Sei doch mal Frosch!

© Anatolii/Fotolia/#26666442
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Es gibt so Tage, die sich so aneinander reihen. Und dann werden aus den Tagen ZEITEN. Anstrengende. Mühsame. Alles ist irgendwie viel, scheinbar zu viel.

 

Schnell lädt uns ein bekanntes Muster, jenes des Opfers, ein zu klagen, zu jammern, sich zu beschweren. Möglicherweise einen Verursacher für die akute Situation zu finden der dann wenigstens die Schuld mitträgt.

 

Und es passiert was passieren muss, man fühlt sich immer noch schlechter, und eine Lösung scheint schon gar nicht nahe. Alles ist anstrengend, unglaubich intensiv und anstrengend, herausfordernd und zehrend - so richtig ätzend. Wer hat denn dieses Leben bloß so bestellt?

 

Als ich selbst mal wieder so einen Tag hatte, tauchte in meinen Gedanken die die Geschichte der beiden Frösche auf, die ich mal wo gelesen hatte:

 

Zwei Frösche fielen in einen Eimer voll Sahne. Die Wände waren glatt und steil. Beide strampelten und versuchten die Wand hinaufzuklettern, doch nichts half.

 

Nach einer Weile ermattete der Erste. Resignierend rief er seinem Freund zu: „Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr strampeln, ich kann nicht mehr schwimmen. Ich gebe auf!“

 

Der andere Frosch versuchte ihn noch aufzumuntern: „Du musst durchhalten, solange du noch schwimmen kannst.“ Doch vergebens. Der Frosch streckte mutlos alle Viere von sich und ertrank.

 

Der zweite Frosch strampelt weiter, mehr mechanisch als alles andere, aber er strampelt. Er ist auch am Ende, aber solange seine Froschbeine nur einen Schlag tun können, will er nicht aufgeben. Er strampelte und strampelte. Als seine Füße schon ganz müde waren und er sein Ende nun auch kommen sah, fühlte er plötzlich, wie die Sahne unter seinen Füßen fester wurde.  

 

Es hatte sich ein Butterklumpen gebildet. Das gab ihm Hoffnung und nochmals Kraft. Er strampelte weiter und die Butter wurde fester.  Er saß schließlich auf einem kleinen Klumpen Butter. Mit einem Riesensprung rettete er sich ins Freie. [Quelle unbekannt]  

 

Plötzliche Gedanken sind für mich immer "Unterstützung aus einer anderen Ebene". Und mit den Gedanken dieser Geschichte war mir klar, dass es ein Hinweis meiner Spirits war. Sie erinnerten mich.

 

Klagen, Jammern und Ursachenforschung kostet (zusätzliche) Energie.

Manchmal und in manchen Situationen ist der Weg jener, einfach zu tun - zu strampeln, zu schwimmen, nicht aufzugeben.

 

Vertrauen, Hoffnung, Kraft. 

 

Und die Situation wird sich verändern, gewiss.  Und dann bietet das Leben auch wieder neue Freiheit(en) an.

 

PS: ich sage nicht, dass das Leben aus stetigem Strampeln und Schwimmen bestehen soll. Denn man fällt ja nicht ununterbrochen in einen Eimer Sahne.


aber die Geschichte wäre keine Geschichte, hätte sie nicht auch eine Weisheit für uns, und die mag ich euch gerne zuspielen:

 

Die Haltung des Opfers bringt uns nicht vorwärts.
Die Haltung des Klagens ebenso wenig.

Die Haltung des Schuldigensuchens schon gar nicht.

Aber wenn wir (auch nur) irgendwas tun, dann verändert sich was.


Und darin liegt die Chance, dass sich immer eine Lösung zeigt, selbst wenn man beim Tun keinerlei Ahnung hat, was denn Lösung sein könnte (so wenig wie der Frosch von der Butter wusste).

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönlicheCoachings an.

Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint 2015.

mehr Info zu den Büchern >> hier

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Kommentare: 1
  • #1

    Martina (Freitag, 30 Januar 2015 18:42)

    Danke für diese Geschichte. Sie hilft mir in meiner momentanen Situation, eine gesundheitliche Durststrecke bei meiner kleinen Tochter und mir. Alles Liebe, Martina :-)