Alles klar Schiff?

Bildquelle: Fotolia#96795574
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In meinem (er)Forschen der RauhnachtsTraditionen bin ich auf einen weiteren Ansatz gestoßen, der mir nicht nur gefällt, der mich nicht nur entspannt - nein, der sehr wohl auch offensichtlich ist. In früheren Zeiten war es nämlich so, dass ab dem gestrigen Tag, der uns an das eigene innere Licht erinnert hat  (mehr dazu >> hier), sich die Menschen damals bewusst dem Abschluss des Jahres zugewandt haben. Dies daraus: der Wendepunkt galt dem Tag der Wintersonnwende - hinzu die 12 Tage davor und die 12 Tage danach. Allesamt die Zeit der Rituale hin zum Licht und zum neuen Jahr.

Insgesamt gelten die Tage der RauhnachtsZeit ja als Zeit in welcher der Boden für das neue Jahr aufbereitet wird. Keimlinge werden gesetzt, dies in der Erwartung der reichen Ernte im darauffolgenden Jahr. Übertragen dürfen wir dieses Bild für unser Leben adaptieren. Es sollen unsere Träume und Visionen sein, die sich als gelebtes Leben im folgenden Jahr zeigen dürfen. Wir sind alle bereit dafür, da magst du mir bestimmt zustimmen.


Doch wie das mit "Boden" und aufbereiten so ist, das braucht seine Zeit. Altes will wahrgenommen werden, die Ernte des auslaufenden Jahres gewürdigt und wertgeschätzt werden .. ja, und vielleicht braucht es sogar dort oder da nochmals die "Reinigung und Pflege des Bodens" als dass er uns dann als Setz- und Erntefeld genährt zur Verfügung stehen kann.


Erkennst du an dieser Stelle den Brauchtum des "Weihnachtsputzes", oder jenes des "Kartenschreibens"? Womöglich auch noch die ein oder andere Einladung an Menschen aus deinem alltäglichen Umfeld um mit ihnen das aktuelle Jahr nochmals zu würdigen, gemeinsam dankbar abzuschließen?


Und da komm ich an den Punkt, der mich ausatmen lässt. Drei Tage zwischen Wintersonnwende und der 1. Rauhnacht am 24.12. war mir immer gefühlsmäßig zu wenig. Nun habe ich Zeit und Raum für mein Atmen und für mein Tun bekommen. und dazu möchte ich dich auch einladen. Lass dich ab jetzt bewusst darauf ein, das aktuelle Jahr abzuschließen und gehen zu lassen - mach dich frei, von allem, was dich im nächsten Jahr binden könnte an Altes und Unaufgearbeitetes.


Nähre, stärke und bewahre all jenes, dass dir auch im kommenden Jahr dienlich sein könnte. So möchte ich dich einladen:


Halte Rückschau, schließe ab, be-reinige ..


  • Wofür bist du im aktuellen Jahr besonders dankbar?
  • Gibt es Dinge, die noch "offen" sind? Ausgesprochen werden wollen?
  • Kannst du Unerledigtes noch abschließen?
  • Wie fühlt sich dein Feld der Versöhnung an? Gilt es da noch etwas zu tun?
  • Hast du etwas ausgeliehen, noch nicht zurück gebracht?
  • Gibt es Schulden zu begleichen? Und wenn sie (noch) nicht bezahlbar sind, vielleicht bist du einfach für diese Unterstützung dankbar..
  • Erinnerst du dich an Versprechen, die du noch nicht eingelöst hast?
  • ...

Weil unser Leben alle individuell sind, die Geschichten so unterschiedlich wie wir  Menschen selbst, wird deine Liste womöglich ganz anders aussehen. Darf sie auch, soll sie auch.


Diese Worte hier wollen dich nur erinnern: die Zeit ist JETZT. Das Neue vorzubereiten, indem du das Alte würdigend abschließt.



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mehr Information, Anleitung zu den Ritualen, sowie mein Buch über die Zeit der Rauhnächte findest du >> hier

Daniela Hutter

schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung. Es ist ihre Passion, alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

 

Als Autorin schreibt Daniela Hutter für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher „Lass deine Träume wahr werden“ (2013) „Den Tag mit Engeln beginnen“ (2008) und „Mach dein Leben hell“ (2015) sowie das Kartenset „Energien der neuen Zeit“ (2013).

Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch "Das Yin-Prinzip" (erscheint 2016)

 

» Mehr Info zu Daniela Hutters Büchern 

 

Impulsgeberin für moderne Frauen

Daniela Hutter weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus ermutigt sie in ihrer Arbeit vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen

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