Ich bin superflexibel - leider nicht. 

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Anpassung - ein Wort, mit dem man mich früher jagen konnte. Man konnte viel von mir haben, aber wenn man zu mir sagte "du musst dich anpassen" dann sträubte sich in mir alles. Mit jenen Momenten, als mir mein ganzheitliches Weltbild mehr und mehr offenbarte, dass vor allem in jenen Aspekten die ich vehement ablehnte zumeist das Me(e)hr fürs Leben sich schenkt, begann ich auch stets diese Schattenaspekte ans Licht zu holen und entdeckte von Anpassung ein bis dato für mich ganz neue, aber umso wertvollere Qualität.

Anpassung beschreibt (eigentlich), wie wir mit den ständig neuen Situationen und Herausforderungen, die uns im täglichen Leben begegnen, umgehen: Wie wir sie annehmen, in unserem Leben begrüßen, wie wir ihnen begegnen und wie wir mit ihnen umgehen.

 

Wohl ist da ein Schattenaspekt, dem wir uns oft zuerst zuwenden - du stehst vor einer neuen Situation, und es gibt nun zwei Möglichkeiten, wie du darauf reagieren kannst: Du fügst dich, indem du dich anpasst. Dabei gibst du ein Stück deiner Persönlichkeit auf. Irgendwann bist du dann wir nicht mehr die / der, der du eigentlich warst. Dann scheinst du dich selbst verloren zu haben und gehst auf die Suche. So manche "Such-t“ hat sich aus einer solchen Suche heraus entwickelt.

 

Die andere Möglichkeit zeigt sich im lichten Aspekt: du heißt die neue Situation willkommen, nimmst sie, wie sie ist und freust dich über die neue Herausforderung. Du erkennst sie als Möglichkeit zu wachsen und zu lernen. Mit deinen Fähigkeiten und deiner Kraft, die du in dir trägst, findest du neue Wege, neue Situationen, um liebevoll in Freude, Anmut und Leichtigkeit zu gehen. Dabei bleibst du für alles flexibel, was auf dich zukommt. Du bleibst dir selber treu und entwickelst dabei zusätzlich deine innere Stärke.

 

Doch viel zu oft haben wir in unserem Leben, v.a. in unserer Kindheit eine andere Form der Anpassung erlebt (erleben müssen) - nämlich dann, wenn wir aufgefordert wurden zu entsprechen. Den Vorstellungen der anderen, dem Verhalten der Gruppe, den (überflüssigen) Regeln, nicht kindgerechten Situationen, überall dort wo Individualität nicht gefragt war oder wo man bedacht war Normen, Werte und Regeln von Gesellschaft oder Religion zu konditionieren. So wird eine "ordentliche Gesellschaft", die brav den Regeln folgt, wenig kreativ ist, (scheinbar) anständig ist und ihre Pflichten erfüllt, genormt.

 

Und das Ergebnis - langweilig, eintönig, restriktiv.

Kennst du diese Haltungen als Erwachsene/r?

  • Regeln sind dazu da dass man sie einhält.
  • Ich bin total unflexibel.
  • Ich fühle mich unsicher, wenn es Veränderungen gibt
  • Ich brauche immer Strukturen
  • neue Wege machen Angst
  • usw.

 

Die Wurzel ist die erzwungene Anpassung in unserer Kindheit oder auch strenge Kontrolle seitens jener die uns in der Kindheit begleitet haben: Eltern, Großeltern, Lehrer, Verwandte. Dem Erwachsenen begegnen sie als blockierende Verhaltensmuster wieder:  Gefühle wie Angst vor Veränderung, Misstrauen gegenüber jeder Neuerung, Ohnmacht angesichts von Veränderungen, das Gefühl überrollt zu werden, nicht mehr mitzukommen und aus all diesem heraus die Angst, Kontrolle abzugeben, Angst sich hinzugeben, Angst vor dem Unbekannten ... (an die Frauen - das wirkt hinein bis in die "nicht mögliche Hingabe in der Sexualität")

 

Die gute Nachricht ..  wir sind nun erwachsen und frei zu entscheiden. Hin zu unserer wahren Persönlichkeit - im Annehmen und (er)Leben der eigenen Individualität. Mit dem Bewusstsein, dass unser Verhalten nicht unserem wahren Selbst entspricht, haben wir auch die Freiheit zum "Es ist genug damit, keine weiteren Begrenzungen mehr". Und wir haben auch die Freiheit zum JA - und dazu "Ich liebe und akzeptiere mich in meiner Einzigartigkeit."

 

Denk darüber einen Augenblick lang nach. Fühle in dir nach gibt es dazu Resonanz?

  • Wie reagierst du auf neue Situationen, lässt du sie einfach stehen, oder wendest du dich einfach ab?
  • Oder nehmen wir sie an und integrieren sie in den Fluss der Dinge unseres Seins?

Erkennst du dich darin?

 

Jetzt ist Zeit für Veränderung, blockierte Energiestaus zu lösen. Führe deine Arme waagrecht vor deinem Herzen bzw. deinem Oberkörper zusammen und lasse die beiden Zeigefinger an der Innenseite des Nagelbetts einander berühren. Es sind die Meridianpunkte des Dickdarmmeridians. Dort stagniert die Energie für Flexibilität

und (gesunde) Anpassung aufgrund der schmerzhaften Erfahrung aus der Kindheit noch heute.

 

Jetzt ist die Zeit, den heilsamen Prozess zu aktivieren. Spüre in dein Herz, und dort die Liebe in deinem Herzen.

 

Nun lasse die Liebe des Herzens über deine Arme hin zu diesen Punkten strömen, und von dort wieder zurück. Die Liebe fließt und heilt.

 

Wenn auch dein Atem ruhig mitfließt dann lasse folgende Affirmationen (oder wähle jene aus, die dich betrifft) und lasse sich in diesem Kreislauf "bewegen". Spüre wie die Energie in dein feinstoffliches Feld einsinkt.

  • Ich akzeptiere die kontinuierliche Veränderung.
  • Ich bin flexibel.
  • Veränderung führt mich in mein Potential.
  • Ich erlaube mir, mich nach meinem freien Willen anzupassen.
  • Ich fühle mich gut, auch wenn ich keiner Struktur folge. 


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Es gibt viele spirituelle Praktiken oder Techniken um mit dem inneren Kind zu arbeiten, den Schmerz jener Zeit heute zu heilen.

 

In der Vielfalt liegt das Geschenk der Schöpfung und mir sind sie alle gleichen Wertes. Je nach Situation und Person liegt es in der freien Wahl zu entscheiden, welche Praktik, welches Ritual gerade passt.


In meinem Buch "Den Tag mit Engeln beginnen" habe ich das zweite Kapitel den Emotionen gewidmet, diesen Weg über das Konzept / die Metapher des inneren Kindes.

 

(mehr zum Buch >> hier )



Mehr Texte zum "Inneren Kind"

Selbstwert braucht Stärke
Darüberhinaus zeigt sich der  Mangel an Selbstwert auch als geringes  Selbst-vertrauen, Schüchternheit, Ohnmacht

Der Schmerz der Selbstmissachtung

Wir haben uns bemüht und unser Bestes gegeben, aber wir wurden klein gemacht. Anstatt das zu achten und wertzuschätzen, was wir geleistet und geschafft haben, ..

 

 

Unsicherheit

 ist eine Blockade, die uns oftmals in unserem Leben daran hindert, vorwärts zu kommen und den nächsten Schritt zu tun


Vertrauen ins Selbst

„Das kannst du nicht.“, „Dafür bist du zu klein“ , wie oft haben wir das gehört.

Oder später, als junge Menschen „Das ist Männersache“, 



Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) und „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008), sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013), „Mach dein Leben hell“ (2015). Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch "Das Yin-Prinzip" (erscheint 2016)

 

» Mehr Info zu Daniela Hutters Büchern 

Welche Begrenzungen erlebst du immerwieder, die ihre Ursache in der Kindheit haben?

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