Das innere Kind & der unsichere Erwachsene

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In unserer Kindheit haben wir viele Erfahrungen gemacht, die ein Gefühl von Unsicherheit in uns zurückgelassen haben. Da waren die Eltern, die uns vielleicht zurecht weisen mussten und plötzlich fühlten wir uns ungeliebt, dabei waren wir so sicher, dass wir immer geliebt werden würden, bedingungslos. Doch diese Sicherheit haben wir möglicherweise in eine Erlebnis verloren.


Oder da waren die Lehrer, die uns gesagt haben „Du bist zu dumm“ oder „Das kannst du nie“, dabei waren wir uns doch so sicher, dass wir alles Wissen in uns tragen, hatten wir von unseren Eltern gehört, dass wir einzigartig und wunderbar sind, und plötzlich waren wir dumm ... wir haben die Sicherheit über dieses Wissen über uns losgelassen … Oder wir haben Tränen gezeigt, weil wir traurig waren .. und plötzlich hat sich ein Erwachsener über uns lustig gemacht „Ein so großer Bub, der weint .. also wirklich, das ist doch lächerlich“.

Und so haben wir Stück für Stück die Sicherheit für uns einzigartiges Sein losgelassen, wie Luftballons, einer nach dem anderen, bis keiner mehr da war.


Um unsere Emotionen zu äußern müssen wir uns sicher fühlen.


Nur in einem sicheren Umfeld wagen wir es, unsere Gefühle auszusprechen, zu zeigen, was in uns vorgeht.  Dieses sichere Umfeld haben wir in unserer Kindheit oftmals nicht erlebt. So entwickelten wir im Laufe unserer Kindheit emotionale Überlebensmuster. Wir passten uns an, wir versuchten zu entsprechen, wir zeigten uns so, wie wir dachten, dass wir geliebt werden. Immer mehr haben wir dabei die Verbindung zu dem was wir wirklich sind, verloren.


In der Essenz unserer Seele fühlen wir, dass wir unseres Selbsts nicht mehr sicher sind, nicht sicher, ob wir das sind, was wir eigentlich sind ...

 


Wenn wir uns als Erwachsene unsicher fühlen, oder es die Unsicherheit ist, die uns in unserem Vorwärtskommen blockiert, liegt die Ursache ganz oft in der Zeit unseres KindSeins. 


Dem Erwachsenen zeigt sich diese Blockade ganz oft als "Ich weiß nicht, ob ..." 

und außerdem nehmen wir sie oft wahr als Minderwertigkeitskomplexe,

Untentschlossenheit, Misstrauen oder auch als Angst vor Zurückweisung. 


Ich persönlich mag neben den vielen spirituellen Praktiken, die sich anbieten, eine die mir noch sehr lieb ist, ist jene der Emotionalen Balance

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Das Thema der Unsicherheit und wird dem Blasenmeridian zugeordnet. Die entsprechenden Punkte um "zu klopfen" sitzen an Innenseite der Augenbrauen.


Über die Jahre habe ich eine Technik entwickelt, die mir selbst dazu alltagstauglich ist.


So visualisiere ich die Situation in der/für die ich mich unsicher fühle. Ich klopfe mit den Fingern sanft diese Punkte und fühle mich in die Situation hinein, atme die Situation mit der gesamten Unsicherheit in meine Wahr_Nehmung. Und dann spreche ich (vorzugsweise) laut: "Ich liebe und akzeptiere mich mit meiner Unsicherheit in dieser Situation und entscheide mich jetzt für die Kraft und Energie der Sicherheit um ab sofort in dieser und ähnlichen Situation anders entscheiden und handeln zu können".

Ich klopfe solange und halte die Intention der Affirmation bis es mir möglich ist, das Bild vor meinen inneren Augen sich verändern zu lassen, nämlich dass ich "handle, entscheide, wage ... " mit der Energie der Sicherheit. Dann "halte ich das neue Bild vor meinem inneren Auge" und atme es in meine Wahr-Nehmung, sodass ich es in meinem ganzen Körper fühlen kann.


Dann zeichne ich eine liegende 8 vor meinem Körper und spreche eine Affirmation, die zur Situation passt. So könnte sie lauten "Ich fühle mich sicher, ganz ich zu sein. Ich fühle mich sicher meine Entscheidung zu wählen und die Schritte zu setzen um sie ins Leben zu integrieren".


Dann atme ich 3x tief ein, so als würde ich das Siegel der liegende 8 auch in mein Herz einatmen. 


Meine Rituale beende ich stets mit den Worten: "So sei es. So darf es sein. So wird es sein. Im Sinne des großen Ganzen."

Der Vollständigkeit halber: Ja ich weiß , es gibt viele spirituelle Praktiken und ich wende auch selber immerwieder andere an. In der Vielfalt liegt das Geschenk der Schöpfung und mir sind sie alle gleichenWertes. Je nach Situation und Person liegt es in der freien Wahl zu entscheiden, welche Praktik, welches Ritual gerade passt.


Warum genau ich heute über die Emotionale Balance, die ich bei Dr.Roy Martina, gelernt habe, geschrieben habe, was ich selber nicht so ganz genau. Vielleicht mag die Botschaft dieser Technik für einen der Leser bestimmt sein ... 


In meinem Buch "Den Tag mit Engeln beginnnen" habe ich das zweite Kapitel den Emotionen gewidmet, diesen Weg über das Konzept / die Metapher des inneren Kindes. (mehr zum Buch >> hier )

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Ehrlich gesagt, seien wir doch mal ehrlich

Wege lassen sich nicht in 7 Schritten gehen, auch nicht in 10. Manchesmal braucht man ganz schön lange dazu und mehrere Verschnaufpausen. 

Das Leben ist ein Tanz

ein Schritt vor, ein Schritt zurück - mal zur Seite, mal die Positon am Platz... 


Ganz schön nervig, jene Zeitgenossen, die immer ihren Senf in dein Leben meinen zu tragen müssen .. 

Bist du auch manchmal so streng mit dir? Dann hilft vielleicht ein anderer Blickwinkel ...



Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönlicheCoachings an.


Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint 2015.


mehr Info zu den Büchern >> hier

In welchen Situationen fühlst du dich *unsicher* ?

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Kommentare: 1
  • #1

    Geli (Montag, 26 Januar 2015 13:05)

    Liebe Daniela,
    Ich bin "Unsicher" will ich eine Familie gründen? Will ich den ständigen Kontakt zu meinen Bruder? Oder ist die Distanz für mich besser. (Die Liebe ist bei Kontakt oder Nichtkontakt immer gegeben.)
    Die richtige Übung für mich an diesen Tag. Danke!
    Schön dass es Dich gibt!