Warum Spiritualität kein TeilzeitJob ist.. 

Es gibt viele Gründe, warum bei den meisten von uns das Leben irgendwann einfach seinen Lauf genommen hat, warum wir scheinbar in Ausbildungen steckten, die wir gar nicht wollten, Ehen eingingen, die nicht halten konnten, an Orten leben, obwohl wir uns andere gewünscht hätte. 


Irgendwann nahm das Leben seinen Lauf .. man tut dies und das um das Leben zu leben, Geld zu verdienen, (scheinbare) Träume zu realisieren, Bilder zu erfüllen. Die eigenen und die der anderen. 


Irgendwann ist die Zeit dann (über)reif. Und irgendwann startet(e) eine innere Revolution. Manchmal ist es der Körper, der aufschreit, manchmal das Leben selbst, das mit Krisen nach der Wende ruft. Das ist oftmals die Zeit, in der sich die offene Türe anbietet, in die eigene Tiefe, das Me(e)hr von dem was man Sehen und Angreifen kann - auch zwischen Himmel und Erde. Die spirituelle Welt offenbart sich.

Spiritualität hat mittlerweilen viele Ausdrucksformen gefunden. Die einen meinen damit Yoga, die anderen definieren sie über Engel und andere Wesenheiten, die anderen besuchen Kurse und lernen Techniken, die in der "normalen" Welt manchmal für Diskussionen sorgen. Ich sage all das darf sein. Welcher Weg uns schließlich nach Innen führt ist doch einerlei. Welche Methode zur eigenen beSINNung führt, ebenso.


Doch ich erlebe in meiner Begegnung noch etwas anderes. Die Tendenz, dass man "ES" nicht allen zeigen möchte. Nicht jeder soll davon wissen, nicht alle sollen Kenntnis haben, von dem neuen Leben, das man für sich entdeckt hat. Manch einer verschluckt sich am Wort Spiritualität und bringt es kaum über die Lippen. 


Vermutlich sind es viele Mechanismen die da wirken. Oftmals auch eingesammelte Prägungen. Ist es erlaubt, etwas anderes für sich zu wählen, als das das der herkömmlichen Norm entspricht. In unserer Kindheit haben wir dazu viele "Neins" eingesammelt. Es ist nicht erlaubt.  Und hin zu Spiritualität und Religion haben wir auch gelehrt bekommen, es gibt vieles, das "gefährlich" ist. Sekten warten dort und da nur um dich "einzufangen".  Mag sein, dass all dies Gründe sind, warum viele nicht offen zu ihren spirituellen Interessen stehen.


In den Retreats und Seminaren ist dann oft zu beobachten, wie die Menschen dann "ein anderes Ich zeigen" - sie kleiden sich anders, sie schmücken sich anders, sie geben sich anders - sie tauchen aus dem Alltag aus und hinein in das spirituelle Leben.


Darin erkenne ich oft eine Problematik. Wenn wir unser Leben in spirituell / nicht spirituell teilen .. dann kreieren wir Trennung.  Und damit öffnen wir uns (noch mehr) einer inneren Zerrissenheit, die wir ganz oft ohnehin schon in uns tragen. Wir portionieren unser Leben und uns Selbst. Das fühlt sich einfach nicht gut an.


Deshalb mag ich dich erinnern - du kannst in keinem Aspekt deines Lebens "nichtspirituell" sein - denn deine wahre Essenz ist spirituell, als GANZES. Mag sein, dass wir über lange Zeit in einer Art spirituellem Dornröschenschlaf waren. Die Tür hinein in dieses Feld scheinbar verschlossen war. Doch mit unserem "Aufwachen" (was immer dazu führte), mit dem Durchschreiten der Türe hinein in dieses Me(e)hr von uns hast du Kontakt mit deiner spirituellen Essenz aufgenommen.


Deshalb mag ich dich erinnern - du BIST ein spirituelles Wesen, das sich für ein Leben als MENSCH entschieden hat. Es braucht nicht eine spirituelle Parallelwelt. Und ich mag dich erinnern - LEBE das Leben, menschlich und irdisch und erlaube dir die Spiritualität zu entdecken und in dein Leben zu integrieren. Für ein Me(e)hr von dir und für dich. 


Und ich mag dir sagen - LEBE es GANZ. Finde deinen stimmigen Weg, dich ganz zu zeigen, halte dich nicht teilweise bedeckt, erlaube dir Selbst ALLES von dir zu leben, für dich und dein Leben. Erst dann ist das Entfalten deiner ganzen Größe möglich. Es braucht dein JA zu dir .. in der Vollzeit des Lebens.

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Daniela Hutter schreibt, bloggt und hält Seminare zum Thema bewusste Lebensführung, es ist ihre Passion alte Tradition mit zeitgemässer Spiritualität zu verbinden. Mit Menschen zu sein bereitet ihr Freude und deshalb bietet sie auch persönliche Coachings an.

Als Autorin schreibt sie für verschiedene Zeitschriften. Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Buch. Bereits erschienen sind die Bücher Lass deine Träume wahr werden (2013) und Den Tag mit Engeln beginnen (2008), sowie das Kartenset Energien der neuen Zeit(2013). Ihr neuestes Buch "Mach dein Leben hell" erscheint im August 2015.

mehr Info zu den Büchern >> hier

Wie gelingt es dir Spiritualität im Alltag zu leben?

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Kommentare: 4
  • #1

    Geli (Donnerstag, 09 Juli 2015 11:17)

    Liebe Daniela,
    Du hast für mich, wie so oft, sehr wertvoll geschrieben.

    Wie mache ich das in einen Büro, wo Esoteriker in eine negative Ecke gestellt werden?
    Bei Nachbarn?
    Den Ruf: "Die hat einen Knall!", wird man nicht wieder los.

  • #2

    Daniela (Donnerstag, 09 Juli 2015 11:30)

    Liebe Geli .... weißt du wirklich, was sich Nachbarn, Kollegen .. denken, oder denken wir nur, dass wir denken können, was sie denken. Ich mache oft die Erfahrung, so wichtig sind wir gar nicht, dass sich die anderen so vieles über uns denken wie wir meinen.

    Es sind zumeist nur die eigenen Gedanken, die wir selbst projezieren. Denken wir selbst öfter über jemanden "die hat einen Knall", nur weil sie anders ist? Konnten wir uns selbst mit uns selbst noch nicht anfreunden, nur weil nun eine andere Seite an uns entdeckt haben ...

    Schau wie viele zu sich und ihrer Spiritualität stehen ... und nix passiert - die Welt dreht sich weiter. Denn ich hab hier auch ganz *normale Nachbarn, Kollegen, Bekannte ..* - keine Ahnung was die sich alles denken, und da ist nichts wo ich das Gefühl hab .. ich müsse es "loswerden", damit mein Ruf sich verändert, ich damit besser lebe.

    Hab MUT zu dir ... sage JA und zeige DICH ... bedeutet: LEBE dich.

  • #3

    Anja Reiche (Donnerstag, 09 Juli 2015 12:04)

    Liebe Daniela,

    ich danke dir für diese Worte und dass du nochmal dazu aufrufst, zu sich selbst zu stehen in allen Belangen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es manchmal ist, zu sich zu stehen und sein wahres Wesen zu zeigen, aus Angst vor Verurteilung, aus Angst vor Ablehnung, aus Angst davor, dass man sich selber etwas vormachen könnte. Wie lange habe ich mich selbst versteckt und mich geschämt, dass ich anders bin, dass ich ein leichtes Leben wollte, dass ich an das "Feinstoffliche" glaubte, habe gedacht, ich wäre das schwarze Schaf, das gegen den Strom der Herde läuft. Und aus eigener Erfahrung kann ich aber auch sagen, wie befreiend es ist, dann wirklich alle seine Facetten zu zeigen, bunt und wertvoll für die Welt, in seine wahre Größe zu kommen und alles an sich anzunehmen, sich selbst anzunehmen, zu lieben wie man ist und zu erkennen wie groß der eigene Wert ist, wie viel man geben kann, wenn man sein eigenes Licht leuchten lässt. Um so selbstverständlicher ich mit Spiritualität umgegangen bin, Umso mehr ich es mir erlaubt habe, umso selbstverständlicher gingen die anderen damit um. Wie innen so außen. Heute bekomme ich fast ausschließlich positive Rückmeldung dafür, dass ich so bin wie ich bin und den Mut habe "voran" zu gehen, den anderen ein Vorbild bin. Es ist ein großartiges Gefühl vom Boden aufzustehen, sich zu zeigen, sich zu erheben und die Bewusstheit offen zur Schau zu stellen, ich zu sein, "einfach" ich zu sein mit jeder Faser meines Herzens! Ich kann mich deinem Aufruf und deiner Erinnnerung nur anschließen: Lebt euer Wesen GANZ und zu jeder ZEIT! Habt Mut und traut euch, zu eurem Herzen zu stehen. Werdet ganz und heil und vollständig und vertraut, dass euch euer Herz den richtigen Weg zeigt.

    Danke Daniela, für den Aufruf!

    Herzensgrüße von mir
    Anja

  • #4

    Geli (Samstag, 11 Juli 2015 06:04)

    DANKE,DANKE ,DANKE, so habe ich nicht erkannt, ich habe grade viel gelernt!