "Ich liebe und akzeptiere mich/dich/diese Situation und alle Faktoren, die sie erschaffen haben ... und dann kann der zweite Schritt nur lauten... "und ich entscheide mich jetzt .. dies zu verändern." 

 

Aber nicht - "ich muss etwas tun / etwas verändern / etwas erschaffen - um (es) dann zu lieben" - dieses Programm kennen wir alle in allen Facetten und widerspricht der bedingungslosen Liebe, auch jener zum Leben hin. Wahrlich, so ist es. Ja.

 

 

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönlicheCoachings an.

Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint 2015.

mehr Info zu den Büchern >> hier

Ich freu mich auf unseren Gedankenaustausch

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Kommentare: 1
  • #1

    Saba (Mittwoch, 24 Dezember 2014 00:34)

    Liebe Daniela, wieder sprichst du meine Seele an!Genau das war lange mein Thema: anders sein zu wollen/müssen als was es im jeweiligen Moment gefüllt/erlebt wurde. Seid langem benütze ich die Worte sollen/müssen nicht mehr und hinzu kommt die gleiche Erkenntnis: wenn man in sich ruht (was ja nicht immer geschieht) ist im hier und im jetzt Frieden, Freude & Liebe zu finden, trotz Krankheit oder Schmerzen... ach ich könnt jetzt so viel schreiben aber ich sage: ☆DANKE☆ dein tun gibt mir Kraft und ist der Anstupser denn ich ab und an benötige,so das ich lerne, dass ich mir selber vertrauen darf ;) aloha ♡ und eine segensreiche Rauhnachtzeit