Besser SEINlassen als Loslassen ... 

Fotolia #22213071© mapoli-photo
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Gerade wenn ein Jahr dem Ende zugeht, dann hört man oft von "Rückschau" und dem Bedürfnis des Loslassens.


Es sind zumeist Erfahrungen, die wir schmerzhaft erlebten oder ungünstig und ungewünscht in ihrem Ausgang, als dass wir sie "loslassen" wollen.


Zugleich höre ich in meiner Arbeit als Seminarleiterin und Coach immerwieder mit einem Seufzer "wie schwer doch das Loslassen sei". Und weil Mensch dazu neigt, den Fokus zu verlegen oder wenigstens Hilfsmittel zu kreieren, gibt's allerhand an Techniken, Ritualen, Hilfsmittel, die Unterstützung (an)bieten sollen.


Dennoch kann beobachtet werden, dass der gewünschte Erfolg, die Ereignisse, Gefühle, Muster ... sich dann doch nicht verabschieden.  Woran mag das liegen?

Allzu oft hört man dann "Ich muss noch mehr daran arbeiten" oder wenigstens "Ich muss noch tiefer gehen". Wahrlich Bemühte meinen vielleicht sogar "Das darf noch heilen" oder "durch diesen Prozess gehe ich erst noch durch".


Und es schwingt das Eingeständnis mit, dass man sich nicht genügend eingelassen hat, die Bemühungen nicht ausreichend waren. Der ein oder andere fühlt womöglich sogar ein persönliches Versagen in der Sache. 


Alles Quatsch. Das sage ich heute mit Nachdruck, und lege nach:

Es braucht kein Loslassen.  Es mag am Mensch selbst liegen, der in seiner Verurteilung (v.a. seiner selbst)  stets die Unvollkommenheit vermutet, es nicht ausreichend oder fehlerhaft gemacht zu haben. Und dazu sage ich erneut Nein! 


Mensch ist wahrlich perfekt. Die Schöpfung hat dafür gut vorgesorgt. Seele ebenso. Alles Erleben dient dem persönlichen Erfahren, denn darin liegt der Prozess des Lernens und Entwickelns geborgen, manchmal scheinbar sogar verborgen.


Und so IST alles (Er)Leben Teil unseres Selbst, Teil unseres Seins, Teil unseres Lebens. Warum Loslassen? Mit dem Loslassen beschäftigen und binden wir Energie. Und zugleich binden wir uns an die Erfahrung. Sie bleibt stets im Vordergrund, dies als Emotion, Fokus oder Glaubensmuster und bestimmt damit weiterhin unser (Er)Leben.


Es offenbarte sich mir ein anderer Weg, nämlich darin selbiges einfach ..... SEINzulassen. Die Dinge sind Teil unseres LEbens. So dürfen sie auch SEIN. So dürfen sie auch gewesen sein. Sogar mit Wertschätzung und Dankbarkeit. Nichts braucht micht verlassen. NIchts muss ich verabschieden. ES darf sein. Akzeptanz ist der Ausgleich, der Balance herstellt.


Mit dieser Haltung integriere ich es in mein Feld der Erfahrungen und wertschätze es damit auch als Teil meines Seins. Wenn wir es einfach (nur) SEINlassen können, dann ruht es im Feld und bindet keine Energie.


Es hinterlässt auch nicht das Gefühl ... es nicht geschafft und vollbracht zu haben. So erlaube ich mir ... alles darf sein. Wichtig ist mir an dieser Stelle dennoch die Anmerkung, dass es nicht mehr mit Aufmerksamkeit genährt wird. Dazu dient meine innere Ausrichtung meines Selbsts, damit all jenes Seingelassene keine Führung für mein (Er)Leben mehr erhält, und sich neue Wege und neue Räume öffnen und uns neues (Er)Leben offenbaren können.


Ja.So.


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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönlicheCoachings an.

Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint 2015.

mehr Info zu den Büchern >> hier

Ich freu mich auf den GedankenAustausch .. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christiane (Donnerstag, 18 Dezember 2014 15:48)

    Ein sehr schöner Artikel zum Thema Loslassen.

    Es ist ja gerade das Nicht-Habenwollen ("loslassen" genannt), das uns an das Unerwünschte kettet.