Das YIN der Frau - Wechseljahre als Geschenk an dein Frausein

Der Weg des Yin ruft uns dazu auf, Körper - Geist - Seele (wieder) zu vereinen. Wenn Frauen "in den Wechsel" kommen, dann ist diese Lebensphase für viele noch immer mit Angst und Unbehagen besetzt. Der Blick auf eine ganzheitliche Lebensführung reicht uns

Wenn Frauen "in den Wechsel" kommen, dann ist diese Lebensphase für viele noch immer mit Angst und Unbehagen besetzt. Der Blick auf eine ganzheitliche Lebensführung reicht uns aber die Erkenntnis, dass sich nicht nur im Körper etwas umstellen will, sondern dass während dieser Lebensphase der Jahre das ganze Leben als Frau eine neue Ausrichtung sucht

 

Ein neuer Lebenszyklus (er)öffnet sich.  Zyklen begleiten uns in verschiedenen Wellen durch unser Leben. Einer der Zyklen ist jener der Menopause / Wechseljahre. Dazu hat uns auch Sabrina Fox >> hier  ("Wenn eine handvoll Hormone alles verändert") schon einen wunderbaren Text gereicht, und auch meine Freundin Stefanie Arend, die uns >> hier wertvolle Tips gab, wie wir währendes dieser Zeit den Körper mit Yin-Yoga unterstützen können.

 

Die Körperebene erlebe ich als eine sehr wichtige Ebene und unser spirituelles Bewusstsein möchte sich ganz darin entfalten. So gilt es auch die Art (im Sinne von "Kunst") und Weise des täglichen Lebens, des LebensWandels in dieses ganzheitliche Bewusstsein einzubeziehen. Alexandra Rampitsch, Expertin für TCM-Ernährung, reicht uns einmal mehr dazu wertvolle Tipps hinsichtlich der Ernährung und zeigt uns damit die Unterstützung des Körpers auf diese Weise: 


In den Jahren vor der Menopause konzentrieren wir uns traditionell vor allem auf Beziehungen, Beruf, Familiengründung & unser Zuhause. Wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf, für andere da zu sein, für sie zu sorgen & sie zu pflegen. Wir kümmern uns also um Kinder, Mann, Beruf, Haushalt & definieren dadurch auch unser Selbstwertgefühl & unsere Identität.

 

Wenn wir uns kümmern, andere umsorgen & uns um andere Sorgen machen & dabei uns selbst ganz vergessen, dann kommt’s automatisch zu einem „zuviel“ im Funktionskreis ERDE (und damit in den Organen Milz & Magen, die ja für unsere Verdauung zuständig sind). Wie oft wird uns dieses Kümmern innerlich zuviel & wir geben’s jedoch nicht zu, weil das ja unsere Aufgabe ist, darüber definieren wir uns ja. Nun schließt sich der Kreis, wir legen uns sicherheitshalber einen „Schwimmreifen“ (einen kleinen oder aber auch so einen richtig großen) zu, der einerseits Schutz symbolisiert, andererseits einfach aus einer geschwächten Mitte/einem geschwächten ERDE-Element, einer geschwächten Verdauung resultiert.

Die Wechseljahre schenken uns ein neues Körpergefühl

Die Wechseljahre bieten uns erneut die Möglichkeit, unseren Weg, dessen wir uns vielleicht nicht mehr ganz so sicher waren, wiederzufinden bzw. auch NEUE Wege zu gehen. Den MUT dazu haben wir jetzt & Ausreden gibt’s jetzt auch keine mehr.  Die Wechseljahre sind auch die Jahre der „inneren Einkehr“, und oft werden wir durch äußere Begebenheiten (ich nenne sie gerne „Anstupser“) darauf aufmerksam gemacht, mal nachzuschauen, was unser Innerstes möchte & was es braucht. Denn wenn wir uns jahrelang „nur“ um unser Umfeld kümmern (Kinder, Partner, Familie, Eltern, Beruf, Haushalt & Co), dann geht die Gleichung nicht auf, dann bleiben wir auf der Strecke. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, wie viele das manchmal benennen. Das ist eine Form der Selbstachtung & Wertschätzung für uns selbst.

Im gleichen Maß, in dem wir andere schätzen, sollten wir auch uns selbst achten!

 

Diese KRAFT, die durch diesen Wandel FREI wird, ist phänomenalst!  Das läuft nämlich auch über die simple Tatsache, dass unsere Energie unserer Aufmerksamkeit folgt – in ALLEM, was wir tun. Wenn wir uns wieder mehr uns selbst zuwenden, stehen uns unendlich viele Möglichkeiten offen. Hier tritt dann ganz deutlich unsere YANG-Energie in den Vordergrund. Wir vertreten das, woran wir glauben (nämlich auch uns selbst), mit ganz viel LEIDENSCHAFT. Wir sind erstmals in der Lage, unserem Zorn AUSDRUCK zu verleihen & wir können viel besser für uns selbst einstehen. Wenn wir hier Balance finden im „uns kümmern“ dann stärkt das auch unsere Mitte & DANN erst kommt die Ernährung ins Spiel.

 

Es ist ja nicht so, dass unser Körper NICHT mit uns spricht. Wir sind es, die seine Signale übersehen/-hören & oft stur nach unserem eigenen „Dickschädel“ weitermachen wie bisher. Sämtliche Ungleichgewichte, jedes Symptom, das unser Körper an uns aussendet, möchten uns darauf aufmerksam machen, dass wir besser auf uns achtgeben sollen & uns mit diversen Themen näher auseinandersetzen sollten.

 

Wenn wir uns die typisch weiblichen Zwick-Zwacks betrachten, dann fällt uns zunächst das PMS (prämenstruelles Syndrom) näher auf. PMS ist oft ein Ausdruck, dass wir nicht im Rhythmus unseres Körpers leben, sondern auf Autopilot geschaltet haben, weil wir in unserer Gesellschaft einfach FUNKTIONIEREN müssen/wollen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die multitaskingfähige Frau, die meiner Meinung nach eher veraltet, von unserer Gesellschaft jedoch immer noch hochgepriesen wird. (und in seiner Energie gegen das YIN spricht, die YANGenergie im Körper verstärkt; Anmerkung Daniela)

 

Dieses körperliche & emotionale Unbehagen, das PMS hervorruft, gibt uns als Frau 1x im Monat während unserer Tage einen kleinen Schubs, den wir entweder annehmen oder auch mit den „neuesten“ Mitteln der Pharmaindustrie unterdrücken können. BESSER wird’s logischerweise nur im ersten Fall, DAVONLAUFEN & sich NICHT mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen ist scheinbar die einfachere Variante. 

 

Wenn’s dann zur Mens zusätzlich ordentlich KRAMPFT & wir von unerträglichen Schmerzen noch stärker gestupst werden, dann liegt’s an uns, in unserem Inneren mal ordentlich AUFZURÄUMEN & uns unseren Problemen (welcher Art auch immer) endlich zu stellen! Denn Probleme verursachen STAUS, auch in unserem Energieleitsystem. Dabei geht’s einerseits um die Ernährung, die wir umstellen können, oder auch um Beziehungsprobleme, die von uns Lösungen erwarten & sich körperlich so lange melden, bis wir uns ihrer angenommen haben!

 

Auch die westlich als „Winterdepression“ bezeichneten Symptome folgen dem gleichen Muster. Denn die PMS-Symptome intensivieren sich in der dünkleren Jahreszeit & die Lampe, die uns künstliches Tageslicht vermittelt, bedingt hierbei auch nur einen Aufschub von Gewichtszunahme, dem starken Verlangen nach Kohlenhydraten, Müdigkeit, Reizbarkeit & dem sozialen Rückzug.

 

Achten wir hingegen auf diesen Weckruf & setzen uns mit den dahinterliegenden Themen zusammen, dann überfällt uns im nächsten Jahr KEINE Depression. Aus Ohnmacht (ohne Macht) wird dann einfach die Macht, SELBST etwas dazu TUN zu können, das Ruder unseres Lebens SELBST in Händen zu halten.

 

Den JOKER-Weckruf bringen uns dann die Wechseljahre. Nämlich genau dann, wenn wir all die Emotionen & verdeckten Probleme nicht gelöst, sondern angesammelt haben. Und je nachdem, wie viel sich da angestaut hat, können wir als Frau unsere Wechseljahre mitunter auch als „viel schlimmer als die früheren PMS-Phasen“ erleben. Das heißt nicht, dass die körperlichen & hormonellen Veränderungen nicht vonstatten gehen, wenn wir unseren Rucksack nicht mehr mit uns rumschleppen. Jedoch empfinden wir diese Veränderungen MIT Rucksack deutlich stärker.

Das Geschenk der Wechseljahre

Der erste Schritt, GELASSEN in die Wechseljahre zu gehen ist, unsere Probleme unter dem Teppich hervorzuholen & sie eines nach dem anderen zu lösen – für UNS & unser WOHLBEFINDEN. 

 

Befassen wir uns also (erstmals) mit unseren Bedürfnissen, Wünschen & Sehnsüchten und schaffen wir uns ein NEUES LEBEN, gehen wir MUTIG in diesen neuen Lebensabschnitt, der uns wieder zu uns SELBST führt. Werden wir zu derjenigen, als die wir bestimmt sind! Jetzt ist die Chance, das Werk zu vollenden, das wir in der Pubertät begonnen, jedoch damals (aus lauter Angst) nicht ganz zu Ende gebracht haben.

 

Lebensmittel, die uns bei Herzensthemen unterstützen sind vor allem...

 

Getreide: Couscous, Bulgur, Weizen

Obst: Kirschen, rote Beeren, rote Datteln, Litschi, Maulbeeren

Gemüse: Zucchini, Champignons, Spinat, rote Rüben

Fleisch: Huhn, ganz besonders die Hühnerkraftbrühe!

Kräuter: Minze, Zitronenmelisse, Petersilie, Rosenblüten, Johanniskraut

 

Rosenblüten-Tee:

Aus den Blütenblättern von 1 ungespritzen Rose - frisch oder getrocknet - einen Viertelliter Tee zubereiten. Man gibt einen Viertelliter kochendes Wasser in eine Teekanne & läßt es etwa 5 Minuten abkühlen. Dann kommen die Rosenblütenblätter hinein & sofort wird auch der Deckel draufgelegt, damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Ein paar Minuten ziehen lassen & dann alsgleich geniessen.

 

Die Rosenblüten machen in ihrem Tee auch gerne Platz für Orangenblüten & ein paar Lavendelblüten, denn dieses Trio harmoniert einfach perfekt & wirkt gleichzeitig entspannend auf unsere Leber & lässt uns auch guuuut einschlafen!

(c) copyright, auch auszugsweise ausschließlich unter der vorgegebenen vollständigen Quellenangabe

Fotocredit: shutterstock_230712727


Alexandra Rampitsch lebt in Kärnten (Österreich), ist diplomierte Ernährungsberaterin nach der Traditionellen Chinesischen Medizin in ihrer eigenen Praxis sowie online tätig (eSeminare, Webinare). Sie hat sich in ihrer Arbeit auf Frauenthemen spezialisiert und berät ernährungstechnisch z. B. bei Zyklusunregelmäßigkeiten, bei schmerzhafter Menstruation, bei unerfülltem Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Fragen zur Beikost für Babys oder in den Wechseljahren. 

 

mehr über ihre Arbeit

 


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